Planet History

Marchivum

Wir sagen Tschüss

Über zwei Jahre haben wir mit dem Blog den Umbau begleitet. Nach 153 Beiträgen und über 34.000 Aufrufen sagen wir nun Tschüss! Der Blog hat uns allen im Team eine Menge Spaß gemacht. Wir haben einiges über das „Blog-Machen“ gelernt und auch ganz neue Einsichten in Bereiche gewonnen, die wir so sonst nie bekommen hätten.…

Wieder offen

Lesesaal und Bauaktenarchiv im MARCHIVUM sind wieder geöffnet. Wir haben uns am ersten Öffnungstag am 20. März umgeschaut. Lesesaal „Das ein oder andere fehlt noch, aber sonst super“ Petra Castellaneta, die den Lesesaal leitet und den Besuchern bei der Recherche hilft, muss sich noch an die neuen Räumlichkeiten gewöhnen. Aber sie ist sehr froh, dass…

Mit dem Aufzug durch das MARCHIVUM- Eindrücke vom Tag der offenen Tür

13.000 begeisterte Besucher waren gestern zum Tag der offenen Tür im MARCHIVUM. Leon Igel hat sich umgeschaut und mit den Besuchern gesprochen. Lange Schlangen bilden sich vor den Aufzügen im Eingangsbereich des neuen MARCHIVUM. „Zum Treppenhaus geht es dort links entlang“, sagt Mitarbeiterin Susanne Vogt zu einer Besuchergruppe vor dem Aufzug. Zum Tag der offenen…

Bye Bye Collini-Center

Der Umzug ist abgeschlossen: Jetzt sagen wir definitiv Bye Bye. Mit einigen kleinen Filmen aus dem Archiv des RNF schauen wir noch einmal in die jüngere Geschichte des Stadtarchivs zurück. 1997 entstand ein kleiner Imagefilm, der einen Einblick in den damaligen Bestand gibt und einige ehmalige und auch noch heutige Mitarbeiter zeigt. Einen schönen Einblick zur…

Vom Bunker im Nachbarsgarten

Von Efeu zugewachsen steht er in beschaulichem Umfeld in Neuostheim zwischen Böcklin- und der Feuerbachstraße, auf dem Kirchengelände von St. Pius: Einer der kleinsten Luftschutzbunker Mannheims. Zur Geschichte des Bunkers  Obwohl es schon sehr früh Pläne für den Hochbunker gab, wurde mit dem Bau erst 1944 begonnen. Der Grund lag vor allem darin, dass die…

„Wir nehmen die Geschichte aus dem Archiv und machen sie lebendig“

Der Kanadier Stacey Spiegel ist Spezialist für multimediale Inszenierungen. Er begleitet die Arbeit der beiden Ausstellungsteams des MARCHIVUM, berät in Fragen der technischen Möglichkeiten und gibt Hinweise, wie man komplexe Inhalte multimedial und interaktiv umsetzen kann. Wir haben mit ihm über seine Arbeit gesprochen. Blog: Was war für Sie ausschlaggebend, sich auf das Projekt in…

Ortstermin für die Ausstellungen

Konzepte für die beiden Ausstellungen im MARCHIVUM zu entwickeln ist der eine Teil der Arbeit. Der andere ist die Präsentation vor Ort: Wie wird das Material, die Fotos und Filme an den Wänden wirken? Wie hören sich gesprochene Texte in den Räumen an? Dafür gab es Mitte Februar einen Ortstermin mit technischem Equipment. Zwei Ausstellungsflächen…

Luise Weiß – selbstloser Einsatz im Schönau-Bunker

Luise Weiß hat am Ende des Zweiten Weltkriegs im Schönau-Bunker sehr viel Zivilcourage bewiesen. Wer sich mit dem Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzt, wird unweigerlich mit drei bedeutenden Namen der deutschen Geschichte konfrontiert: Claus Schenk Graf von Stauffenberg sowie den Geschwistern Hans und Sophie Scholl. Obgleich es keine „einheitlich auftretende und handelnde deutsche Widerstandbewegung“…

Ökologisch und attraktiv: Die Außengestaltung des MARCHIVUM

Bis zur Eröffnung im nächsten Monat wird auf Hochtouren gearbeitet, um dem MARCHIVUM den letzten Schliff zu geben. Aber auch danach gibt es noch Entwicklungspotential in der Umgebung. Am Mittwoch, den 31. Januar stellte Dr. Christoph Popp vom MARCHIVUM auf der Bezirksbeiratssitzung im Neckarstädter Bürgerhaus den aktuellen Sachstand des Außengeländes des Gebäudes öffentlich vor.  Die…

Drehort für „Die Köchin des Kommandanten“

Das Gerüst umgab Ende September 2017 noch den gesamten Bunkerbau, da bevölkerte ein kleines Filmteam schon das gerade fertig gestellte Magazin des neuen MARCHIVUM. Inmitten der neuen Regale fand der Auftakt zu den Dreharbeiten  des neuesten Films des Stadtarchivs Mannheim statt: „Die Köchin des Kommandanten – Zwei Wege nach Auschwitz“ Mit Christina Stihler von ideas…

„Die Mannheimer wollen niemals mehr in die Bunker …“

Diese Äußerung des Mannheimer Oberbürgermeisters Hermann Heimerich stieß wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sicherlich auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Damals dienten die Zellen des Hochbunkers aufgrund der Wohnraumnot als willkommene Quartiere, die allerdings nach und nach zu Obdachlosenunterkünften abgewirtschaftet wurden. Erst 1966 war das erklärte Ziel der Stadtverwaltung erreicht, allen Bewohnern den Auszug…

Beton, Kriegsbauten, Kirchen – Die Kirche von Nevres

Bunker bieten, wie andere Kriegsbauten auch, die Möglichkeit auf empathische und symbolhafte Art menschliche Regungen zu gestalten. Man projiziert Monumentalität und Schutzhaftigkeit in das Gebäude, genauso wie eine gewisse dramatische Emotionalität. Eine Frage jedoch stellt sich: in wie weit ist ein Kriegsbau, speziell ein Bunker, als Kirchensymbol und Sakralbau angemessen? Das Material, der Beton, kann…

Dornröschenschlaf für das Filmmaterial

Im Keller des MARCHIVUM wurde diese Woche die Kältekammer in Betrieb genommen, in der die historische Filmrollen nach dem Umzug quasi in einen „Dornröschenschlaf“ versetzt werden. „Filmschätze retten!“ – Das Stadtarchiv versucht – unterstützt vom „Mannheimer Morgen“ und dem „Rhein-Neckar-Fernsehen“- mit einem großen Spendenaufruf die wunderbaren Filme digitalisieren zu lassen, die in der Filmsammlung des…

Fallout Shelter – Überleben im Bunker als Handyspiel

Überleben nach dem Atomkrieg im Bunker via Mobilegame auf dem Handy – Sven Kaulbarsch hat sich das genauer angeschaut und bewertet. Ob im Bonner Regierungsbunker oder dem Dortmunder Sonnenbunker: Zur Zeit des Kalten Krieges simulierte die Bundesrepublik Deutschland, für den Fall eines Atomkrieges, den Lebensalltag  in den Zufluchtsstätten. Im Zeitalter des Smartphone kann dies heute…

Die Akten ziehen um

Ende November begann der Umzu der Akten. 100.000 Archivkartons, Planschränke mit Plänen und Plakaten ziehen in die Neckarstadt. Bevor der erste LKW losfahren konnte, mussten erst einmal Vorbereitungen dafür getroffen werden: Absperrungen und Sichtschutz auf dem Weg durch das Collini Center zum LKW, der Boden im Archiv musste in weiten Teilen abgedeckt werden, Wände und…

Fassadenbemalung als Zeitdokument

Viele Bunker prägen heute noch das Stadtbild deutscher Städte. Während ihre hohen Betonmauern einst Schutz boten, dienen heute viele davon als Leinwand für Kunstprojekte. In Bremen und Düsseldorf finden sich zwei außergewöhnliche Beispiele für die „Kunst am Bunker“.  Der Bunker Pastorenweg in Bremen Obwohl nicht höher als die umliegenden Wohnhäuser, sticht im Bremer Pastorenweg im…

Meßplatzbunker: der Fall Harry Scholz

Der aus Breslau stammende Malermeister Harry Scholz träumte davon, sich durch ein kleines Einkaufszentrum im Meßplatzbunker eine neue Existenz aufbauen zu können. Anfang der Kriegsjahre gebaut, stellte sich der für Passanten gedachte Schutzraum unter dem Alten Meßplatz als nicht standhaft genug für die Bomben heraus. Zunächst wurde er noch von den Mannschaften der Fesselballone und…

Achtung, frisch gestrichen!

Das Farbkonzept für das MARCHIVUM steht ganz unter dem Motto: Kontraste. Dabei sollen sich die neu hinzugefügten Bauelemente ganz klar vom alten Bunker unterscheiden, innen wie außen. So ergibt sich ein spannungsreicher Effekt zwischen „damals“ und „heute“. Für die Außenfassade bedeutet das, dass ein helles Grau als Anstrich für die Fassade des ehemaligen Bunkers gewählt…

Leuchtendes MARCHIVUM

Am 11. November lockte die Lichtmeile in die Neckarstadt-West. Wie in den letzten Jahren zog es auch dieses Mal viele Fans des abendlichen Kultur- und Kunstevents in den Stadtteil. Zum ersten Mal mit dabei war das MARCHIVUM. Das Bauwerk strahlte in die Nacht hinein. Hell beleuchtet war das oberste Geschoss, und von der Fassade blickten…

Wärme fürs Marchivum Teil 3

Wir haben schon über das Wärmekonzept – Wärme aus Abwasser – für den Bunker berichtet. Aber wie sieht das konkret aus: wie kommt die Wärme in die Räume und wie wird das System gesteuert? Aber alle vier Systeme sind gleich aufgebaut und holen sich einen Teil ihrer Energie aus dem Abwasser aus dem Kanal vor…

Firmenbunker in Mannheim

Auch die Firmen bauten Bunker zum Schutz ihrer Produktion und Arbeiter. Noch gibt es auf den Werksgeländen Mannheimer Firmen einige intakte Bunkeranlagen. Bei den Firmenbunkern handelt es sich in der Regel um Hochbunker, die in der zweiten Welle des „Führer-Sofortprogramms“ entstanden. Sie sind das Ergebnis der Erkenntnis, die Angriffe alliierter Bomber auf deutsche Städte nicht…

Juni 1964 – Testlauf für den Ernstfall

Im Juni 1964 wurden im ersten ABC- sicheren Bunker Deutschlands, in Dortmund, 154 Menschen für 6 Tage unter die Erde geschickt. Der Kalte Krieg: Fallende Bomben, Kriegsflüchtlinge und Kriegsdienst waren zu Erinnerungen geworden, doch der Konflikt West gegen Ost hing nun wie eine drohende Wolke über der Welt. Regierungen widmeten sich neben dem Alltagsgeschäft der…

Filmabend am 26.10.2017: Historische Filmschätze werden fürs MARCHIVUM digital

Fraglos, wenn die beiden neuen Ausstellungen in 2019 eröffnen, dann sind sie die Blickfänger und heimlichen Stars: Die über 450 Filmschätze, die zur audiovisuellen Sammlung im Stadtarchiv zählen. Ihre komplette Digitalisierung ist unverzichtbare Voraussetzung, damit die Filmspulen nicht allmählich sich zersetzen und zerfallen. Selbst beste Lagerung kann diesen Zerfallsprozess nicht völlig stoppen. Im neuen MARCHIVUM…

Frischluft für den Bunker

Nicht nur Wärme braucht der Mensch zum Arbeiten, sondern auch gute Luft. Und die Anlage für das Lüftungssystem ist im Marchivum äußerst beeindruckend. Im Untergeschoss liegt die Zentrale für die gesamte Technik des Gebäudes: Von hier wird der gesamte Bunker versorgt: Wärme, Kälte, Strom, Wasser, Abwasser und die frische Luft in den Büro- und Ausstellungsräumen.…

Ab ins MARCHIVUM! Der Umzug steht vor der Tür

Nach aufwendiger Vorplanung startet das Stadtarchiv Mannheim – ISG im November 2017 mit dem Umzug seiner Archivmaterialien. Nicht weniger als 13 Regalkilometer an städtischen Akten und anderen, kostbaren Unterlagen aus der Geschichte und Gegenwart Mannheims müssen vom Collini-Center in das neue MARCHIVUM in der Neckarstadt-West transportiert werden. Und zwar so, dass alles sorgfältig verpackt und…

Erinnerungen 3: Heute fängt der Krieg an …

Der Mannheimer Künstler Herbert Halberstadt kann sich noch sehr gut an die NS-Zeit und den Krieg erinnern. Sven Kaulbarsch hat mit ihm ein Gespräch geführt, das länger dauerte als beabsichtigt … Halberstadt, Jahrgang 1935, ist im Stadtteil Neckarstadt-West geboren und aufgewachsen, sodass seine Biographie unweigerlich mit der Geschichte des Ochsenpferchbunkers verbunden ist. Erinnerungen an den…

2013: Erblast D – eine Ausstellung

Das 3.OG im Bunker war 2013 die letzte Station einer ganz außergewöhnliche Kunstinstallation: 24 Arbeiten der gebürtigen Mannheimerin Uscha Rudek-Werlé beschäftigen sich mit dem Holocaust. Uscha Rudek-Werlé ist 12 Jahre alt, als sie in der Schule auf Veranlassung der Alliierten einen sogenannte „Pflichtfilm“ über die Gräuel in den Konzentrationslagern anschauen muss. Sie ist erschüttert. Aber…

Umzug #3

Heute ein Blick auf die Arbeiten und Vorbereitungen für den Umzug im Gebäude des Marchivums. Die letzten beiden Berichte erzählten von den Arbeiten im „alten Stadtarchiv“ im Collini-Center: Von der Bestandsaufnahme in den Magazinen, von den dreizehn laufenden Kilometer Akten, von der Verpackung der Archivalien in alterungsbeständige „Normalpakete“ und von der Mühe, diese Menge von…

Abriss bedeutet Verlust von Geschichte

In Ludwigshafen haben sieben Geschichtsbegeisterte einen Bunkerverein gegründet, der ein Bunkermuseum eröffnen will. Archive sind magische Orte. Dicht an dicht stehen Papiere und Bücher in Regalen gedrängt und verdecken das Weiß der Wände. Es riecht nach alten Ereignissen und Druckerschwärze und inmitten befinden sich die Archivare, die Wege zu längst vergangenen Tage aufzeigen können. Unter…

Der Weg zum Marchivum wird ins rechte Licht gerückt

Der Weg vom geplanten Parkplatz in das zukünftigen Marchivum  führt unter der Jungbuschbrücke hindurch und soll aufgewertet und besser ausgeleuchtet werden. Verbunden werden sollen beide Elemente durch eine Wegeleitung Für die konkrete Umsetzung hat die Stadt Mannheim einen Auftrag ausgeschrieben, den Zuschlag bekamen am Ende die Netzwerkarchitekten in Mannheim. Sie lieferten den besten Entwurf, auch…

Die geplanten Ausstellungen für das MARCHIVUM

Wie plant man eine stadtgeschichtliche Ausstellung, wie ein NS-Dokumentationszentrum? Zwei Ausstellungsteams des künftigen MARCHIVUM stehen vor dieser Aufgabe. Inhalte werden erarbeitet, Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert, Experten zu Rate gezogen, Entscheidungen revidiert und neue auf den Weg gebracht. Mit anderen Worten: Die Köpfe rauchen. Ein Einblick in die Ausstellungsplanung. Stadtgeschichtliche Ausstellung im Erdgeschoss Soviel stand von Anfang an…

Die Luftschutz-Hausapotheke

Leben retten mit Hausapotheken? Zu  jeder Luftschutz-Ausrüstung gehörte auch eine vorschriftsmäßige Luftschutz-Hausapotheke, die in jedem Haus vorhanden sein sollte. Allein 1942 warfen die Alliierten ca. 50.000 Tonnen Brand- und Sprengbomben über Deutschland ab. Bevor viele Menschen durch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg ihre Häuser und Wohnungen verloren, so dass bei Fliegeralarm nur noch die Flucht…

Monte Pinnow – Der Kletterbunker von Sande

Ein missglückter Sprengversuch eines Bunkers nach Kriegsende bescherte dem Deutschen Alpenverein (Sektion Wilhelmshaven) ein Kletterareal der besonders schrägen Art: Den „Monte Pinnow“. Schiefer als der Schiefe Turm von Pisa Der Sander Kletterbunker befindet sich in der Gemeinde Sande (Friesland): Am Hauptbahnhof gelegen, ist er mit 17m Breite und 18m Höhe kaum zu übersehen. Fertiggestellt wurde…

Bunkerordnung – Theorie und Praxis

Wer durfte bei einem Luftangriff eigentlich in einen Luftschutzbunker und wer nicht? Und welche Regeln gab es dort  für einen Aufenthalt? Das ist heute nicht mehr einfach zusammenzutragen. Sven Kaulbarsch hat recherchiert. Die Theorie Gemäß den Vorstellungen der Nationalsozialisten konnten die Luftschutzbunker prinzipiell von jedem deutschen Volksgenossen aufgesucht werden. Dies bedeutete jedoch im Umkehrschluss, dass…