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Landesministerien BaWü

Vom Fundus über den Kubus zum # – Zum fünfjährigen Jubiläum des schulübergreifenden Seminarkurses „NS in KA“

Mit jungen Menschen lokalgeschichtliche Themen erforschen und einer Öffentlichkeit vermitteln, das ist das zentrale Anliegen, das die Projektpartnerschaft „Nationalsozialismus in Karlsruhe“ mit dem gleichnamigen schulübergreifenden Seminarkurs in der Jahrgangsstufe 1 seit nunmehr fünf Jahren verfolgt. Die Verbindung aus wissenschaftlicher und künstlerischer Auseinandersetzung zu Persönlichkeiten oder Ereignissen vor Ort fordert und fördert interessierte Schüler*innen des Bismarck-,

Präsentation der Abschlusspublikation im Staatsarchiv Ludwigsburg: Die badischen und württembergischen Landesministerien in der Zeit des Nationalsozialismus

Es ist geschafft! Am 29. April 2019 wurde im Staatsarchiv Ludwigsburg nach mehr als vier Jahren intensiver Forschungs- und Schreibarbeit der erste Teil der Abschlusspublikationen unseres Forschungsprojekts der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor der öffentlichen Abendveranstaltung betonte die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer vor der Presse, dass der „verantwortungsvolle Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus […]

Vortragsveranstaltung und Buchpräsentation am 29.04.2019 um 17 Uhr im Staatsarchiv Ludwigsburg

Programm Begrüßung: Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg) Grußworte: Theresia Bauer, MdL (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) Christoph Dahl (Geschäftsführer Baden-Württemberg Stiftung) Prof. Dr. Sabine Holtz (Vorsitzende der Komission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg) Dank: prof. Dr. Wolfram Pyta (Universität Stuttgart, Kommission „Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der

Buchpräsentation: Die badischen und württembergischen Landesministerien in der Zeit des Nationalsozialismus

Es ist so weit! Seit einigen Tagen liegt die erste große Abschlusspublikation unseres Forschungsprojekts als Buch vor. Die von Frank Engehausen, Sylvia Paletschek und Wolfram Pyta herausgegebene Publikation dokumentiert in zwei Teilbänden die Entwicklung der „Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ im systematischen Zugriff auf die Einzelressorts. Der umfangreiche Doppelband (LXXXI

„jenes Maß von Güte, welches Eigenschaft eines Arztes sein muß“ – Dr. med. Carl Trappmann als Gutachter in Mannheimer Strafverfahren 1939 und 1943.

Auf der Zielgeraden des Forschungsprojekts „Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ beschäftigt sich der Verfasser dieser Zeilen seit einiger Zeit auch wieder mit Themen, die nicht direkt mit der regionalen Ministerialbürokratie im „Dritten Reich“ in Berührung stehen. Ständige Begleiter bleiben ihm aber die aus dem Projekt vertrauten Typen von

Von „echten“ und „nicht echten“ Homosexuellen – zur Bedeutung medizinischer Gutachten bei der Verfolgung Homosexueller während der nationalsozialistischen Herrschaft

Die Tätigkeit der Gesundheitsbehörden in der NS-Zeit hat zuletzt verstärkt Aufmerksamkeit gefunden wegen ihrer Beteiligung an Zwangssterilisationen und „Euthanasie“. Aber auch bei der Verfolgung homosexueller Männer spielten sie eine bedeutende Rolle, denn die von Medizinern erstellten Gutachten wirkten sich mitunter deutlich auf das verhängte Strafmaß aus. Im Allgemeinen ist die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus, ähnlich

Amtsübernahme auf die rabiate Art: Wie Otto Wacker am 11. März 1933 ins badische Kultusministerium einzog

Vor einiger Zeit ist an dieser Stelle darüber berichtet worden, wie die badischen Nationalsozialisten mit ihrem Versuch scheiterten, ihrer Machtübernahme in Karlsruhe im März 1933 einen Platz im politischen Festkalender des „Dritten Reiches“ zu sichern. Neben äußeren Widrigkeiten – etwa einem Besuch Hitlers in Karlsruhe gerade an jenen Tagen des Jahres 1936, an denen man

Wie ein „Führer der Hochschule“ ausgewählt wurde: Der Karlsruher Rektoratswechsel von 1935

Am 21. August 1933 erging ein Erlass des badischen Kultusministers Otto Wacker an die Rektoren und Senate der Universitäten Freiburg und Heidelberg sowie der Technischen Hochschule Karlsruhe, der den für die bisherige Geschichte der Universitäten zentralen Grundsatz der akademischen Selbstverwaltung mit einem Federstrich beseitigte. Der Kern des Erlasses war sein erster Abschnitt, in dem der

Die pädagogische Mobilmachung – Schule in Baden im Zeichen des Nationalsozialismus

Ingeborg Wiemann-Stöhr hat im vergangenen Jahr ihre Doktorarbeit über die „pädagogische Mobilmachung“ in Baden im „Dritten Reich“ veröffentlicht. Ihre Arbeit bietet zahlreiche thematische Anknüpfungspunkte zu kultur- und bildungsgeschichtlichen Fragestellungen, die auch in unserem Forschungsprojekt eine Rolle spielen, und wir freuen uns deshalb, dass Frau Wiemann-Stöhr ihre Arbeit an dieser Stelle selbst knapp porträtiert. Die vorliegende

Tagungsband über die deutsch-französischen Besatzungsbeziehungen im 20. Jahrhundert erschienen

Allen, die schon länger darauf gewartet haben, und auch jenen, die noch nicht wissen, was sie im neuen Jahr lesen sollen, können wir die erfreuliche Mitteilung machen, dass der Tagungsband zu unserer Projektveranstaltung vom Frühjahr 2016, die den deutsch-französischen Besatzungsbeziehungen im 20. Jahrhundert gewidmet war, jetzt erschienen ist. Im Mittelpunkt der im Generallandesarchiv Karlsruhe in

Die „fürsorgerische Überwachung“ von „Personen, die dringend verdächtig sind, geschlechtskrank zu sein und die Geschlechtskrankheit weiter zu verbreiten“ – Zur Tätigkeit der Gesundheitsbehörden in Karlsruhe und Stuttgart

Das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten vom 18. Februar 1927 hielt in seinem dritten Paragrafen Folgendes fest: „Die Durchführung der aus diesem Gesetz erwachsenden gesundheitlichen Aufgaben ist Gesundheitsbehörden zu übertragen“. Den Gesundheitsbehörden, die in der Folge Sektionen der Städtischen Gesundheitsämter bildeten – oftmals aber auch als dem Gesundheitsamt gleichbedeutend zu verstehen waren – oblag also

„Das Sondergericht der damaligen Zeit hatte mit politischen Prozessen kaum etwas zu tun“: Die Lügen des Richters Alfred Hanemann vor der Spruchkammer und der Fall Blümel

Nach der Einrichtung der Sondergerichte am 21. März 1933 urteilten sie jene Strafbestände ab, die die Nationalsozialisten zur Durchsetzung ihrer Herrschaft und Unterdrückung gegnerischer Parteien sowie zur Kriminalisierung parteiunliebsamer Aussagen und Handlungen installiert hatten. Der ehemals deutschnationale Reichstagsabgeordnete Alfred Hanemann wurde zum ersten Vorsitzenden des in Mannheim eingerichteten Sondergerichtes bestellt. Während seines Spruchkammerverfahrens leugnete er

Badische Ministerialbeamte und Angestellte in französischer Internierungshaft: Die Folgen der späten Räumung des Kultusministeriums in Straßburg am 22. und 23. November 1944

In der Spruchkammerakte Paul Schmitthenners, dessen Nachkriegslebensweg an dieser Stelle schon mehrfach (Siehe Beitrag vom 28.06.2018, sowie Beitrag vom 28.05.2017) beleuchtet worden ist, findet sich als jüngstes Schriftstück eine am 3. Dezember 1954, dreieinhalb Jahre nach der Einstellung seines Verfahrens, angefertigte Aktennotiz aus der Hand eines pensionierten Ministerialrats, der die Frage geprüft hatte, ob das Spruchkammerverfahren

Lediglich nominelles Mitglied der NSDAP oder „ehrlicher Anhänger des Führers“? Zur Parteimitgliedschaft des Gymnasialdirektors Kurt Jacki

Die Bewertung der NSDAP-Parteimitgliedschaft von Beamten ist – worüber der Verfasser dieser Zeilen und mit ihm alle anderen Projektbeteiligten ausgiebige Klagen führen könnten – ein ungemein schwieriges Geschäft, da die Quellen es nur in seltenen Fällen ermöglichen, klare Aussagen über die Motive des Parteieintritts zu treffen. Von den Betroffenen selbst liegen hierzu zumeist nur retrospektive

Vertreibung durch den Gauleiter oder Selbstopferung aus Spargründen? Der Rücktritt des Leiters des badischen Justizministeriums Johannes Rupp nach fünfwöchiger Amtszeit im April 1933

Über die Vorgeschichte und die Begleitumstände der Bildung der kommissarischen Regierung, deren Einsetzung am 11. März 1933 das Schlüsselereignis der nationalsozialistischen Machtübernahme war, liegen nur spärliche zeitgenössische Quellen vor. Wem die kommissarische Leitung des Justizministeriums zufallen sollte, war, glaubt man der viel später entstandenen politischen Autobiographie des Vorsitzenden der NSDAP-Landtagsfraktion und kommissarischen Leiters des Finanzministeriums

Ein vorbestrafter Nicht-Jurist als Justizminister: Otto Wackers Ernennung zum Leiter des badischen Justizministeriums im April 1933

Auf die seit jeher schwierige Frage, welcher fachlichen Qualifikationen es zur Übernahme eines Ministeramtes bedurfte, ließen sich seit der Demokratisierung der politischen Systeme in der Weimarer Republik kaum noch klare Antworten geben. Von der Öffnung der politischen Spitzenämter für Kandidaten nur nach ihren Parteimeriten blieben lediglich die Justizministerien weitgehend ausgenommen. Hier galt, wenn man auf

„Die Partei vor eigensüchtige Wünsche spannen“ – Das Karrierestreben einer Karlsruher Lehramtsassessorin und die Widerstände des Kultusministeriums dagegen

Die 1933 in die Schlüsselstellen der Ministerialbürokratie gelangten Nationalsozialisten waren zwar mit den NSDAP-Parteistellen in den politischen Zielen einig, gerieten aber mitunter mit jenen in Konflikt über die Wege, auf denen diese Ziele erreicht werden sollten. Der Verfasser dieser Zeilen hat eine solche Konstellation vor einigen Wochen in einem Blogartikel beleuchtet, der einen Streit zwischen

„Im Zusammenhang mit den Abwehrmaßnahmen gegen die Greuel-Propaganda sind unbedingt auch dauernde Massregeln erforderlich“: Die Forderung Alfred Hanemanns nach Entlassung jüdischer Beamter in Baden

In seinem Beitrag zur badischen Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in Baden konnte der Autor skizzenhaft aufzeigen, dass die badischen Deutschnationalen im Gegensatz zu den Parteikollegen auf Reichsebene aufgrund ihrer Schwäche und der daraus resultierenden oppositionellen Stellung im Land nicht zu einer regierungsfähigen Partei avancieren konnten, sondern sich vor allem ab 1929 ins Schlepptau der Nationalsozialisten nehmen

Opfer des „unmenschlichen Massenverbrechens“ der Internierungshaft und „Schlachttier auf dem Altar der Spruchkammer“ – Paul Schmitthenners Wahrnehmung der Entnazifizierung

Die Bilanzen, die die historische Forschung über die Entnazifizierung gezogen hat, sind ganz überwiegend negativ. Dies gilt zum einen für ihre Gesamtwirkung, da sie statt der beabsichtigten dauerhaften Ausschaltung ehemaliger Nationalsozialisten aus dem öffentlichen Leben durch die Entwicklung der Spruchkammern zu „Mitläuferfabriken“ einer weitreichenden mittelfristigen Re-Nazifizierung, zum Beispiel der Beamtenschaft, Vorschub geleistet habe. Zum anderen

„Hornbebrillte Memmen oder Kerle, die das Leben anpacken?“ Ein Konflikt zwischen Kultusminister Otto Wacker und der badischen NS-Parteipresse über die Schulpolitik im Sommer 1934

Der badische Kultusminister Otto Wacker, in dessen Ressort nach Einschätzung seines Ministerkollegen Paul Schmitthenner der „Lufthauch schneidender“ war als in den übrigen Landesministerien, trat im ersten Jahr nach seiner Amtseinsetzung in der Schulpolitik mit zahlreichen Maßnahmen hervor, die darauf zielten, das badische Schulwesen rasch nach den nationalsozialistischen Leitvorstellungen umzugestalten. Hierzu zählten neben verschiedenen Erlassen, die

Zeugeneinschüchterungen durch die SA und Reaktionen des badischen Justizministeriums darauf – ein Rastatter Fall vom Herbst 1934

Alle nationalsozialistischen Landesminister bemühten sich darum, den Eindruck zu erwecken, dass die Autonomie der Staatsverwaltung auch nach der Machtübernahme fortexistierte und die Ministerien nicht bloß als verlängerter Arm der NSDAP-Parteistellen agierten. Besonders schwierig war diese Aufgabe für die Landesjustizministerien. Einerseits musste man darauf Rücksicht nehmen, dass die rechtsstaatlichen Prinzipien seit Generationen fest in der Gesellschaft

„Sagt man im dritten Reich ein wahres Wort/Kommt gleich die Polizei & holt einen fort“. Ein Bammentaler Schmähdichter vor dem Sondergericht Mannheim

Der Verfasser dieser Zeilen hat sich in letzter Zeit häufiger mit den im Generallandesarchiv Karlsruhe überlieferten Akten des Sondergerichts Mannheim beschäftigt. Eines der projektrelevanten Ziele, die er damit verbindet, ist zu überprüfen, inwieweit die politisch unerwünschten Meinungsäußerungen, die von den Sondergerichten kriminalisiert wurden, sich auf regionale Phänomene der nationalsozialistischen Herrschaft im Allgemeinen und die Tätigkeit

Erinnerungskultur am Bundesgerichtshof – ein Nachtrag

1957 ließ der Bundesrichter und damalige Präsident des Bundesgerichtshofs (BGH) Hermann Weinkauff im ehemaligen Erbgroßherzoglichen Palais in Karlsruhe (heute Hauptgebäude des BGH) eine Gedenktafel anbringen, um an die „34 Mitglieder des Reichsgerichts und der Reichsanwaltschaft“ zu erinnern, „die in den Jahren 1945 und 1946 in den Lagern Mühlberg an der Elbe und Buchenwald umgekommen sind“.

Justizbehördliche Erinnerungskultur im Wandel: Eine aus der Zeit gefallene Gedenktafel im Bundesgerichtshof

Seit geraumer Zeit schwelt eine geschichtspolitische Kontroverse um eine Gedenktafel im Bundesgerichtshof, die an „34 Mitglieder des Reichsgerichts und der Reichsanwaltschaft“ erinnert, „die in den Jahren 1945 und 1946 in den Lagern Mühlberg an der Elbe und Buchenwald umgekommen sind“. Angebracht wurde die Tafel im Jahr 1957, um, wie es der damalige Präsident des Bundesgerichtshofs

Unrechtsstaat und nationalsozialistische Vetternwirtschaft: Wie Innenminister Pflaumer das enteignete Vermögen der Arbeiterbewegung zur Protektion des Gestapochefs Berckmüller missbrauchte

Zurecht wird die Herrschaft des Nationalsozialismus mit einer Politik der Willkür, Korruption, Unterdrückung und Gewalt verbunden. Der NS-Staat gilt deshalb als Symbol für den Unrechtsstaat schlechthin. In der täglichen Herrschaftspraxis lässt sich indes bei vielen wichtigen Akteuren des nationalsozialistischen Systems wie den Landesministern ein eigentümliches Nebeneinander der Orientierung an bestehenden Regeln, Normen und Gesetzen einerseits

Das „Dirnentum [tritt] heute noch stark in Erscheinung“ – Notizen zu einer Polizeiaktion gegen Prostituierte und Zuhälter in Mannheim und Karlsruhe, 1934

Am 16. Juni 1934 wandte sich das badische Innenministerium mit einem Schreiben, die „Bekämpfung des Dirnentums und der Zuhälterei“ betreffend, an die Polizeipräsidien Mannheim und Karlsruhe sowie an die Bezirksämter und Polizeidirektionen Heidelberg, Freiburg, Pforzheim, Baden-Baden, Lörrach und Konstanz. In diesem Schreiben konstatierte der Innenminister, dass bisher keine umfassenden polizeilichen Maßnahmen gegen das Prostitutionsgewerbe ergriffen

„Die NSDAP ist eine Hure, der Staat ihr Zuhälter“ – Die Wut der Therese Oetzel und ihre tragischen Folgen

Am 9. Februar 1938 gab die 48jährige Karlsruherin Therese Oetzel mehrere Briefe bei der Post auf, die an verschiedene Staats- und NSDAP-Parteistellen gerichtet waren, darunter die Reichskanzlei in Berlin und die badische Reichsstatthalterei. Das kurze an den Reichsstatthalter und badischen Gauleiter der NSDAP Robert Wagner gerichtete Schreiben nahm zunächst Bezug auf den bevorstehenden Zusammentritt des

Unterstützung „alter Parteigenossen“ durch die badische Ministerialbürokratie: der Fall Gustav Mussgnug

So rigoros die nationalsozialistischen Machthaber in den badischen Landesministerien im Frühjahr 1933 ihre neugewonnene personalpolitische Verfügungsgewalt für die rassistische und politische „Säuberung“ des öffentlichen Dienstes nutzten, so vorsichtig zeigten sie sich bei der Förderung eigener Altparteigenossen. Bereits bei einer Sitzung der kommissarischen Regierung am 27. März 1933 gab Robert Wagner für die Beamtenpolitik die Parole

„Dem Ermächtigungsgesetz werden wir als geborene antiparlamentarisch eingestellte Menschen selbstverständlich zustimmen“: Die Deutschnationalen in Baden als Wegbereiter des Nationalsozialismus

Selbst in umfangreichen Forschungswerken über den Nationalsozialismus, seinen Aufstieg sowie die Machtübernahme erscheint die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) lediglich am Rande. Freilich lässt sich darüber spekulieren, wie der Verlauf der Geschichte ausgesehen hätte, wenn der Medienmogul Alfred Hugenberg im Januar 1933 nicht in eine Koalitionsregierung mit Hitler eingetreten wäre. Der Autor forscht gegenwärtig zur Geschichte der

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus möchten wir an die Beteiligung der Landesministerien insbesondere an den Anfängen der rassistischen und politischen Verfolgungen erinnern. Maßgeblich war sie im Vollzug des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933, das die Grundlage für die weitgreifenden Entlassungen von den Nationalsozialisten unerwünschten Beamten, Angestellten und Arbeitern

„Schule der nationalsozialistischen Weltanschauung“: Die Auseinandersetzung über den Bezug der NS-Presse durch Beamte

Die Beziehungen und Machtverhältnisse zwischen den Gauleitungen der NSDAP und den Landesministerialverwaltungen bilden eines der Kernthemen des Projekts. Der stetige Kampf um die Oberhoheit im nationalsozialistischen Staat, der diese Beziehungen kennzeichnete, manifestierte sich nicht zuletzt in zahlreichen symbolischen Fragen wie beispielsweise dem Besuch von Parteiveranstaltungen durch Ministerialbeamte oder dem Bezug der Parteipresse. Gerade dem Bezug