Planet History

laboratorium für geschichte

Buchpräsentation: Eine Geschichte Münsters in 30 Objekten

Historische Objekte senden Signale aus der Vergangenheit. Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität und der FH Münster haben sich gemeinsam daran gemacht, diese Signale zu entschlüsseln, in kompakte Erzählungen zu übersetzen und zu illustrieren. Am 11. Dezember stellen das Ergebnis ihrer Arbeit in der Stadtbücherei Münster ab 20 Uhr öffentlich vor. []

Welche Bedeutung? Elche Deutung! Das Frankfurter *caricatura* Museum für Komische Kunst als Symbol für ein neues Kunst- und Museumsverständnis

Das schönste Museum der Welt? Für Achim Frenz ist dies ganz klar das Museum für Komische Kunst. Die Frage nach seinen nächsten Zielen als caricatura-Museumsleiter pflegt der vergnügt blickende Lockenkopf in Interviews bescheiden mit dem Ausruf „Weltherrschaft“ zu beantworten. Als Verantwortlicher für die Repräsentation einer Kunst, über die zwar gelacht werden darf, die aber im Kulturbereich zuweilen nur belächelt wird, muss er sich ambitioniert zeigen. []

"Die Schule des Sehens." Der Umbau des *Senckenberg Naturkundemuseums* in den 1960er Jahren

Dem Senckenberg Naturkundemuseum steht ein großer Umbau bevor: Der gesamte Ausstellungsbereich wird 2017 neu konzipiert. Einer solchen umfassenden Umbaumaßnahme geht meist ein Reflexionsprozess voraus, der mitunter zu einer Neuausrichtung oder -konzeption des Museums führen kann. Ein Beispiel dafür liefert der letzte große Umbau des Museums in den 1960er Jahren unter dem damaligen Direktor Prof. Dr. Wilhelm Schäfer. []

Museum ohne Raum. Platzmangel als zentraler Aspekt der Geschichte des Historischen Museums Frankfurt

„Das Stadtgeschichtliche Museum hat bei den Bombenangriffen vom 18. bis zum 24. März seine sämtlichen Häuser verloren bis auf einen Rest im sogenannten Archivgebäude“, schrieb der Kustos und spätere stellvertretende Direktor des Museums, Dr. Albert Rapp, im Juli 1944 an das Kulturamt. Frankfurt wurde im März 1944 Ziel mehrerer schwerer Bombenangriffe, ein Großteil der Stadt lag in Trümmern, tausende Menschen waren gestorben, zehntausende obdachlos. Das Museumspersonal hauste im ebenfalls beschädigten Früh- und Vorgeschichtlichen Museum, um von dort aus den Ruinen mögliche Museumsgegenstände zu bergen. Die beiden notdürftigen Zimmer stellten allerdings, „bei Regenwetter eher eine Berieslungsanlage als eine Unterkunft“ dar. []

Die Botschaften der Exponate. Wie ein Bild mit den Besuchern im *Museum für Kommunikation Frankfurt* spricht

Postkutschen, Telefonzellen, Autos und selbst Busse, dazu etliche in Schränken verstaute Telefone und vieles mehr – das in Heusenstamm gelegene Depot des Frankfurter Museums für Kommunikation ist eine wahre Fundgrube. In großen Hallen finden sich all jene Exponate, die aus museumssammlungstechnischen Gründen aufbewahrt werden. []

Der Geschichte Raum geben. Das Archäologische Museum Frankfurt in der städtischen Karmeliterkirche

Ein sternförmiges Gewölbe erstreckt sich über die hell getünchte Decke der Kirche. In diesem blassroten Netz aus Sandstein, das in manchen Gebäudeabschnitten mal enger, mal weiter geknüpft ist, sind an einigen Stellen kleine Wappen erkennbar. Im Chor des Langschiffes wiederholt sich das Farbschema des Gewölbes, doch sind die weißen Wände hier sehr viel höher. Durch die langen gotischen Fenster fällt Licht auf einen Punkt, an dem ein Altar zu erwarten wäre. Doch stattdessen steht hier, eingerahmt von zwei niedrigen ledernen Sitz-Bänken, ein ockerfarbener Sandsteinblock: Ihn ziert ein Relief des heidnischen Gottes Mithras, dessen Kult sich über die Legionäre des Imperium Romanum bis in die Rhein-Main-Region verbreitet hatte. In Sichtweite ragen Jupitersäulen zum hölzernen Gewölbe des Langschiffes auf. Ein paar Meter weiter liegen, zu einer Grablege-Szene arrangiert, die Gebeine und Grabbeigaben eines Keltenfürsten unter einer Glasabdeckung. []

Weltmeere

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes beschreiben den Umgang mit „dem Meer“ im langen 19. Jahrhundert: Verwissenschaftlichung, Domestizierung, Ästhetisierung, Ökonomisierung und Strukturierung. So wird der Blick auf Prozesse gelenkt, welche die verbreitete These von einer generellen Wahrnehmung der Meere als „anders“ und „leer“ in der Moderne fundamental in Frage stellen. Der Band plädiert für eine Entmythisierung und Pluralisierung der kulturwissenschaftlichen Meeresforschung und stellt sowohl systematische als auch empirische Argumente für einen solchen Wandel zusammen. []

Stadt auf Kohle

Ohne Steinkohle keine Stadt – erst der um die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Bergbau verlieh den Dörfern beiderseits der Emscher die wirtschaftliche Dynamik, die sie letztlich zur Stadt Gelsenkirchen werden ließ. Rund 150 Jahre lang prägten Zechen das Gesicht Gelsenkirchens, ihre Fördergerüste strukturierten die Stadt, der Schichtrhythmus bestimmte den Alltag der Menschen, die von und mit dem Bergbau lebten. []

Stadt auf Kohle

Ohne Steinkohle keine Stadt – erst der um die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Bergbau verlieh den Dörfern beiderseits der Emscher die wirtschaftliche Dynamik, die sie letztlich zur Stadt Gelsenkirchen werden ließ. Rund 150 Jahre lang prägten Zechen das Gesicht Gelsenkirchens, ihre Fördergerüste strukturierten die Stadt, der Schichtrhythmus bestimmte den Alltag der Menschen, die von und mit dem Bergbau lebten. []

Stadt auf Kohle

Ohne Steinkohle keine Stadt – erst der um die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Bergbau verlieh den Dörfern beiderseits der Emscher die wirtschaftliche Dynamik, die sie letztlich zur Stadt Gelsenkirchen werden ließ. Rund 150 Jahre lang prägten Zechen das Gesicht Gelsenkirchens, ihre Fördergerüste strukturierten die Stadt, der Schichtrhythmus bestimmte den Alltag der Menschen, die von und mit dem Bergbau lebten. []

Geschichte schreiben leicht gemacht. Aus der Trickkiste der amerikanischen Kulturhistorikerin Lynn Hunt

Historikerinnen und Historiker haben sich zuletzt auf verschiedenen Wegen bewusst gemacht, dass die Art, wie sie schreiben, den wissenschaftlichen Arbeitsprozess maßgeblich mitbestimmt. Ja, die Erkenntnisprozesse selbst sind ganz wesentlich vom Schreiben geprägt. Schreiben wird so zu einer Quelle des Neuen. So argumentiert auch die amerikanische Kulturhistorikerin Lynn Hunt in einem ebenso offenen wie spielerischen, fast tänzerischen Essay über ihr Schreiben. []

Geschichte schreiben leicht gemacht. Aus der Trickkiste der amerikanischen Kulturhistorikerin Lynn Hunt

Historikerinnen und Historiker haben sich zuletzt auf verschiedenen Wegen bewusst gemacht, dass die Art, wie sie schreiben, den wissenschaftlichen Arbeitsprozess maßgeblich mitbestimmt. Ja, die Erkenntnisprozesse selbst sind ganz wesentlich vom Schreiben geprägt. Schreiben wird so zu einer Quelle des Neuen. So argumentiert auch die amerikanische Kulturhistorikerin Lynn Hunt in einem ebenso offenen wie spielerischen, fast tänzerischen Essay über ihr Schreiben. []

Eine Weltgeschichte in Bildern, die ihre Bilder kaum braucht

Die Idee ist zweifelsohne gut, Weltgeschichte einmal anhand von Bildern zu erzählen. Denn es waren, wie der Publizist Helge Hesse in seinem Band Bilder erzählen Weltgeschichte erläutert, über Jahrtausende hinweg „gemalte oder gezeichnete Bilder, die Sichtweisen, Standpunkte und Absichten von Künstlern, die unser Bild von Geschichte prägten“. Es fragt sich aber, warum für dieses Unternehmen in 74 Kapiteln dann nicht solche Bilder ausgewählt wurden, die aus der jeweiligen Zeit selbst stammen. Denn die überwiegende Mehrzahl der von Helge Hesse bewusst nach subjektiven Kriterien ausgewählten Bilder datiert aus dem 19. Jahrhundert, der Spätphase der Historienmalerei, die einen besonderen Personenkult betrieb und Ereignisse aus der Regional- und Weltgeschichte maßlos zu überhöhen verstand. Geschichte wurde im Dienste der Herrschenden funktionalisiert. Diese Historienbilder in eine chronologische Geschichtserzählung einzupassen, die ab und an jedoch auch zeitgenössische Bildwerke zentral stellt, ist problematisch. []

Eine Weltgeschichte in Bildern, die ihre Bilder kaum braucht

Die Idee ist zweifelsohne gut, Weltgeschichte einmal anhand von Bildern zu erzählen. Denn es waren, wie der Publizist Helge Hesse in seinem Band Bilder erzählen Weltgeschichte erläutert, über Jahrtausende hinweg „gemalte oder gezeichnete Bilder, die Sichtweisen, Standpunkte und Absichten von Künstlern, die unser Bild von Geschichte prägten“. Es fragt sich aber, warum für dieses Unternehmen in 74 Kapiteln dann nicht solche Bilder ausgewählt wurden, die aus der jeweiligen Zeit selbst stammen. Denn die überwiegende Mehrzahl der von Helge Hesse bewusst nach subjektiven Kriterien ausgewählten Bilder datiert aus dem 19. Jahrhundert, der Spätphase der Historienmalerei, die einen besonderen Personenkult betrieb und Ereignisse aus der Regional- und Weltgeschichte maßlos zu überhöhen verstand. Geschichte wurde im Dienste der Herrschenden funktionalisiert. Diese Historienbilder in eine chronologische Geschichtserzählung einzupassen, die ab und an jedoch auch zeitgenössische Bildwerke zentral stellt, ist problematisch. []

Auf der Suche nach den lächerlichen, bizarren und befremdlichen Dingen. Barbara Stollberg-Rilinger über "Des Kaisers alte Kleider"

Als wir Barbara Stollberg-Rilingers Kapitel über die „Spaltung der Sakralgemeinschaft: Augsburg 1530“ gelesen haben, da wussten wir noch nicht, dass sie für Des Kaisers alte Kleider in diesem Jahr mit dem nur alle drei Jahre verliehenen Preis des Historischen Kollegs geehrt werden würde. Die Art und Weise, wie sie darin die Bedeutung symbolisch-ritueller Handlungen in politischen Entscheidungssituationen analysiert, hat offenbar nicht nur uns begeistert. In ihrem Buch fokussiert sie insbesondere auf solche Situationen, in denen sich aus den immer wieder auftauchenden Symbol- und Rangkonflikten veritable Verfassungskonflikte entwickelten. Das spannende an ihrer Analyse, die einen Beitrag zur Kulturgeschichte des Politischen liefert: „Deutlich wird: Kommunikationsformen, Rituale und Symbole haben eine wesentliche Bedeutung für Politik und Gesellschaft.“ []

Auf der Suche nach den lächerlichen, bizarren und befremdlichen Dingen. Barbara Stollberg-Rilinger über "Des Kaisers alte Kleider"

Als wir Barbara Stollberg-Rilingers Kapitel über die „Spaltung der Sakralgemeinschaft: Augsburg 1530“ gelesen haben, da wussten wir noch nicht, dass sie für Des Kaisers alte Kleider in diesem Jahr mit dem nur alle drei Jahre verliehenen Preis des Historischen Kollegs geehrt werden würde. Die Art und Weise, wie sie darin die Bedeutung symbolisch-ritueller Handlungen in politischen Entscheidungssituationen analysiert, hat offenbar nicht nur uns begeistert. In ihrem Buch fokussiert sie insbesondere auf solche Situationen, in denen sich aus den immer wieder auftauchenden Symbol- und Rangkonflikten veritable Verfassungskonflikte entwickelten. Das spannende an ihrer Analyse, die einen Beitrag zur Kulturgeschichte des Politischen liefert: „Deutlich wird: Kommunikationsformen, Rituale und Symbole haben eine wesentliche Bedeutung für Politik und Gesellschaft.“ []

Die Karte als Quelle für das Reisen im 19. Jahrhundert – ein Stolperstein?

„Wahrheit sag‘ ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich: Meine Wahrheit; denn sonst ist mir keine bekannt.“ So schrieben es bereits Goethe und Schiller im Jahre 1796 in einem ihrer polemischen Zweizeiler, die sie nach den Gastgeschenken im alten Rom ‚Xenien‘ nannten. Sie richteten sich kritisch gegen ihre Zeitgenossen im Allgemeinen und die literarische Welt im Besonderen. Auch unsere ein Vierteljahrhundert später verlegte Neueste geographische Post und Reise Charte Deutschland und Preußen aus dem Jahr 1823 präsentiert eine Wahrheit – eine über das Reisen im frühen 19. Jahrhundert. Die Frage ist nur, wessen Wahrheit hier dargestellt wird, in welchem Kontext sie entstanden ist und in welchem Verhältnis sie zur Wirklichkeit steht. []

Die Karte als Quelle für das Reisen im 19. Jahrhundert – ein Stolperstein?

„Wahrheit sag‘ ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich: Meine Wahrheit; denn sonst ist mir keine bekannt.“ So schrieben es bereits Goethe und Schiller im Jahre 1796 in einem ihrer polemischen Zweizeiler, die sie nach den Gastgeschenken im alten Rom ‚Xenien‘ nannten. Sie richteten sich kritisch gegen ihre Zeitgenossen im Allgemeinen und die literarische Welt im Besonderen. Auch unsere ein Vierteljahrhundert später verlegte Neueste geographische Post und Reise Charte Deutschland und Preußen aus dem Jahr 1823 präsentiert eine Wahrheit – eine über das Reisen im frühen 19. Jahrhundert. Die Frage ist nur, wessen Wahrheit hier dargestellt wird, in welchem Kontext sie entstanden ist und in welchem Verhältnis sie zur Wirklichkeit steht. []

Arbeitsmigration ausstellen

Die meisten Historikerinnen und Historiker denken Geschichte als Text – als Buch, Aufsatz, Essay oder Vortrag. Für Studierende der Geschichtswissenschaften lauten die entsprechenden Pendants oftmals Hausarbeit und Referat. Dass Geschichte – in unserem Fall speziell die der Arbeitsmigration nach Gelsenkirchen ab den 1950er Jahren – aber auch inszeniert und im Raum gestaltet werden kann, war Thema einer Lehrveranstaltung, die im Sommersemester 2013 am Historischen Seminar der WWU Münster in Kooperation mit dem Büro für Ausstellungsgestaltung und Kommunikationsdesign RAUMZEIT durchgeführt wurde. Eine andere Art des Erzählens sollte eingeübt werden. Wir haben mit dem Kurs unterschiedliche Wege gesucht (und gefunden), Migrationsgeschichte auszustellen – und das in einer Zuwanderungsstadt par excellence. []

Arbeitsmigration ausstellen

Die meisten Historikerinnen und Historiker denken Geschichte als Text – als Buch, Aufsatz, Essay oder Vortrag. Für Studierende der Geschichtswissenschaften lauten die entsprechenden Pendants oftmals Hausarbeit und Referat. Dass Geschichte – in unserem Fall speziell die der Arbeitsmigration nach Gelsenkirchen ab den 1950er Jahren – aber auch inszeniert und im Raum gestaltet werden kann, war Thema einer Lehrveranstaltung, die im Sommersemester 2013 am Historischen Seminar der WWU Münster in Kooperation mit dem Büro für Ausstellungsgestaltung und Kommunikationsdesign RAUMZEIT durchgeführt wurde. Eine andere Art des Erzählens sollte eingeübt werden. Wir haben mit dem Kurs unterschiedliche Wege gesucht (und gefunden), Migrationsgeschichte auszustellen – und das in einer Zuwanderungsstadt par excellence. []

"Ich denke am besten, wenn ich schreibe." Thomas Großbölting über das Verfassen geschichtswissenschaftlicher Texte

Die gesamte Wissenschaftspraxis einer Disziplin auf wenigen Seiten möglichst umfassend darzustellen, erscheint auf den ersten Blick als eine unlösbare Aufgabe. Doch exakt dieser Herausforderung widmeten sich im Jahr 2010 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen im Rahmen der „Jungen Akademie“. Dafür ging die Gruppe der Frage nach, wann in der jeweils eigenen Disziplin neue Forschungserkenntnisse als erwiesen gelten. Dieser Problematik näherten Sie sich über sogenannte „Heureka“-Momente. Die Aufgabe, die Geschichtswissenschaft darzustellen, übernahm der Professor für Neuere und Neuste Geschichte am Historischen Seminar der WWU Münster – Thomas Großbölting. Der Münsteraner Historiker verfolgt in seinem Text eine eher unkonventionelle Herangehensweise an die Vorgabe, zeigt er doch auf, dass jenes Heureka-Erleben – sich in einem einzigen Moment verdichtende Erkenntnis – mit dem Erkenntnisgewinn der Geschichtswissenschaft nichts gemein hat. []

"Ich denke am besten, wenn ich schreibe." Thomas Großbölting über das Verfassen geschichtswissenschaftlicher Texte

Die gesamte Wissenschaftspraxis einer Disziplin auf wenigen Seiten möglichst umfassend darzustellen, erscheint auf den ersten Blick als eine unlösbare Aufgabe. Doch exakt dieser Herausforderung widmeten sich im Jahr 2010 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen im Rahmen der „Jungen Akademie“. Dafür ging die Gruppe der Frage nach, wann in der jeweils eigenen Disziplin neue Forschungserkenntnisse als erwiesen gelten. Dieser Problematik näherten Sie sich über sogenannte „Heureka“-Momente. Die Aufgabe, die Geschichtswissenschaft darzustellen, übernahm der Professor für Neuere und Neuste Geschichte am Historischen Seminar der WWU Münster – Thomas Großbölting. Der Münsteraner Historiker verfolgt in seinem Text eine eher unkonventionelle Herangehensweise an die Vorgabe, zeigt er doch auf, dass jenes Heureka-Erleben – sich in einem einzigen Moment verdichtende Erkenntnis – mit dem Erkenntnisgewinn der Geschichtswissenschaft nichts gemein hat. []

Künstlerische Freiheit in der Wissenschaftsillustration? Fallbeispiel Paläontologie

Wie nah dürfen sich Kunst und Wissenschaft eigentlich kommen? Die Paläontologie zumindest, so hat es die Kunsthistorikerin Jane P. Davidson in ihrem Buch A History of Paleontology Illustration gezeigt, sei ohne Bilder nicht denkbar. Denn die Bilder waren schon da, noch ehe von einer wissenschaftlichen Disziplin überhaupt gesprochen werden könne. Deren Professionalisierung begann, folgt man Davidson, im frühen 19. Jahrhundert; zugleich intensivierte sich die Zusammenarbeit von Paläontologen und Illustratoren. Pikanterweise nutzten letztere im Einklang mit ersteren nicht selten künstlerische Freiheiten. Mitunter ließen sie gar ihrer Fantasie freien Lauf. []

Künstlerische Freiheit in der Wissenschaftsillustration? Fallbeispiel Paläontologie

Wie nah dürfen sich Kunst und Wissenschaft eigentlich kommen? Die Paläontologie zumindest, so hat es die Kunsthistorikerin Jane P. Davidson in ihrem Buch A History of Paleontology Illustration gezeigt, sei ohne Bilder nicht denkbar. Denn die Bilder waren schon da, noch ehe von einer wissenschaftlichen Disziplin überhaupt gesprochen werden könne. Deren Professionalisierung begann, folgt man Davidson, im frühen 19. Jahrhundert; zugleich intensivierte sich die Zusammenarbeit von Paläontologen und Illustratoren. Pikanterweise nutzten letztere im Einklang mit ersteren nicht selten künstlerische Freiheiten. Mitunter ließen sie gar ihrer Fantasie freien Lauf. []

Vor dem Zechensterben. Vom richtigen Zeitpunkt mit dem Schreiben zu beginnen

„Was ich am liebsten mag am Storytelling“, so hat es der Regisseur Quentin Tarantino unlängst in einem Interview über seinen aktuellen Film Django Unchained verraten, „ist die Entwicklung, die eine Geschichte durchläuft.“ Die ganze Geschichte, die sich im Material versteckt, könne erst dann erfasst werden, wenn „man damit anfängt, sie aufzuschreiben.“ []

Vor dem Zechensterben. Vom richtigen Zeitpunkt mit dem Schreiben zu beginnen

„Was ich am liebsten mag am Storytelling“, so hat es der Regisseur Quentin Tarantino unlängst in einem Interview über seinen aktuellen Film Django Unchained verraten, „ist die Entwicklung, die eine Geschichte durchläuft.“ Die ganze Geschichte, die sich im Material versteckt, könne erst dann erfasst werden, wenn „man damit anfängt, sie aufzuschreiben.“ []

Über die Relevanz von Märchen im 21. Jahrhundert

Märchen sind kommerzielle Produkte. Ob Modebranche oder Hollywood – die Industrie weiß um das ungebrochene Interesse der Öffentlichkeit. Man lockt, verführt zum Kauf mit uralten Erzählungen, von denen ein die Zeit überbrückender Zauber auszugehen scheint. Diese schaffen das, was nur den wenigsten Werken gelingt: alle Altersklassen über die Nationengrenzen hinweg anzusprechen. []

Über die Relevanz von Märchen im 21. Jahrhundert

Märchen sind kommerzielle Produkte. Ob Modebranche oder Hollywood – die Industrie weiß um das ungebrochene Interesse der Öffentlichkeit. Man lockt, verführt zum Kauf mit uralten Erzählungen, von denen ein die Zeit überbrückender Zauber auszugehen scheint. Diese schaffen das, was nur den wenigsten Werken gelingt: alle Altersklassen über die Nationengrenzen hinweg anzusprechen. []

Zauberhaft und ungeheuer. Audiotanne C: Rund um Erzählen, Hören und Sehen heute

Auch wenn die Märchen der Brüder Grimm immer wieder in reichlich bebilderten Büchern erscheinen und sich offensichtlich noch 200 Jahre nach ihrer Erstausgabe gut verkaufen, haben die Märchenbücher Konkurrenz bekommen, die ihnen zusetzt: Hörspiele, Kinofilme und moderne Geschichten verändern die Rahmenbedingungen des Erzählens und wirken auf unsere Erinnerungen ein. Die hier präsentierten Audiofiles der Ausstellung „Zauberhaft und ungeheuer“ aus dem Arnsberger Sauerland-Museum fokussieren auf die unterschiedlichen Medien, die das klassische Erzählen flankieren, wenn nicht gar abzulösen beginnen. Dritter und letzter Teil der Projektergebnispräsentation der Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen, die in Kooperation mit der Museumsagentur dingedurchdenken durchgeführt wurde. []

Zauberhaft und ungeheuer. Audiotanne C: Rund um Erzählen, Hören und Sehen heute

Auch wenn die Märchen der Brüder Grimm immer wieder in reichlich bebilderten Büchern erscheinen und sich offensichtlich noch 200 Jahre nach ihrer Erstausgabe gut verkaufen, haben die Märchenbücher Konkurrenz bekommen, die ihnen zusetzt: Hörspiele, Kinofilme und moderne Geschichten verändern die Rahmenbedingungen des Erzählens und wirken auf unsere Erinnerungen ein. Die hier präsentierten Audiofiles der Ausstellung „Zauberhaft und ungeheuer“ aus dem Arnsberger Sauerland-Museum fokussieren auf die unterschiedlichen Medien, die das klassische Erzählen flankieren, wenn nicht gar abzulösen beginnen. Dritter und letzter Teil der Projektergebnispräsentation der Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen, die in Kooperation mit der Museumsagentur dingedurchdenken durchgeführt wurde. []