Planet History

Historisch denken | Geschichte machen

Kurz notiert | Kollaboratives Schreibprojekt: Entwurf für einen Lehrplan im Fach Geschichte Sekundarstufe I

  Die Veröffentlichung des Entwurfs des neuen Kernlehrplans Geschichte für die Sek I für das Gymnasium in NRW hatte vergangene Woche eine Diskussion auf twitter entfacht. Dabei kam auch die Frage auf, wie denn ein Lehrplan aus Sicht der Diskutierenden anders aussehen könnte. Daraus erwuchs die Idee, einmal zusammen an einem Entwurf zu arbeiten. Dieser Entwurf soll sich nicht auf NRW beziehen und auch nicht ein konkreter „Gegenentwurf“ sein, sondern der Versuch,…

Episoden einer Amerika-Auswanderung 1849 – erzählt in sieben Briefen

In drei dicken Ordnern steht in meinem Bücherregal die Sammlung von 364 Briefen des Kaufmanns Christoph Hölscher (1790-1869) aus Epe in Westfalen. Das kleine, private Archiv der Korrespondenzen Hölschers mit seinen Geschwistern und sieben Kindern erzählt viel vom Leben und Alltag Mitte des 19. Jahrhunderts: oft Geschäftliches, daneben Neuigkeiten aus der Familie. Die Briefe handeln von Liebe und Trauer, Streit und Versöhnung, oft auch von religiösen Fragen – ein in der tiefsten katholischen…

„Ein Westfale in Amerika“ – Auswandererbriefe im Open Access

Bildnachweis: CC BY SA 4.0 Christoph Pallaske    Meine erste Publikation „Ein Westfale in Amerika. Dokumentation der Auswanderung August Hölschers in Briefen 1834-1860“ von 1992 steht jetzt  bei Academia.edu im Open Access. Die zahlreichen Briefe der Familie Hölscher waren ein klassischer Dachbodenfund aus der Verwandtschaft. Im Mittelpunkt der Briefauswahl steht die Auswanderung von August Hölscher (1819-1884) aus Epe im Münsterland. Er erreichte am 14. Juni 1849 den Hafen von New York, nachdem…

segu langfristig sichern! | Digitale Lernformate und Nachhaltigkeit

Viele Lernangebote im Netz leiden darunter, dass sie – mit großem Aufwand erstellt – bereits kurze Zeit nach Projektabschluss entweder technisch veralten oder die Inhalte nicht gepflegt werden: Bald landet jeder zweite Linkklick auf einer „404 Error. Seite nicht gefunden“-Seite. Digitale Lernformate und Internetangebote werden oft nicht nachhaltig geplant. Von 2011 bis Anfang 2017 wurde die Lernplattform segu Geschichte an der Universität zu Köln entwickelt und wird in letzter Zeit immer stärker genutzt….

Perpetuum Huntington? | Anmerkung zum KLP Sek II Geschichte, Inhaltsfeld: Islamische Welt – christliche Welt

Karte: Clash of Civilizations | Bildnachweis: Kyle Cronan at the English language Wikipedia, Clash of Civilizations map, CC BY-SA 3.0 Seit 2014 ist in Nordrhein-Westfalen der neue Kernlehrplan für die Oberstufe in Kraft, der statt eines zweiten chronologischen Durchlaufs sieben themenorientierte Inhaltsfelder vorsieht, die (bei einer versteckten Chronologie) vor allem auf aktuelle Gegenwartsfragen Bezug nehmen (Fremdsein, Christentum und Islam, Menschenrechte, moderne Industriegesellschaft, NS und Auswirkungen bis heute, Nationalismus und „deutsche Identität“, Friedensschlüsse)….

Auschwitz im Geschichtsunterricht – ein mediengeschichtlicher Ansatz

Mehr Mediengeschichte in den Geschichtsunterricht! Der Vorschlag mag zuerst etwas befremdlich erscheinen. Auschwitz und Mediengeschichte – wie soll das zusammenpassen? Auf der Lernplattform segu Geschichte haben wir vor einigen Wochen ein Modul entwickelt, das sich mit den ganz wenigen Fotografien beschäftigt, die im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vor seiner Befreiung am 27. Januar 1945 entstanden sind. Das sind einerseits die 193 Fotos des sogenannten Auschwitz-Albums, andererseits die vier aus dem Lager geschmuggelten Aufnahmen des…

Die CC-Falle | Thomas Wolf stellt Fotos unter CC BY SA bei Wikimedia ein – nur um selbst Urheberrechtsverletzungs-Abmahnungen einzuklagen

Frage an Wikipedia / Wikimedia: Warum finden Fotos von Thomas Wolf oder „Der Wolf im Wald“ Verwendung bei Wikipedia? Sollten diese Bilder nicht besser aus Wikipedia-Artikeln entfernt werden? Die Vorstellung ist allen Seitenbetreibern und Bloggern ein Graus: Eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzungen von Bildmedien. Die Seite segu besteht jetzt bereits seit sechs Jahren. An diesem Freitag wurde uns die erste Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung per Mail zugeschickt. Der Inhalt der Mail ist unten ausführlich…

segu ist fertig! | Einladung zum Projektabschluss und zur Präsentation am 25. Januar 2017

Nach fast sechsjähriger Entwicklungsarbeit am Historischen Institut der Universität zu Köln steht das Projekt segu Geschichte kurz vor dem Abschluss. Auf der Online-Lernplattform stehen knapp 200 Lernmodule in 24 Modulserien für den Geschichtsunterricht zur Verfügung. Bis Ende Januar werden die letzten Module fertig gestellt.   Zum Abschluss des Projekts findet am 25. Januar 2017 um 14.30 Uhr eine kurze Präsentation (ca. 15 min) mit anschließendem Empfang im Anna Maria von Schürmann-Raum (Philosophikum…

Projekt @historischeOrte | Perspektiven auf das Brandenburger Tor

Auf der Lernplattform segu Geschichte gibt es ein neues Projekt: Die digitale Zeitleiste Perspektiven auf das Brandenburger Tor. Der historische Ort soll in historischen Fotografien und in ihrem jeweiligen Entstehungszusammenhang dokumentiert und erzählt werden. Die Zeitleiste befindet sich im Aufbau (Start: 21. November 2016).  In den kommenden Wochen werden zahlreiche weitere Fotos in die Zeitleiste eingefügt. Sie können / du kannst @historischeOrte auf twitter folgen – dort werden alle neuen Einträge angezeigt….

„Das ist ein Scandal, das ist Terrorismus! Achtung vor dem Präsidenten!“ | Aus dem Protokoll des ersten Verhandlungstags (18. Mai 1848) der Nationalversammlung in der Paulskirche

Auszug: Wigard, Franz: Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Deutschen Constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main, Bd.: 1. 1848, Frankfurt, M., 1848, hier: Erste vorberathende Versammlung in der Paulskirche. 18. Mai 1848, S. 7f. Eine Stimme: Wenn wir anfangen, so zu berathen, so geht der gesetzgebende Körper seiner Auflösung entgegen. Alterspräsident Lang (nachdem die Glocke lange vergeblich ertönt hatte): Ich habe die Versammlung zu fragen, ob sie eine weitere Fortsetzung der Debatte,…

segu Geschichte | Konzeptionsmerkmale und Statements | Projektvorstellung beim OER Festival #OERde16

OER-Lernplattform für selbstgesteuertes Lernen | Digitale Medien als Alternative zum Schulbuch Am Dienstag, den 1. März 2016 findet im Rahmen des OER Festivals 2016 #OERde16 in Berlin das OER Fachforum #OERff16 statt, auf dem verschiedene OER-Projekte vorgestellt und Chancen und Herausforderungen der Open Educational Resources diskutiert werden. segu Geschichte wird durch Christoph Pallaske in zwei Panels vertreten sein: um 11 Uhr Qualifizierungsangebote für OER in der Schule und um 12 Uhr: Best…

Tipp: Virtuelle (Schau-)bilder mittels ThingLink erstellen | Beispiel: Anfänge der Fotografie

ThingLink-Bilder funktionieren im Hypotheses Blog leider nicht. Bitte diese Seite oder das Bild anklicken! Dieses Schaubild (erarbeitet für die Lernplattform segu Geschichte) wurde mittels des Portals ThingLink erstellt, mit der sich Fotos, Bilder oder Schaubilder entweder mit Bildern oder Bildvergrößerungen (Beispiel: Gemälde “Der Streik”) oder mit weiterführenden Links (Beispiel: Deutschland – Einwanderungsland) ganz einfach verbinden lassen. Die Nutzung des Portals ist kostenlos und damit für OER (Open Educational Resources) geeignet. Die bei…

Autotypie: Fotos in der Massenvervielfältigung und fotografisches Bildgedächtnis

Neulich wurde an dieser Stelle über frühe Fotografien von historischen Ereignissen (1848, Krimkrieg) berichtet. Obwohl solche Fotos bereits seit den 1840er Jahren bekannt und überliefert sind, ist das kollektive historische Bildgedächtnis zum 19. Jahrhundert vornehmlich kein fotografisches. Der Grund ist einfach: Fotos konnten bis ins späte 19. Jahrhundert zwar aufgenommen, aber noch nicht massenvervielfältigt werden. Das historische Bildgedächtnis zur Reichsgründung beispielsweise hält Anton von Werner mit seinen Proklamations-Gemälden besetzt. Oder die Pariser…

Kurz notiert | segu Geschichte für den OER Award 2016 nominiert

Vom 28. Februar bis 1 März 2016 findet in Berlin das #OERde16 – OER-Festival 2016 statt. Im Rahmen von #OERde16 wird erstmals der OER Award als Auszeichnung für Open Educational Resources im deutschsprachigen Raum vergeben. segu Geschichte wurde – wie die Festival-Leitung diese Woche bekanntgab – zusammen mit ZUM Wiki und ZUM.de für den OER Award in der Kategorie Bildungsbereich Schule nominiert. Uns freut die Nominierung sehr! Wir werden am 1. März…

Kurz notiert | Dissertation “Migrationen aus Polen in die Bundesrepublik Deutschland in den 1980er und 1990er Jahren” im Open Access

In den Jahren vor und nach der Wende wanderten rund eine Million Menschen aus Polen in die Bundesrepublik Deutschland zu. Die größte Gruppe unter ihnen waren die in den 1980er Jahren zugewanderten etwa 800.000 Aussiedler aus Polen (die allerdings zu über 90 Prozent kaum ein Wort deutsch sprachen). In den 1990er Jahren kamen zudem jährlich hunderttausende Saison- und Werkvertragsarbeitnehmer nach Deutschland. Polen war damit in den 1980er und 1990er Jahren eines der…

Nachgefragt: Immer dieselben Aufgaben in Abiturklausuren?

Experiment: Pawlowscher Hund, Foto von 1913 (Public Domain, via Wikipedia)   Im Mai 2015 veröffentlichte Der Freitag den Beitrag “Abi: Krönung und Tragödie eines Schülerlebens”, in dem der Schüler Simon Clemens seinem Unmut über das Schulsystem freien Lauf ließ: Das Abitur stellt den höchsten deutschen Schulabschluss dar, und ist gleichzeitig das Ergebnis eines Schulsystems, das mich als Schüler nicht ernst nimmt. […] Seit ich denken kann stellt mir die Schule mithilfe eines…

Erste “fotografierte Geschichte” | Barrikaden des Juniaufstandes 1848 in Paris

Die Revolution von 1848 ist vermutlich das erste historisch-politische Ereignis, von dem – sehr wenige – Fotos gemacht wurden. Anders als zur Revolution in Berlin, Mailand, Venedig, Wien oder Prag, von denen nur die zeitgenössisch typischen Stiche überliefert sind, kommen diese frühen Fotos aus Paris. Sie bringen einem das Ereignis (zumindest augenscheinlich) näher und markieren einen mediengeschichtlichen Quantensprung. Bekannt sind die zwei Fotos der Barrikaden in der rue Saint-Maur (im 10. und…

Erste Kriegsfotografie – erste Fotomanipulation | Roger Fenton im Krimkrieg

Dies ist nur ein kurzer Hinweis auf einen zufälligen Netzfund auf der Suche nach manipulierten Fotos bzw. Bildern, die lügen. Als erster Krieg, der auch fotografisch dokumentiert wurde, gilt der Krimkrieg. Es sind eindrucksvolle Fotos, die von Roger Fenton überliefert sind. Der britische Fotopionier war aufgrund der noch nicht weit entwickelten Fototechnik stark eingeschränkt bei der Auswahl seiner Motive – hatte aber immerhin sein eigenes, mobiles Fotolabor immer dabei. Roger Fenton auf…

Weniger als tausend Worte. Das Bild Polens in aktuellen deutschen Karikaturen | Mniej niż tysiąc słów. Obraz Polski w aktualnych niemieckich karykaturach

Christoph Pallaske / Krzysztof Ruchniewicz Der zweisprachige Beitrag erscheint auch im Blog von Krzysztof Ruchniewicz Karikaturen über Polen und die Polen in Deutschland oder über Deutschland und die Deutschen in Polen haben eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert finden sich zahlreiche Beispiele, im 20. Jahrhundert dann spielten Karikaturen bei der Entstehung des Bildes vom jeweiligen Nachbarn eine große Rolle. In den letzten Wochen sind in Deutschland verschiedene Karikaturen über die aktuelle Situation in Polen im Zusammenhang der neuen polnischen Regierung unter Führung der […]

Weniger als tausend Worte. Das Bild Polens in aktuallen deutschen Karikaturen | Mniej niż 1000 słów. Obraz Polski w aktualnych niemieckich karykaturach

Blogpost von Christoph Pallaske und Krzysztof Ruchniewicz Karikaturen über Polen und die Polen in Deutschland oder über Deutschland und die Deutschen in Polen haben eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert finden sich zahlreiche Beispiele, im 20. Jahrhundert dann spielten Karikaturen bei der Entstehung des Bildes vom jeweiligen Nachbarn eine große Rolle. In den letzten Wochen sind in Deutschland verschiedene Karikaturen über die aktuelle Situation in Polen im Zusammenhang der neuen polnischen Regierung unter Führung der PiS erschienen. Wir wollen in unseren Blogs zu […]

Was wäre wenn: Eine Geschichtsdidaktik ohne Kompetenzbegriff?

Nur ein kurzes Gedankenexperiment (wieder einmal ausgelöst durch einen Twitter-Disput): Was wäre, würde sich die Geschichtsdidaktik per Fingerschnipp hier und jetzt vom Kompetenzbegriff verabschieden? Woher der Anlass zu dieser Frage? Nur einige (hinlänglich bekannte) Punkte: Die Kompetenzdebatte kam nach PISA von außen auf die Fachdidaktiken. Eine fachdisziplinär-immanente Notwendigkeit zur Formulierung von Kompetenzen gab uns gibt es nicht. Die Geschichtsdidaktik hat eine Vielzahl von Kompetenzmodellen (Sauer, Pandel, FUER, Gautschi, Berliner Rahmenlehrplan usw.) mit verschiedensten Kompetenzbegriffen entwickelt. Es bereitet Schwierigkeiten, den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen. […]

“Der fatale Niedergang des Schulfachs Geschichte”? – ein Ärgernis

Noch mehr Aufmerksamkeit hätte Thomas Vitzthum wohl auf sich gezogen, hätte er den Artikel Tausend Jahre sind eine Stunde (online unter anderem Titel: Der fatale Niedergang des Schulfachs Geschichte) – Aufmacher in der Welt am Sonntag vom vergangenen Wochenende – am 31. Oktober veröffentlicht. In seinen 12 Thesen gegen den Geschichtsunterricht beklagt er historisches Unwissen und Ahnungslosigkeit von Schülern (Absatz 10 bis 12) und deren mangelnde Fähigkeit, in Zusammenhängen zu denken (Absatz 3 und 4), als Ursachen hierfür Kürzungen des Geschichtsunterrichts in vielen Bundesländern […]

Eine Menge Details! | Karikatur von Ferdinand Schröder: „Wat heust’n kleener Hampelmann“ (April 1849)

Die bekannte Karikatur zu Friedrich Wilhelms IV. Ablehnung der Reichsverfassung und Kaiserkrone 1849 wird häufig im Geschichtsunterricht eingesetzt. Ferdinand Schröders Lithographie erschien im April 1849 in der Satirezeitschrift “Düsseldorfer Monatsblätter”.  Bei näherem Hinsehen wird klar: Diese Karikatur lässt sich schwer auf den Punkt bringen. Sie steckt voller Details und Symbole, die sich 166 Jahre nach Ihrem Erscheinen teilweise  nur noch schwer entschlüsseln lassen und einige Fragen aufwerfen. Bei der Vorbereitung eines segu-Moduls zu dieser Karikatur hatte ich wegen einiger Details bei twitter nachgefragt und […]

nachgefragt | Wie Lernaufgaben bzw. Textfelder direkt in einem Blog bearbeiten?

Eine kurze Nachfrage technischer Art. Für die Lernplattform segu haben wir die Idee, die Lernaufgaben optional auch direkt im Blog bearbeiten zu lassen. Hierzu haben wir eine recht einfach Lösung gefunden: Ein pdf wird als “Anhang-Seite” auf einer Blogseite verlinkt. Die Formularfelder können direkt am Bildschirm/Display bearbeitet, dann gespeichert und ausgedruckt werden. Beispiel hier: Antwortbogen zur Blogseite Kriegsbegeisterung? Der Nachteil: Die Größe der Textfelder lässt sich nicht einstellen. Optimal wäre eine Lösung, bei der sich die Textlänge flexibel anpassen ließe. Hat jemand eine Idee? […]

Aufruf #segufertigstellen | nachgefragt: Quellen für den Geschichtsunterricht gesucht

Die Lernplattform segu geht auf die Zielgerade. Bisher sind zu allen Epochen der Geschichte 134 Module veröffentlicht – es fehlen aber noch etwa 50 Module (eine Auflistung am Ende dieser Seite – hauptsächlich zur Geschichte des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des Zweiten Weltkriegs sowie der Zeit nach 1945). Die Lücken sollen in den kommenden Monaten aufgefüllt werden. segu bittet jetzt in einem Aufruf unter dem Hashtag #segufertigstellen um Mithilfe: Wer kent gute Materialien, besonders Text- und Bildquellen, die sich für historisches Lernen (mit einem […]

Tipp | Foto-Slider für Vorher-Nachher- bzw. Früher-Heute-Ansichten | WordPress-Plugin Twentytwenty

Beispiel 1 | Alte und neue Fotos übereinanderlegen Foto-Slider, die das Übereinanderlegen beispielsweise alter und neuer Fotos aus derselben Prespektive ermöglichen, die man dann mittels eines Sliders (Schieber) vergleichend betrachten kann, kennt man aus verschiedenen Medien oder Projekten. Für eine einfache Lösung sei das kostenlose WordPress-Plugin Twentytwenty empfohlen. Nach der Installation gibt es keine Einstellungsmöglichkeiten im Dashboard. Man muss einfach zwei (exakt gleichgroße) Bilddateien linksbündig hintereinander in den Blogpost einfügen, dann vor das erste Bild [twentytwenty], hinter das zweite Bild [/twentytwenty] eintragen – fertig. […]

nachgefragt | Warum so wenig Geschichtskultur zur römischen Vergangenheit Kölns?

Anlass für diesen Beitrag war die Arbeit an einem virtuellen Stadtrundgang durch das römische Köln auf segu Geschichte   Jeder weiß, dass Köln eine römische Stadtgründung ist und die Stadt vom 1. bis zum 5. Jahrhundert eine der bedeutendsten Städte nördlich der Alpen war. Andere Städte wären über solche Vergangenheit froh  bzw. sind es  – wie beispielsweise Trier. Die römische Vergangenheit ist dort in der lokalhistorischen Sinnstiftung und Geschichtskultur fest verankert. Das spiegelt  sich u.a. auch in Stadtmarketingkonzepten oder dem Angebot von Souvenierläden wider. […]

Tagungsband #gld14 erschienen: “Medien machen Geschichte. Neue Anforderungen an den geschichtsdidaktischen Medienbegriff im digitalen Wandel”

Gut ein Jahr nach der Tagung gld14 | Geschichtsdidaktische Medienverständnisse ist jetzt der Tagungsband Medien machen Geschichte. Neue Anforderungen an den geschichtsdidaktischen Medienbegriff erschienen. Der Beitrag zur Einleitung Christoph Pallaske: Medien machen Geschichte. Überlegungen zu Medienbegriffen des Geschichtslernens. In: ders. (Hrsg): Medien machen Geschichte. Neue Anforderungen an den geschichtsdidaktischen Medienbegriff im digitalen Wandel. Berlin 2015, S. 7-16 kann bereits jetzt im Open Access angesehen werden. Die anderen Beiträge werden in den kommenden Wochen nach und nach auf der neuen Academia.eu-Seite des Arbeitskreises “Digitaler Wandel und […]

nachgefragt | Überlegungen zu einem Relaunch von “segu Geschichte” | Nutzerbefragung: Was sind “praktische” OER?

Die Lernplattform für Offenen Geschichtsunterricht segu ist inzwischen über vier Jahre online. Die alte, etwas hausbacken erstellte Seite verweist i.d.R. auf Lernmodule, die als odt-, doc- und pdf-Dateien angeboten werden. Nicht nur, weil die Verwaltung dieser Dateien umständlich ist, sondern auch, weil inzwischen immer mehr Schüler_innen direkt an verschiedenen digitalen Geräten (auch Smartphones und Tablets) lernen, scheint ein Relaunch der Seite in ein Blog (WordPress)-Format sinnvoll. Einige erste Testseiten stehen bereits online. Wichtigstes Prinzip: Die Lernmodule mit den Aufgaben sind in keiner Textdatei mehr […]

Tagungsband: “Medien machen Geschichte. Neue Anforderungen an den geschichtsdidaktischen Medienbegriff im digitalen Wandel” | erscheint Ende Mai 2015

Ende Mai erscheint der Sammelband Medien machen Geschichte. Neue Anforderungen an den geschichtsdidaktischen Medienbegriff im digitalen Wandel” (Beiträg der Kölner Tagung “Geschichtsdidaktische Medienbegriffe” #gld14) mit Beiträgen von Christoph Pallaske, Hilke Günther-Arndt, Astrid Schwabe, Lisa Rosa, Sandra Aßmann, Bardo Herzig, Christopher Friedburg, Hannes Burkhard und Anke John erscheint in wenigen Wochen als Buch und wird sukzessive auch als E-Book im Open Access abrufbar sein.

“Ein besonderer Vorzug, welchen Borkum vor vielen Badeörtern voraus hat, besteht darin, daß es judenrein ist.” | Lernmodul zum Antisemitismus im Kaiserreich

Sollen Schüler/innen sich mit antisemitischen Stereotypen auseinandersetzen? Der Besuch mit einer Gruppe von Studierenden im NS Dok in Köln im vergangenen Jahr hatte seinerzeit eine intensive Diskussion im Seminar entfacht. Bei der dortigen Führung erklärte eine Mitarbeiterin das Konzept zur Gestaltung des Raumes zum Antisemitismus. Auf antisemitische Karikaturen o.ä. habe man bewusst verzichtet, weil sich solche Stereotype in den Köpfen der Schüler/innen festsetzen würden – was bewusst vermieden werden solle. Solches Aussparen stieß mehrheitlich auf Kritik der Studierenden. Im Folgenden soll ein Vorschlag gemacht […]

Tipp | Vortrag Ute Frevert: “Gefühle im Krieg” | Bergisch Gladbach, 7. Mai 2015

Am Donnerstag, den 7. Mai 2015, findet um 17 Uhr der Vortrag Gefühle im Krieg von Prof. Dr. Ute Frevert (Direktorin Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin) im Schulmuseum Bergisch Gladbach statt. Aus dem Veranstaltungshinweis: Kein Krieg kommt ohne große Gefühle aus: Gefühle von Ehre und Schande, Opfer und Hingabe. Die Propaganda des Ersten Weltkriegs suchte sie durch Wort und Bild zu mobilisieren, auf allen Fronten und in allen kriegführenden Ländern. Aber wie gingen die Menschen, die den Krieg erlebten und aushalten mussten, mit ihren Gefühlen […]

Analysekategorie: Historische Quelle als Medium | Beispiel: Auswandererbrief von 1855

Zu den vorangegangen Beiträgen Analysekategorie: Historische Quelle als Medium | Beispiel: Foto zur Kriegsbegeisterung 1914 und Wie Historizität von Medien und ihre Medialität in Konzepte zur Quellenanalyse einbinden? hier ein weiteres Beispiel einer schriftlichen Quelle: ein Auswandererbrief aus San Francisco  aus dem Jahr 1855, der mittels der Kategorie “Historische Quelle als Medium” analysiert werden soll. Für eine Textquelle aus dem 19. Jahrhundert ist es auch wichtig, den handgeschriebenen Brief im Original zu zeigen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie historische Quellen aussehen und […]

Analysekategorie: Historische Quelle als Medium | Beispiel: Foto zur Kriegsbegeisterung 1914

Zum vorangegangen Beitrag Wie Historizität von Medien und ihre Medialität in Konzepte zur Quellenanalyse einbinden? hier ein kurzes Beispiel, dass die Unterschiede zu einer Quellenanalyse ohne die Reflexion auf die Analysekategorie “Historische Quelle als Medium” verdeutlichen soll. Das Foto Mobilmachung Truppentransport mit der Bahn, August 1914 (CC BY SA) steht prototypisch für zahlreiche Fotos begeisterter Soldaten, die in den Krieg ziehen: Einer am Bildinhalt orientierten Analyse würde das Bild vor allem dahingehend interpretiert werden, dass es zum Beginn des Ersten Weltkriegs verbreitete Kriegsbegeisterung gab, […]

nachgefragt | Wie Historizität von Medien und ihre Medialität in Konzepte zur Quellenanalyse einbinden?

Kameramänner vor dem Berliner Schloss (1907) | Bundesarchiv, CC-BY-SA, Wikimedia Gängige Analysekonzepte zu Quellen im Geschichtsunterricht fokussieren meist stark auf ihren Inhalt –  bei Textquellen meist noch stärker als bei Bildern oder Filmen. Formale Analysen richten sich auf Aspekte von Quellengattung und Quellenkritik, auf Verfasser und Adressat. In jüngeren Diskussionen der Mediengeschichtsschreibung[1] oder zur Visual History[2] wurde vermehrt darauf hingewiesen, Medien erstens auch auf ihre historisch bedingten Möglichkeiten der Materialisierung, Entstehung und Verbreitung hin zu untersuchen – die Historizität von Medien. Zeitungen beispielsweise kam […]

And the winner is… | OER-Preis „Opera 2015“ geht an segu Geschichte

Gestern wurde zum ersten Mal der OER (Open Educational Resources)-Preis Opera auf der Learntec in Karlsruhe vergeben, bei dem OER-Lernangebote in zwei Kategorien (Didaktik, Technik) ausgezeichnet werden. Die Zeitleiste Kommunikations- und Massenmedien im 19. und 20. Jahrhundert erhielt den Preis in der Kategorie Technik. In der Bergündung der Jury heißt es: Der OPERA 2015 für die freie Bildungsressource mit der besten Technik geht an das Projekt „Digitale Zeitleiste: Kommunikations- und Massenmedien im 19. und 20. Jahrhundert“ von Dr. Christoph Pallaske, Projekt segu der Universität […]

Geschichte in der Wikipedia | Teil 2 | Video | Kubakrise: Vergleich Sprachversionen russisch – englisch – deutsch

Teil 2 der Video-Serie Geschichte in der Wikipedia | Studierende der Universität zu Köln erstellen Videos zur Analyse von Wikipedia-Artiklen im Rahmen des geschichtsdidaktischen Seminars Historische Narrative im Collaborative. Vom Nutzen und Nachteil der Wikipedia für das Geschichtslernen.  Video 3 | Analyse Sprachversionen| Artikel Kuba-Krise

Digitales Geschichtslernen zum Holocaust | Praxisbeispiele | Workshop Berlin 27. Januar 2015

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 70. Mal. Anlässlich des Jahrestages findet in Berlin die 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte 1945–1949  statt. Hanna Huhtasaari und Christoph Pallaske führen dort den Workshop Mediale Darstellungen zwischen historischer Präzision und Fiktionalisierung durch, bei dem Einsatzmöglichkeiten und Praxisbeispiele digitaler Medien für die Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust in der historisch-politischen Bildung vorgestellt und erprobt werden sollen. Dieser Beitrag dokumentiert das Impulsreferat, die in den Arbeitsgruppen behandelten Praxisbeispiele […]

Geschichte in der Wikipedia | Video-Seminarbeiträge von Studierenden zur Analyse von Wikipedia-Artikeln

Im geschichtsdidaktischen Seminar Historische Narrative im Collaborative. Vom Nutzen und Nachteil der Wikipedia für das Geschichtslernen haben Studierende der Universität zu Köln Screencast-Videos zur Analyse von Wikipedia-Artikeln produziert, von denen hier (zunächst) zwei Beispiele vorgestellt werden sollen. Video 1 | Analyse Versionsgeschichte und Diskussionsseite | Artikel Bund der Vertriebenen Über die viel diskutierte Frage nach Qualität oder Defiziten von Wikipedia-Artikeln hinaus verfolgte das Seminar das Ziel, durch intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Wikipedia-Artikel Möglichkeiten für den Geschichtsunterricht aufzuzeigen: Wie wird in der Wikipedia zu historischen […]