Planet History

[gab_log] Geisteswissenschaft als Beruf

Die verschlungenen Pfade der Wissenmigration

Wie sind die intellektuellen Konzepte Kapitalismus und Kommunismus nach Ostasien gelangt? Und wie beeinflussten europäische Lesarten von „Asien“ japanische Chinadiskurse? Yufei Zhou hat die Verflechtungen der epistemischen Triangel Europa-Japan-China entwirrt. Die Arbeiten der in Japan tätigen chinesischen Wissenschaftshistorikerin zeigen beispielhaft, wie komplex und mehrdimensional sich globale Wissenstransfers im 20. Jahrhundert gestalteten.

Fremd geworden in der Heimat

Die Einbürgerung von Deutschen in Elsass-Lothringen nach dem Ersten Weltkrieg – Dieser Beitrag erschien erstmalig in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins „Weltweit vor Ort“ 02/21. Wenn Menschen sich aufmachen, um sich in einer anderen Region oder in einem anderen Land niederzulassen, spricht man von „Migration“. Doch es können auch Staatsgebiete in Bewegung kommen: Elsass-Lothringen wechselte in der Geschichte mehrfach die Staatszugehörigkeit…

Wanderer zwischen den Welten

Für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler war die Türkei nach 1933 ein wichtiger Zufluchtsort. Der Romanist und Germanist Traugott Fuchs war einer der wenigen, die nach dem Krieg am Bosporus blieben und dort eine neue Heimat fanden. Sein facettenreicher Nachlass wird nun vom Orient-Institut Istanbul wissenschaftlich erschlossen. Dieser Beitrag erschien erstmalig in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins „Weltweit vor Ort“ 02/21.

„Deine Welt ist eine andere geworden“

Wie verstehen und prägen Menschen die Welt, die an Migrationsprozessen beteiligt sind? Forscherinnen und Forscher am Deutschen Historischen Institut in Washington (DHI Washington) untersuchen im Rahmen eines Forschungsprojekts den Wissensaustausch deutschsprachiger Migrantinnen und Migranten in den USA im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei spielen auch die Möglichkeiten der Digitalen Geschichte eine zentrale Rolle.

Brückenbauerinnen der Emanzipation

Bis heute wird die Emanzipation der jüdischen Minderheit im Zuge der Gründung des italie­nischen Einheitsstaates 1861 als große Erfolgs­geschichte erzählt. In ihrer Forschung zu jüdischen Frauennetzwerken zwischen Risorgi­mento und Faschismus nimmt die Historikerin Ruth Nattermann einen innovativen Blickwin­kel ein und korrigiert so das tradierte Narrativ…

readme.txt: „Robert Davidsohn: Menschen, die ich kannte. Erinnerungen eines Achtzigjährigen“

Lesen, Schreiben und Publizieren sind die Essenz von „Geisteswissenschaften als Beruf“. In dieser Folge von readme.txt beantwortet Martin Baumeister, Direktor des  Deutschen Historischen Institut in Rom, vier Fragen zu dem von Ihm herausgegebenen Sammelband „Robert Davidsohn: Menschen, die ich kannte. Erinnerungen eines Achtzigjährigen“.

readme.txt: „Mediated Memories: Narratives and Iconographies of the Holocaust in Lithuania“

Lesen, Schreiben und Publizieren sind die Essenz von „Geisteswissenschaften als Beruf“.In dieser Folge von readme.txt beantwortet Gintarė Malinauskaitė , Wissenschaftliche Mitarbeiterin am  Deutschen Historischen Institut in Warschau, vier Fragen zu ihrem Buch „Mediated Memories: Narratives and Iconographies of the Holocaust in Lithuania “.

Musik als Trost in Krisenzeiten

Von Stefanie Hardick. Musik aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges spiegelt, wie Menschen diese Krisenzeit erlebten. Mit einem neuen Musikstil verarbeitete der Komponist Heinrich Albert die widersprüchlichsten Gefühle angesichts von Gewalt, Hunger und Seuchen – sogar über Grenzen hinweg. Die Musikwissenschaftlerin Judith I. Haug vom Orient-Institut Istanbul erforscht die Arien aus Königsberg, die ihren Weg damals bis ins rund 1.600 Kilometer entfernte Konstantinopel gefunden haben.

Ausnahmezustand in der Weltgesellschaft: Sind wir auf dem Weg in die globale Coronakratie?

von Matthias Lemke. Dieser Beitrag erschien erstmalig in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins „Weltweit vor Ort“ 02/20.

Weltpolitisch haben sich seit Anfang 2020 infolge der Ausbreitung des Coronavirus die Ereignisse überschlagen. Die Ausrufung des globalen Gesundheitsnotstands durch die Weltgesundheitsorganisation am 30. Januar löste eine…

#MWSLieblingsorte: Ein Fischerdorf auf der Insel Hirado im Westen Japans

In der Reihe #MWSLieblingsorte stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Institute der Max Weber Stiftung ihre ganz persönlichen Lieblingsorte vor. In dieser Folge zeigt uns Sonja Ganseforth, Principal Researcher am DIJ Tokyo , ihren persönlichen Lieblingsort: Ein Fischerdorf auf der Insel Hirado im Westen Japans.

readme.txt: „Ottoman and European Music in ʿAlī Ufuḳī’s Compendium, MS Turc 292: Analysis, Interpretation, Cultural Context“

Lesen, Schreiben und Publizieren sind die Essenz von “Geisteswissenschaften als Beruf”. In dieser Folge von readme.txt beantwortet Judith Haug, wissenschaftliche Referentin am Orient Institut Istanbul, vier Fragen zu ihrem neuen Buch „Ottoman and European Music in ʿAlī Ufuḳī’s Compendium, MS Turc 292: Analysis, Interpretation, Cultural Context“.

Die Explosion von Beirut am 4. August 2020. Im Gespräch mit Birgit Schäbler

Am 4. August 2020 wurde der Libanon durch eine Explosion im Beiruter Hafen schwer getroffen. Die Schäden gehen in die Milliardenhöhe und treffen auf eine Wirtschaftskrise, die sich durch die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie noch mehr verschärft hatte. Wir haben mit Prof. Dr. Birgit Schäbler, Direktorin des Orient-Instituts Beirut, zur aktuellen Situation im Libanon gesprochen.