Planet History

Geisteswissenschaft im Dialog

Linkdossier 1: Die Europäische Union – Zwischen Dauerkrise und “leiser Supermacht”

Von einer „Union der Uneinigkeit“ (http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-union-der-uneinigkeit-1.2620878) sprechen die Einen, während Andere dazu auffordern, das Prinzip der ever closer union (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-06/europa-alt-neu) wieder in die Tat umzusetzen. Die EU polarisiert wie seit langem nicht mehr: Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron fordert eine „Neugründung Europas“, mit einem Euro-Kommissar in Brüssel, der in Zukunft als Koordinator für die Wirtschafts-und Sozialpolitik der EU fungieren soll (http://www.sueddeutsche.de/politik/emmanuel-macron-im-interview-wir-wollen-eine-neugruendung-europas-1.2628139), ein zusätzliches Budget soll diesem mehr Handlungsspielraum einräumen. Ein Plan, dem auch Angela Merkel grundsätzlich zustimmt, ebenso wie Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, der sich […]

Die Europäische Union – Zwischen Dauerkrise und “leiser Supermacht”

Am 21.09.2015 um 18:30 Uhr wird unsere nächste Geisteswissenschaft im Dialog Veranstaltung im Leibnizsaal der Berlin-Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattfinden. Dazu laden wir Sie herzlich ein! Um Anmeldung unter walter@maxweberstiftung.de wird gebeten, da die Plätze begrenzt sind. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Nach dem kriegerischen 19. und  20. Jahrhundert wurde die Europäische Union zum Zwecke des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes gegründet. Mittlerweile ist sie mit 28 Mitgliedsstaaten zu einer „leisen Supermacht“ aufgestiegen (Moravcsik 2009) und misst sich als große Welthandelsmacht mit den USA, China und Indien. […]

Zum Anschauen: Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?

Am 21. Mai 2015 wurde in der Bundeskunsthalle in Bonn das Thema “Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?” im Rahmen einer Kooperation mit der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften und der Bundeskunsthalle diskutiert. Geisteswissenschaft im Dialog – Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie? from Max Weber Stiftung on Vimeo. Beatrice von Bismarck, Thomas Kirchner, Markus Lüpertz und Barbara Vinken thematisierten mit Markus Brock welcher Strategien sich Künstlerinnen und Künstler bedienen, um die eigene Popularität zu steigern. Ist es zu kurz gegriffen, den Wunsch nach […]

Linkdossier 3: Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?

Die italienische Renaissance wird in den Augen Vieler vor allem durch ihre Kunst und ihre kulturellen Werke repräsentiert. Einer der bekanntesten und einflussreichsten Künstler dieser Zeit war Michelangelo Buonarroti (1475-1564 n. Chr.). Wie auch Leonardo Da Vinci war Michelangelo nicht nur Maler, sondern zugleich Dichter, Bildhauer, Architekt und Wissenschaftler, der die Natur und die Geheimnisse des Körpers zu enthüllen versuchte. Seine Schaffenskraft war so bedeutend, dass er als ein Riese bezeichnet werden kann, auf dessen Rücken andere Künstlerinnen und Künstler von der Renaissance bis […]

Tweetup vor der GiD-Podiumsdiskussion “Künstlerkult, Starkult” am 21. Mai in der Bundeskunsthalle in Bonn

In einem Interview hat Karl Lagerfeld einmal gesagt, dass das Internet bald wieder verschwinden würde. Wir sehen das natürlich anders, aber bevor seine Prophezeiung doch noch eintrifft, lädt die Max Weber Stiftung gemeinsam mit der Bundeskunsthalle zum TweetUp #twitaporter ein. Das TweetUp findet am Donnerstag, dem 21. Mai, um 18 Uhr in der Bundeskunsthalle statt. Wir werden durch die Ausstellung „Karl Lagerfeld. Modemethode“ geführt und können dabei Karl Lagerfeld und seine Mode kennenlernen – von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstück. Getwittert wird […]

Linkdossier 2: Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?

Nicht nur die Stars von heute pflegen einen oft eher eigenartigen Lebensstil, wie beispielsweise Karl Lagerfeld, der offen über sich sagt, er sei eingebildet und exzentrisch. Seiner Katze Choupette stellt er schließlich zwei Dienstmädchen, einen Fahrer und einen Twitteraccount zur ständigen Verfügung. Der Neuropsychologe David Weeks sowie Jamie James führten eine Studie mit 1000 exzentrischen Versuchspersonen durch und kamen zu dem Schluss, dass Exzentriker der Motor des Fortschritts sind. Halten wir dieses Ergebnis für plausibel? In der Kunst sind tatsächlich viele Exzentriker und Exzentrikerinnen […]

Linkdossier 1: Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?

Anlässlich unserer nächsten GiD-Veranstaltung am 21. Mai ab 19:00 Uhr in Kooperation mit der Bundeskunsthalle in Bonn zum Thema “Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?” haben wir Ihnen ein erstes Linkdossier zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten unter: walter@maxweberstiftung.de +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Wenden wir uns zunächst der Musikindustrie zu. Die Beziehung zwischen Kunstschaffenden und ihren Rezipienten ist kompliziert. Zwar erklärte Roland Barthes Ende der 1960er den Autor “für tot”, wie die Zeit berichtet, das gilt aber sicher […]

Künstlerkult, Starkult – Phänomen oder kalkulierte Strategie?

Am 21.05.15 findet um 19:00 Uhr unsere nächste GiD-Veranstaltung in der Bundeskunsthalle in Bonn statt. Dazu laden wir sie herzliche ein! Um Anmeldung unter walter@maxweberstiftung.de wird gebeten, da die Plätze begrenzt sind. ++++ Berühmte Künstler und ihre Mythen gehören untrennbar zusammen. Ihr Leben selbst wird zu einer Art Kunstwerk, je mehr Geschichten und Anekdoten sich um das Rätsel ihrer Kreativität ranken.  Michelangelo war einer der ersten, der seine eigene Außenwirkung aktiv mitgestaltete. Er ließ seinen Schüler, Ascanio Condivi, eine Gegenbiographie zu der bereits erschienenen […]

Zum Anschauen: Englisch in der Wissenschaft

Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung? Die viel beschworene und von der Politik mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands geforderte „Internationalisierung“ der deutschen Universitäten ist in den letzten Jahren mit einer zunehmenden Reduzierung der existierenden Sprachenvielfalt einhergegangen. Die englische Sprache dominiert in Vorträgen und Veröffentlichungen. Nur noch 1 % der naturwissenschaftlichen Publikationen erscheinen auf Deutsch (Quelle: Ulrich Ammon, 2010 F&L). Zahlreiche Studiengänge werden bereits ausschließlich auf Englisch durchgeführt. Als eine Folge sind immer weniger Schüler bereit, mehr als eine […]

Linkdossier 2: „Englisch in der Wissenschaft – Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung?“

Anlässlich der Podiumsdiskussion „Englisch in der Wissenschaft – Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung?“ am 6. Februar 2015 präsentieren wir wie schon zuvor eine Übersicht von Artikeln zu diesem Thema. Auch die Geisteswissenschaften bestätigen den Trend Wie in den Naturwissenschaften dominiert auch bei Geisteswissenschaftlern die Ansicht, dass die englische Sprache zunehmend Überhand gewinnt, wie Thomas Sebastian Vitzthum in der Welt berichtet: „Mitarbeiter des Hochschulinformationssystem (HIS) haben 2010 dazu Wissenschaftler aus der ganzen Welt befragt. Dabei wiesen ausnahmslos alle Interviewpartner […]

Linkdossier 1: „Englisch in der Wissenschaft – Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung?“

Anlässlich der Podiumsdiskussion „Englisch in der Wissenschaft – Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung?“ am 6. Februar 2015 haben wir einige Positionen in folgendem Linkdossier zusammengefasst. Klicken Sie sich durch! Englisch ist längst die anerkannte … Weiterlesen

Englisch in der Wissenschaft – Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung?

Die viel beschworene und von der Politik mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands geforderte „Internationalisierung“ der deutschen Universitäten ist in den letzten Jahren mit einer zunehmenden Reduzierung der existierenden Sprachenvielfalt einhergegangen. Die englische Sprache dominiert in Vorträgen und Veröffentlichungen. Nur … Weiterlesen

Zum Anschauen: Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich

Am 3. Juni 2014 wurde in der Fritz Thyssen Stiftung in Köln das Thema “Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich” im Rahmen einer Kooperation mit der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften und der Fritz Thyssen Stiftung … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 2 von Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann zur DHI Veranstaltung: Im Gedenkjahr nichts Neues? Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas

Die Franzosen und Engländer sind 1918 mit ganz anderen Gefühlen aus dem Krieg herausgegangen, den sie beide bis heute ‚den Großen’ nennen. Obwohl sie die Sieger waren, stand ihre Erinnerung vor allem im Zeichen der Trauer. Sie haben auch nicht … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 1 von Prof. Dr. Nikolaus Katzer zur DHI Veranstaltung: Im Gedenkjahr nichts Neues? Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas

Das öffentliche Interesse am Ersten Weltkrieg, seinen Ursachen und Konsequenzen, ist inzwischen auch in Russland groß. Viele blicken auf den Großen Krieg zurück wie in einen fernen Spiegel, der die gegenwärtige Welt in vermeintlich vertrauten Bildern reflektiert. Doch ruft die … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 4 zu unserer Migrationsveranstaltung von Dr. Thomas Scheffler

Kontrastfall Libanon: Migrationsströme in einer multipolaren Gesellschaft mit schwachem Staat Was würde wohl aus der Bundesrepublik Deutschland werden, wenn sie neben ihren 80 Millionen Bürgern noch 40 Millionen Flüchtlinge aus anderen Staaten aufnehmen müsste? Ähnliches ist schon heute im Libanon … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 3 zu unserer Migrationsveranstaltung von Doç. Dr. Barbara Pusch

Seit der Anwerbung türkischer „Gast“-arbeiterInnen in den 1960er Jahren wird die Türkei in Europa primär als Entsendeland von MigrantInnen wahrgenommen. Schon in osmanischer Zeit jedoch war die Türkei auch Ziel von erheblichen Einwanderungsbewegungen. Vor allem in den letzten drei Jahrzehnten … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 2 zu unserer Migrationsveranstaltung von Dr. Lazaros Miliopoulos

Das Phänomen wachsender Migrationsbewegungen in entwickelten Ländern und die Herausbildung einer zunehmenden Transmigration im Zuge der Globalisierung – mit der Folge der Herausbildung entsprechend transnationaler Sozialräume – ruft die Frage hervor, ob und inwieweit kulturelle „Hybridisierungen“ erfolgen. Hybridität bezeichnet dabei … Weiterlesen

Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich

Grenzüberschreitende Migration ist ein globales, gesellschaftspolitisches Thema unserer Zeit. Die UNO geht von rund 232 Millionen Menschen aus, die entweder vor Kriegen oder Verfolgung flüchten oder der wirtschaftlichen Armut in ihrer Heimat entkommen wollen. Auch in Deutschland halten sich fast … Weiterlesen

Prof. Dr. Robert Fleck: Statement zu “Wer macht die Kunst?”

Der Kunstbetrieb bzw. das Kunstgeschehen können nicht abgekoppelt von ihrer historischen Entwicklung betrachtet werden. In mancherlei Hinsicht trifft die Aussage zu, dass das moderne Kunstgeschehen im Florenz der Renaissance entstand (Individualität des Künstlers, das Irdische und die Zentralperspektive, die trotz … Weiterlesen

Zum Ansehen: Hirngespinst Willensfreiheit? Wie die Neurowissenschaften unser Menschenbild beeinflussen

Am 26. November 2013 wurde in den Baseler Hof Sälen das Thema “Hirngespinst Willensfreiheit? Wie die Neurowissenschaften unser Menschenbild beeinflussen” im Rahmen einer Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hanburg diskutiert. Es debattierten John-Dylan Haynes (Bernstein Center der Charité … Weiterlesen

Wer macht die Kunst? Künstler, Märkte und Mäzene von den Medici bis heute

Als Mäzene, Auftraggeber und Sammler haben die Medici die Florentiner Kunst und Architektur entscheidend geprägt. Die Blüte der Kunst der Renaissance ist ohne die beträchtlichen finanziellen Mittel, die sie investierten, kaum vorstellbar. Die von ihnen geförderten Künstler, wie Donatello, Michelangelo … Continue reading

Zum Ansehen: Verteilungskampf oder Solidarität?

Am 23. Oktober 2013 wurde in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften das Thema “Verteilungskampf oder Solidarität? Generationengerechtigkeit im Zeichen des demografischen Wandels” im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 – Die demografische Chance diskutiert. Es debattierten Christoph Butterwegge (Universität zu Köln), Dieter … Continue reading

Statement: Richard F. Wetzell “Neurowissenschaften, Willensfreiheit und Kriminalität”

I. Bei der Frage, inwieweit die Erkenntnisse der Neurowissenschaften die Willensfreiheit in Zweifel ziehen, ist es sinnvoll zu unterscheiden zwischen einer grundsätzlichen Kritik an der Willensfreiheit als Grundlage des Strafrechts und der auf einen konkreten Fall bezogenen Argumentation, dass ein … Continue reading

Statement: Reinhard Werth “Eine wissenschaftliche Diskussion der Willensfreiheit erfordert zunächst eine präzise Definition der Begriffe”

Experimente, in denen neuronale Prozesse registriert wurden, die eine bestimmte Entscheidung ankündigten, wurden als Nachweis dafür betrachtet, dass es keinen freien Willen gibt. Eine solche Schlussfolgerung ist jedoch bereits aus methodischen Gründen unzulässig. Es zeigt sich vielmehr, dass die Frage … Continue reading