Planet History

Foucault-Blog

Motive, Zielgruppen, Profile: Paul Lazarsfelds frühe Studien in Wien um 1930

Before Paul Lazarsfeld became a major figure in 20th-century American sociology, he tried to make a living as a social researcher in Vienna. In 1931, he founded the Economic-Psychological Research Bureau, which linked statistical studies with in-depth interviews in order to reveal the „true motives“ for purchasing behaviors. This so-called motivation research came to be a key technique in post-war marketing. My talk will show examples of Lazarsfeld’s Viennese studies and mainly focus on a survey of Austrian radio listeners from 1932. By correlating radio programs with social class, this study broke the mass audience down into specific target groups for the very first time.

Neu in Le foucaldien: Philipp Sarasin bespricht Les aveux de la chair

Aveux de la chair

The forth volume of Foucault’s Histoire de la sexualité, only recently edited by Frédéric Gros, sets the keystone not only to his „history of sexuality,“ but to his entire work. Though the reading of the book with all its scholarly details of early Christian theology might appear quite challenging, it reveals clearly how Foucault’s own thinking has changed from 1977 onwards…

Die Ordnung der Geschichte: Vermittlung bei Foucault und Latour

Sowohl in Latours ANT wie auch in Foucaults Ordnung der Dinge scheint die Determination durch Relationen jede genuine Entwicklung, Prozessualität oder historische Vermittlung auszuschliessen. Das Beharren auf relationaler oder struktureller Determiniertheit impliziert zugleich eine Kritik am Geschichtsdenken der modernen Episteme. Eine vergleichende Analyse der jeweiligen Vorstellungen von ‚Relation‘ bei Latour und Foucault soll diesen kritischen Bezug auf die diachrone Dimension und ihre moderne Konzptualisierung genauer bestimmen.

Durch die Nacht mit… Foucault

Michel Foucault (1962)

Bislang wusste man nur wenig über Michel Foucaults einjährigen Aufenthalt in Hamburg in den Jahren 1959 und 1960. Ein Essay von Rainer Nicolaysen, den der foucaultblog mit freundlicher Genehmigung des Autors zur Verfügung stellen darf, bringt nun erstmals Licht in diese interessante und wichtige Etappe von Foucaults Werdegang…

Le foucaldien in the News

Nachdem Le foucaldien am 1. September in der Open Library of Humanities gelauncht wurde, sind mehrere Beiträge über die neue Open-Access-Zeitschrift erschienen. Auf zwei Artikel möchten wir ausdrücklich hinweisen: ein Essay im Online-Magazin Geschichte der Gegenwart und ein Bericht im Wissenschaftsportal des Österreichischen Rundfunks…

Do you want the good news or the good news first?1. Le foucaldien is online! 2. The foucaultblog stays online!

We are pleased and proud to announce the launch of the peer-reviewed open access journal Le foucaldien, published by the Open Library of Humanities from September 1, 2017. Le foucaldien is a spin-off from the foucaultblog, dedicated to interdisciplinary research along Foucauldian lines. However, the foucaultblog will continue to exist as an open platform for more experimental and subjective forms of writing…

Räume der Existenz / Buchstaben des Begehrens:Foucault, Lacan und das Subjekt des Diskurses

Die Feststellung, dass der Raum oder das Räumliche eine zentrale Rolle in Foucaults Denken spielt, wird vermutlich ebenso widerspruchslos hingenommen wie die Behauptung, dass sein Verhältnis zur Psychoanalyse stets ambivalent und problematisch war. Dass beides eng miteinander zusammenhängen könnte, überrascht aber auf den ersten Blick. Ein zweiter und genauer Blick auf Foucaults früheste Publikationen, die zur gleichen Zeit wie Lacans Pionierarbeiten für eine strukturalistische Psychoanalyse entstanden, bringt jedoch eine substanzielle Liaison ans Licht. Diese Liaison ist gleichsam als Übertragungssituation zu verstehen, deren „Widerstandsmomente“ eng mit dem Topos der Räumlichkeit verknüpft sind und die Foucaults Theoriebildung offenbar weit über die frühesten Texte hinaus prägte.

featured: „Des Similitudes entre Foucault et Heidegger“ von Peter Faria

Peter de Souza Lima Faria vergleicht in seinem französischen featured-Beitrag Foucaults Konzept des Dispositivs mit Heideggers technikkritischen Rede vom Gestell. Neben einer Nachzeichnung möglicher Rezeptionslinien geht es dem Autor vor allem darum, die tieferen philosophischen Ähnlichkeiten zwischen Dispositiv und Gestells auszuloten und aufzuzeigen, wie selbige für eine kombinierte Macht- und Technikkritik fruchtbar gemacht werden können.