Planet History

Kriegsfotografie im 2WK

Organisation des „Reichsbund Deutscher Amateur Fotografen e.V.“ (Stand: 1941)

Reichsbund Deutscher Amateur Fotografen e.V. (Stand: 1941) Geschäftsstelle: Berlin-Lichterfelde, Kamillenstraße 4 Vorsitzender: Paul Lüking, Berlin-Neukölln, Roseggerstraße 34 Kassenwart: Karl Pagel, Berlin Weißensee, Buschallee 7 Postscheckkonto: Reichbund Deutscher Amateur-Fotografen   Gau Bayern Gauführer: Heinrich Kainz,…

Entwicklung der organisierten Privatfotografie im Dritten Reich

Die private deutsche Kriegsfotografie ist als Bestandteil der gesamten  privaten Fotografie während der NS-Herrschaft anzusehen.  Im Zuge der andauernden Gleichschaltungsprozesse des Jahres 1933 bemühte sich somit  das NS-Regime auch die bestehenden Strukturen der deutschen Amateurfotografie in systemtreue eigene Organisationen umzuwandeln oder zu übernehmen. Den jeweiligen internen oder nahestehenden Organisationen der verbotenen Parteien wie dem „Arbeiter-Lichtbild-Bund“ der SPD oder dem „Verband der Arbeiterfotografien Deutschlands“ der KPD wurden infolge der Parteienverbote die ökonomische Basis entzogen. Daher mussten diese faktisch auch nicht aufgelöst werden, sie stellten ihre … Entwicklung der organisierten Privatfotografie im Dritten Reich weiterlesen

Bemerkungen zu Peter Henisch: „Die kleine Figur meines Vaters“

Der stark autobiografisch geprägte Roman „Die kleine Figur meines Vaters“ ist eine literarische Auseinandersetzung von Peter Henisch mit dem Leben und der Beziehung zu seinem Vater, dem bekannten österreichischen Pressefotograf und prominenten NS-Kriegsfotograf Walter Henisch. Walter Henisch (*26. November 1913, Wien; +22. März 1975, Wien) war nach einer handwerklichen Lehre und Arbeitsdienstzeit als freier Pressefotograf in Wien tätig. Im Mai 1939 wurde Henisch zur Wehrmacht einberufen, den Kriegsbeginn erlebte er als Meldegänger in Polen. Nach einigen Monaten erfolgten dann die Versetzung zur Propagandatruppe und … Bemerkungen zu Peter Henisch: „Die kleine Figur meines Vaters“ weiterlesen

Kommentierte Literaturliste zur privaten (Kriegs-)Fotografie. Teil 2 von 2

Die folgende Literaturliste ist an alle adressiert, die sich ausführlicher mit dem Bereich der privaten (Kriegs-)Fotografie auseinandersetzen wollen. Der historische Schwerpunkt wird auf die Zeit des Nationalsozialismus gesetzt, wobei auch Arbeiten vorgestellt werden, die epochenübergreifend aufgebaut sind, aber aufgrund ihrer Qualität als Standard- bzw. Überblickswerk erwähnt werden sollten. Des Weiteren ist es nicht das Ziel dieser Liste, einen möglichst hohen Grad an wissenschaftlicher Tiefe zu erreichen, sondern ebenso Formate wie etwa Bildbände vorzustellen, die für den interessierten Leser trotz dessen wichtige Informationen bereitstellen. Zu … Kommentierte Literaturliste zur privaten (Kriegs-)Fotografie. Teil 2 von 2 weiterlesen

Kommentierte Literaturliste zur privaten (Kriegs-)Fotografie. Teil 1 von 2

Die folgende Literaturliste ist an alle adressiert, die sich ausführlicher mit dem Bereich der privaten (Kriegs-)Fotografie auseinandersetzen wollen. Der historische Schwerpunkt wird auf die Zeit des Nationalsozialismus gesetzt, wobei auch Arbeiten vorgestellt werden, die epochenübergreifend aufgebaut sind, aber aufgrund ihrer Qualität als Standard- bzw. Überblickswerk erwähnt werden sollten. Des Weiteren ist es nicht das Ziel dieser Liste, einen möglichst hohen Grad an wissenschaftlicher Tiefe zu erreichen, sondern ebenso Formate wie etwa Bildbände vorzustellen, die für den interessierten Leser trotz dessen wichtige Informationen bereitstellen. Arani, … Kommentierte Literaturliste zur privaten (Kriegs-)Fotografie. Teil 1 von 2 weiterlesen

Herzlichen Dank!

Der Workshop „Deutsche Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg. Zwischen privater und professioneller Praxis“ veranstaltet am 13. und 14.03.2015 an der Universität zu Köln ist vorbei. Wir durften acht interessante Vorträge zu verschiedenen Bereichen der Deutschen Kriegsfotografie aus dem Zweiten Weltkrieg hören und diskutieren. Ein besonderer Dank gilt zu allererst Frau Dr. Petra Bopp, Herrn Prof. Dr. Rolf Sachsse und Herrn Dr. Bernd Boll, die als ausgewiesene Experten für den Bereich der deutschen Kriegsfotografie unseren Workshop mit ihren Vorträgen und Fachwissen enorm bereichert haben. Dank auch … Herzlichen Dank! weiterlesen

Referent: Dr. Bernd Boll (Freiburg)

Dokument oder Propaganda? Quellenkritische Anmerkungen zum Foto- und Filmmaterial der deutschen Propagandatruppen 1938-1945 (Vortrag)   Trotz großer Verluste in den letzten Kriegswochen sind fast eine Million Einzelaufnahmen und 300.000 Meter Wochenschau-Film der deutschen Propagandakompanien (PK) aus dem Zweiten Weltkrieg im Bundesarchiv überliefert. Dieses Bildmaterial prägte die Vorstellung des Publikums vom Zweiten Weltkrieg entscheidend mit. Aber geben diese Bilder als dessen visuelle Signifikanten zuverlässige Auskünfte über ihr Signifikat, lassen sie sich also wie andere Archivalien benutzen? Oder entfalten sie als ideologisch aufgeladene Artefakte der Nazi-Propaganda … Referent: Dr. Bernd Boll (Freiburg) weiterlesen

Referent: Prof. Dr. Rolf Sachsse (Saarbrücken)

Von „wertvoller Blockadebrecherarbeit“ zum Wunsch, „mit Gewehr und Kamera dienen zu dürfen“. Notizen zur Verschränkung von professioneller und amateurhafter Fotografie im Zweiten Weltkrieg (Vortrag)   Mediale Qualität war in der Propaganda des nationalsozialistischen Regimes nicht unbedingt an die Professionalität der Propagandist*innen gebunden, ausdrücklich auch nicht an das Geschlecht. Da mochte Max Amann von der „wertvollen Blockadebrecherarbeit“ schwärmen, mit der Zeitschriften wie „Signal“ den notorisch schlechten Ruf des deutschen Pressewesens zu widerlegen – was gerade dieser Zeitschrift auch weitgehend gelang –; doch die bedeutendere Leistung … Referent: Prof. Dr. Rolf Sachsse (Saarbrücken) weiterlesen

Programm für Workshop (aktualisiert)

Freitag, 13.03.2015 13:00 – 17:30 Vorträge und Diskussionen 13:00    Einführung – PD Dr. Jens Jäger (Köln) 13:30    Dr. Bernd Boll (Freiburg): Dokument oder Propaganda? Quellenkritische Anmerkungen zum Foto- und Filmmaterial der deutschen Propagandatruppen 1938-1945 14:50    Dr. Petra Bopp (Hamburg): Das „Millionenheer der Amateurphotographen“ im Zweiten Weltkrieg. Produktion, Distribution und Rezeption von Fotokonvoluten der Wehrmachtsoldaten 1939-1948 16:30    Prof. Dr. Rolf Sachsse (Saarbrücken): Von „wertvoller Blockadebrecherarbeit“ zum Wunsch, „mit Gewehr und Kamera dienen zu dürfen“. Notizen zur Verschränkung von professioneller und amateurhafter Fotografie im Zweiten Weltkrieg … Programm für Workshop (aktualisiert) weiterlesen

Referent: João Arthur Ciciliato Franzolin (Flensburg)

Der Krieg zum Verkaufen: Die Geschichte der Zeitschrift „Die Wehrmacht“ (1936-1944) (Dissertationsprojekt)   Das vorgestellte Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit der Geschichte der vergleichsweise gering erforschten Propagandazeitschrift „Die Wehrmacht“, im Zeitrahmen von 1936 bis 1944. Aufbauend auf dem bisherigen Forschungsstand zu dem Bereich „Pressegeschichte“ werden verschiedene Aspekte der Zeitschrift „Die Wehrmacht“ wie bspw. Ihre Geschichte, Werbung, Inhalte, Mitarbeiter aber auch ihre Stellung innerhalb der Kriegsberichterstattung sowie der Propaganda analysiert. Im Fokus des vorgestellten Projektes stehen folgende Fragen: In welchem Kontext wurde Die Wehrmacht gegründet und … Referent: João Arthur Ciciliato Franzolin (Flensburg) weiterlesen

Referent: Olli Kleemola (Turku, Finnland)

Sich wiederholende Bilder des Krieges? (Dissertationsprojekt)   Ein zentrales Thema, das ich im Rahmen meines Vortrages diskutieren werde, betrifft die Bedeutung von gekauften Fotos in Bezug auf private Bildsammlungen finnischer und deutscher Soldaten. Soldaten beider Länder handelten untereinander während des Krieges mit tausenden von Privatfotos: Von den populärsten Fotos wurden zahlreiche Abzüge angefertigt, welche auch heute noch in vielen Alben und Konvoluten zu finden sind. Trotz der recht großen Verbreitung von gekauften Fotos sind sowohl die Verbreitungswege als auch die Motive dieser Fotos bis … Referent: Olli Kleemola (Turku, Finnland) weiterlesen

Referent: Sebastian Kindler (Berlin)

Die Arbeit der PK-Bildberichterstatter in der UdSSR am Beispiel Benno Wundshammers (Dissertationsprojekt)   Das von Prof. Dr. Beate Fieseler (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) betreute Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit der Tätigkeit der Bildberichterstatter der Propagandakompanien (PK) im Verlauf des deutsch-sowjetischen Krieges im Zweiten Weltkrieg. Aufbauend auf dem bisherigen Forschungsstand wird die Propagandaorganisation und -produktion  auf der Ebene der PK-Bildberichterstatter vor Ort untersucht. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei folgende Fragen: Welche Anweisungen aus dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) und der Wehrmacht galten im Hinblick auf … Referent: Sebastian Kindler (Berlin) weiterlesen

Referenten

Workshop „Deutsche Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg. Zwischen privater und professioneller Praxis“ Veranstaltungsort: Universität zu Köln Referenten   Tag 1 // 13. März 2015 // Dr. Bernd Boll Dr. Petra Bopp Prof. Dr. Rolf Sachsse   Tag 2 // 14. März 2015 // João Franzolin Armin Kille Sebastian Kindler Olli Kleemola Thomas Lienkamp Tristan Schäfer 

Ankündigung

Workshop: “Deutsche Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg. Zwischen privater und professioneller Praxis”     Der Workshop findet am 13. und 14. März 2015 in den Räumlichkeiten der “Universität zu Köln” statt.  Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen! In den kommenden Wochen bis zur Veranstaltung werden hier in regelmäßigen Abständen nähere Informationen u. a. zu den Referenten und Vorträgen folgen. Tristan Schäfer | Armin Kille | Thomas Lienkamp E-Mail

Call for Papers: Workshop im März 2015

Call for Papers Workshop zum Thema “Deutsche Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg. Zwischen privater und professioneller Praxis“ Universität zu Köln 13.03.2015 – 14.03.2015 Der Zweite Weltkrieg ist trotz der zeitlichen Distanz von fast 75 Jahren wie kein anderer Krieg in der deutschen Erinnerungskultur präsent. Es handelt es sich um ein historisches Ereignis, das bis in die heutige Zeit auf individueller wie kollektiver Ebene von allen Generationen mit ganz bestimmten Bildern assoziiert wird. Diese ausgeprägte visuelle Dimension der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg hängt unmittelbar mit … Call for Papers: Workshop im März 2015 weiterlesen

Private Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg: Dissertationsprojekt Tristan Schäfer

„Meine Dienstzeit“- Amateurfotografische Fotoalben zwischen Weltanschauung, Selbstmitteilung und Erinnerung von Soldaten in der Deutschen Wehrmacht. (Arbeitstitel) Eine wesentliche Voraussetzung für die Führung eines „Totalen Krieges“, wie NS-Propagandaminister Dr. Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast verkündete, war die Mobilisierung sämtlicher Ressourcen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Von besonderer Bedeutung für einen solchen „Totalen Krieg“ war die Lenkung und Kontrolle der privaten und öffentlichen Meinung. Somit stand der Zweite Weltkrieg auch für einen Krieg, der über verschiedene Medien, wie beispielsweise Zeitungen, Zeitschriften, Radio … Private Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg: Dissertationsprojekt Tristan Schäfer weiterlesen

Professionelle Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg: Dissertationsprojekt Thomas Lienkamp

Die Fotoproduktion der Propagandakompanien der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg Eine Untersuchung am Beispiel der „Heeres-Propagandakompanie 689“ (Arbeitstitel) Der Zweite Weltkrieg war von Anfang an ein durch alle Seiten auch medial geführter Krieg. Schon Ende 1938 war in einer Reihe von Vereinbarungen zwischen Wehrmacht und dem „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ (RMVP) festgelegt worden, dass im Kriegsfall ausschließlich militärische Berichter im Rahmen von speziellen Wehrmachteinheiten und keinesfalls zivile Journalisten im erweiterten Kampfgebiet aktiv werden sollten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe wurden die wehrmachtinternen „Propagandakompanien“ (PK) … Professionelle Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg: Dissertationsprojekt Thomas Lienkamp weiterlesen

Private Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg: Dissertationsprojekt Armin Kille

Bei dem im Blog vorgestellten Forschungsprojekt handelt es sich um einen Ansatz der mehrdimensionalen Erfassung deutscher Kriegsfotografie. Innerhalb der Teilprojekte werden die Faktoren Akteure und Zeit unterschiedlich definiert und anschließend in einem Gemeinschaftsprojekt verglichen. Langfristig wird somit angestrebt, einen Beitrag zur Gesamterschließung der Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg zu leisten. Der folgende Beitrag stellt eines der drei Teilprojekte vor, dessen Blick sich auf die Soldaten1 im direkten Kriegsgeschehen richtet, unter besonderer Betrachtung ihrer Kommunikation über Fotos und Briefe mit der Heimat. Die auf Speichern, in … Private Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg: Dissertationsprojekt Armin Kille weiterlesen

Deutsche Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg – Zwischen privater und professioneller Praxis

Der Zweite Weltkrieg ist trotz der zeitlichen Distanz von fast 75 Jahren wie kein anderer Krieg in der deutschen Erinnerungskultur präsent. Es handelt sich um ein historisches Ereignis, das bis in die heutige Zeit auf individueller wie kollektiver Ebene von allen Generationen mit ganz bestimmten Bildern assoziiert wird. Bilder, die sich größtenteils auf Fotografien beziehen, die dem damaligen Geschehen auch tatsächlich entstammen. Diese ausgeprägte visuelle Dimension der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg hängt unmittelbar mit dessen historischer Situierung im beginnenden „Visuellen Zeitalter“ zusammen. In … Deutsche Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg – Zwischen privater und professioneller Praxis weiterlesen