Planet History

Rheinische Geschichte

Digitales Comeback

„Der wertvollste Dreckhaufen der Welt“[1], „Schätze aus dem Schlamm“[2] oder „Wenn ein Archiv an Demenz leidet“[3] – so lauten die aussagekräftigen Zwischenüberschriften im Sonderband der Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln „Geschichte mit Zukunft. 10 Jahre Wiederaufbau des Kölner Stadtarchivs“. Es handelt sich um Zitate aus überregionalen Medien, die beim ersten Durchblättern des Buches ein lebendiges Mehr »

Understanding and overcoming conflict

Unfortunately, we have to postpone next week’s conference “Understanding and overcoming conflict” . The situation regarding the spread of the coronavirus is too unforeseeable and we do not want to you to risk travel restrictions. This was not an easy decision but, in the end, we followed the principle “safety first”. Mit großem Bedauern muss Mehr »

Understanding and overcoming conflict

Die letzte Sektion thematisiert den Faktor der digitalen Zugänge im Kontext des peacebuilding mit Blick auf Social Media, digitale Editionen und Games. The last section covers the factor of digital approaches in representing and building peace by looking at social media, digital editions and games. Chair: Dorothée Goetze Jonas Bechtold, 9.00 am – 9.45 am Mehr »

Understanding and overcoming conflict

In der vierten Sektion geht es sowohl um historisches Lernen, Schulbücher, historische Objekte und Ausstellungen in postkolonialen Kontexten als auch geschichtskulturelle Medien in Ostasien und ein Schulbuch als Versuch des peacebuilding im Israel-Palestina-Conflict. The fourth section examines history teaching, textbooks, historical objects and exhibitions in a post-colonial perspective as well as different media of representing Mehr »

Understanding and overcoming conflict

Die dritte Sektion beschäftigt sich mit historischem Lernen und Erinnerung in Südost und Osteuropa. The third section covers textbooks for historical learning and memories in Southeast and Eastern Europe. Chair: Hans-Dieter Heumann Snjezana Koren, 9.30 am – 10.15 am Textbooks and interethnic conflict in Southeast Europe after the last Balkan war [Abstract will follow]   Mehr »

Die Mendelssohns

Ende 1818 kaufte der Berliner “Erzbanquier” Joseph Mendelssohn ein Landhaus nebst Rebflächen in Horchheim bei Koblenz. 1914, fast hundert Jahre später, wird das seinem Enkel Robert von Mendelssohn gehörende Château Desmirail (Margaux) unter Sequester gestellt. Doch die Liebe der Mendelssohns zu deutschen und französischen Weinen lebt weiter. In Franken gibt es noch heute einen “Weinberg Mehr »

Understanding and overcoming conflict

In der zweiten Sektion geht es um historisches Lernen, Schulbücher für den Geschichtsunterricht und Medien der Geschichtskultur in Zentral- und Westeuropa, vor allem in Frankreich, Deutschland und Österreich. The second section covers historical learning, textbooks for teaching history and other media for historical learning in Central and Western Europe, especially France, Germany and Austria. Chair: Mehr »

Understanding and overcoming conflict

In der ersten Sektion wird sich dem Tagungsthema in einer allgemeineren, fachwissenschaftlichen Perspektive genähert. Es geht um die Frage des Lernens aus der Geschichte am Beispiel des Westfälischen Friedens, der deutsch-französischen Beziehungen und der deutschen Wiedervereinigung aus polnischer Perspektive. The first section approaches the conference topic from a technical historiographic perspective. It circles the question Mehr »

History teaching as a matter of war and peace?

Can history teaching make young people ready for war? – It would be difficult to answer this question on the basis of irrefutable evidence, but it seems reasonable to assume that textbooks and teacher narratives contribute to shape collective “perceptions and misperceptions” (Robert Jervis) relevant to issues of war and peace. In my introductory remarks Mehr »

Willkommen im alten Köln

Der 2018 erschienene 103. Band der Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln enthält fünf der im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung „Willkommen im alten Köln“ 2016 gehalten Vorträge. Die Ausstellung präsentierte neben Gemälden der mittelalterlichen Stadtmauer des Malers Siegfried Glos ausgewählte Archivalien. Der Band stellt eine Novität dar, weil bis dato die Publikation von Findbüchern Mehr »

Understanding and overcoming conflict

Since the Interwar Period, history teaching is considered simultaneously an important source of international conflict and a means of overcoming it. Textbooks and history lessons undoubtedly play a vital role in the creation of mental maps and stereotypes. Other nations are constructed as enemies, rivals, partners, or even friends. This continues to be important even Mehr »

Arnold Mercator: „Die Grenzen des Bergischen Amtes Windeck und der Herrschaft Homburg“ 1575

Das Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel ‚Expertenkultur in der Regionalkartographie, 1450-1650‘ beschäftigt sich mit Personen dieses Zeitraums, die im Zusammenhang mit der Herstellung von Karten stehen, aber auch solchen, die in den allgemeinen Wissensaustausch der Zeit eingebunden sind, soweit sich eine Verbindung zu kartographischen Themen herstellen lässt. Es soll analysiert werden, wie sich in der Zeit Mehr »

The Imperial City of Cologne

Joseph P. Huffman, Professor für Europäische Geschichte am privaten christlichen Messiah College in Mechanicsburg, Pennsylvania (USA), unternimmt in seiner 2018 bei der Amsterdam University Press erschienenen Monographie den ambitionierten Versuch einer Gesamtgeschichte der Stadt Köln im Zeitraum von 19 v. Chr. bis 1125 n. Chr. auf nur 280 Seiten. Sein Buch ist nur der erste Mehr »

Die Kriegsverbrecherlobby – Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter

Herbert Kappler war zwar kein Hundertjähriger als er am 15. August 1977 aus dem Fenster eines römischen Militärkrankenhauses stieg und verschwand. Zudem ist nicht einmal sicher, ob Kappler sich – wie von den Boulevard-Medien seinerzeit kolportiert – überhaupt aus seinem Zimmer im dritten Stock abseilen musste, um in die Freiheit zu gelangen. Ein Methusalem war Mehr »

Zwischen Globalisierungsdiskursen und Heimatrhetorik. Neue Herausforderungen für die Landesgeschichte im 21. Jahrhundert

Globalisierungsdiskurse sind allgegenwärtig. Sie prägen seit einigen Jahren auch die kulturwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft, die sich bemüht, nationalstaatliche und eurozentrische Perspektiven aufzugeben und Geschichte global zu denken. Ebenso allgegenwärtig ist das Sprechen über Heimat – und das quer durch alle politischen Lager. ‚Heimat‘ erscheint dabei mit Blick auf die Globalisierung als identitätsstiftender Ort, wahlweise unter Ausschluss Mehr »

Warum Friedenschließen so schwer ist

Die aktuelle weltpolitische Lage mit den anhaltenden Konflikten im Nahen und Mittleren Osten, im Südsudan, in der Ukraine und Kolumbien, aber auch den jüngsten Eskalationen in Bolivien sowie zwischen den USA und dem Iran, um nur einige medial sehr prominente Beispiele zu nennen, zeigen vor allem eines: wie schwierig es ist, (kriegerische) Auseinandersetzungen zu beenden Mehr »

Gesamtübersicht Tagungsblog #KurKoeln2019

Am 23. und 24. September 2019 fand im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn die internationale wissenschaftliche Tagung “Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit” statt. Hier finden Sie alle Veröffentlichungen der Tagung auf einen Blick. Histrhen begleitete die Tagung online, nachzulesen auf Facebook und Twitter unter #Kurkoeln2019. Wenn nicht anders Mehr »

Die Familie Mayer-Alberti und die „M. Mayer, Papierwaren-Fabrik und -Export“

„Seit wann trägt die Straße an der Koblenzer Kulturfabrik die Bezeichnung ‚Mayer- Alberti-Straße‘, und wie kamen wir eigentlich zu dem Doppelnamen ‚Mayer-Alberti‘?“. Was für die Historikerin Judith Höhn-Engers vom Stadtarchiv Koblenz im Frühjahr 2018 auf den ersten Blick wie eine Routineanfrage aussah, entwickelte sich innerhalb weniger Tage Recherchearbeit zu einem überaus spannenden und umfangreichen Forschungsprojekt Mehr »

Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Die traditionelle Herbsttagung der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Bonner Instituts für Geschichtswissenschaft widmete sich in diesem Jahr dem Spannungsverhältnis zwischen Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln. Kurköln bietet sich aufgrund seiner janusköpfigen Herrschaftsstruktur in besonderer Weise an, dieses Verhältnis mit Tiefenschärfe auszuloten: Der Kölner Erzbischof war in einer Person Mehr »

The Wall: Der Mensch im Schatten der Mauer

Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, die Abt. für Mittelalterliche Geschichte des Historischen Instituts der Universität zu Köln und der Förderverein Geschichte in Köln e. V. laden in Kooperation mit dem Kölnischen Stadtmuseum und der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde zu einer Tagung Ende November ein: The Wall: Der Mensch im Schatten der Mauer am 28. Mehr »

Von wegen Konvent?

Einem Scherz zufolge können Historiker*innen im Gegensatz zu Gott auch die Vergangenheit verändern. Wenn Jesse Spohnholz mit seiner Geschichte des “Konvents von Wesel” 1568 Recht hat, werden die Möglichkeiten der Zunft sogar noch stark unterschätzt: Wer sich seine Vergangenheit erfindet, bildet Traditionen und damit Möglichkeiten, die eine langfristige Wirkung entfalten – im Falle der niederländischen Mehr »

Rheinische Vierteljahrsblätter 83 (2019)

Wie jedes Jahr haben wir einen Beitrag zur Sprachgeschichte, diesmal von Claudia Wich-Reif zum ‚Code-switching‘ zwischen Latein und Althochdeutsch und sechs Beiträge zur Geschichte vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, von Joachim Oepen, Manfred van Rey, Manuel Hagemann, Ralf-Peter Fuchs, Stephan Laux und Leonard Dorn, sowie einen kürzeren Beitrag von Bernhard Grün. Die knapp 100 Mehr »

Rheinische Vierteljahrsblätter 83 (2019)

Wie jedes Jahr haben wir einen Beitrag zur Sprachgeschichte, diesmal von Claudia Wich-Reif zum ‚Code-switching‘ zwischen Latein und Althochdeutsch und sechs Beiträge zur Geschichte vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, von Joachim Oepen, Manfred van Rey, Manuel Hagemann, Ralf-Peter Fuchs, Stephan Laux und Leonard Dorn, sowie einen kürzeren Beitrag von Bernhard Grün. Die knapp 100 Mehr »

Die Geschichte der Abtei der heiligen Maria zu Laach von der Gründung 1093 bis zur Säkularisation 1802

Maria Laach ist ein sogenanntes Hauskloster, d.h. es wurde von einer adeligen Familie gegründet als geistliche Heimat und Begräbnisstätte für deren Angehörigen. 1093 begann Pfalzgraf Heinrich II. mit dem Bau und 1156 wurde die Kirche geweiht. Das 13. Jahrhundert brachte personelle und finanzielle Schwierigkeiten; Bischof Johann I. von Trier (1260-1286) setzte darum mit Rücksicht auf Mehr »

Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Das Programm der Internationalen wissenschaftlichen Tagung der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn in Verbindung mit dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande und dem Centre d’Études Internationales sur la Romanité der Universität La Rochelle. Kooperationspartner ist der Sonderforschungsbereich 1167 “Macht und Herrschaft – Vormoderne Mehr »

Die Geschichte des Moselweinhandels von 1700 bis 1918

Der Weinhandel prägte wie kein anderer Wirtschaftszweig die Moselregion. Die Weinhändler und Kellereibesitzer hoben besonders seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – insbesondere mit dem Spitzenjahrgang 1857 – ihren Geschäftsumfang auf ein sehr hohes Niveau. So wurden sie im Handel insbesondere mit Weißwein um 1900 weltweit führend. Dabei förderten sie quasi nebenbei die Dampfschifffahrt, Mehr »

Die Abstracts zur Tagung „Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln“

Den Abendvortrag der diesjährigen Herbsttagung im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  am 23. September 2019 hält Frau Prof. Dr. Claudia Garnier.Claudia Garnier habilitierte sich mit einer Untersuchung über Auswirkungen der wachsenden Schriftlichkeit im Hochmittelalter auf symbolische Verhaltensweisen und ist seit 2011 Professorin für Geschichte der Vormoderne an der Universität Vechta.[1] Ihre Promotion erhielt sie für eine Arbeit über Politische Freundschaft Mehr »

Die Abstracts zur Tagung „Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln“

Die vierte Sektion widmet sich explizit einem Leitgedanken der gesamten Tagung: dem charakteristischen Spannungsverhältnis der Kurfürsten und Erzbischöfe von Köln als weltliche und geistliche Herrscher. Prof. Dr. Andrea Stieldorf, Lehrstuhlinhaberin für Historische Grundwissenschaften und Archivkunde an der Universität Bonn, rückt zu diesem Zweck die Analyse von Siegeln und Münzen in den Mittelpunkt und ermöglicht dadurch Mehr »

Wiedererlangte Schätze

Die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) hat im Herbst 2018 aus belgischem Privatbesitz zahlreiche Handschriften und Drucke zurückerhalten, die seit der Nachkriegszeit in ihrem Bestand fehlten. Es handelt sich insgesamt um 645 Bände, darunter elf mittelalterliche Handschriften, zwei neuzeitliche Handschriften, zwei mittelalterliche Urkunden, zwei historische Karten, 39 Inkunabeln – davon sechs leider nur fragmentarisch – Mehr »

Die Abstracts zur Tagung „Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln“

Auch in diesem Jahr widmet sich eine eigene Sektion laufenden Forschungen zur rheinischen Geschichte, die außerhalb des eigentlichen Tagungsthemas anzusiedeln sind. Ziel der Sektion ist es, einen konkreten Einblick in aktuelle Forschungsvorhaben zu geben, die anhand von Kurzvorträgen konzise vorgestellt werden. Erneut ist es gelungen, sowohl in inhaltlicher als auch in epochaler Hinsicht ein breites Mehr »

Die Abstracts zur Tagung „Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln“

Die zweite Sektion behandelt ein Themenfeld, das in der jüngeren Forschung – in deutlicher Abkehr von der auf “staatliche” Außenpolitik fokussierten älteren Historiographie – mit dem Terminus technicus “Außenbeziehungen” bezeichnet wird. Anhand von vier Fallstudien werden unterschiedliche Formen und Partner von Außenbeziehungen des Kurfürstentums Köln vorgestellt: das Heilige Römische Reich, einzelne Reichsfürsten, aber auch eine Mehr »

Die kurkölnischen Statthalter während der Regierungszeit Clemens Augusts von Bayern

Schon in der Antike entstanden Großreiche, deren Ausdehnung den jeweiligen Herrscher daran hinderte, überall und jederzeit seine Regierungsgewalt selbstständig ausüben zu können, d.h. er war oft dauerhaft abwesend. Um den hieraus resultierenden Problemen zu begegnen, waren die Durchführung von Regentenreisen oder die Delegation von Herrschaftsrechten an Stellvertreter in den einzelnen Provinzen, die im Namen und Mehr »

Die Abstracts zur Tagung „Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln“

Bei Untersuchungen zu Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis in der Vormoderne gilt es, neben den institutionellen Rahmenbedingungen stets auch die betreffenden Akteure in den Blick zu nehmen. Denn in einer Zeit, in welcher der “Staat” neuzeitlicher Prägung noch nicht herausgebildet war, wurde Herrschaft nicht nur personal verstanden, sondern Herrschaft musste auch vor Ort personell umgesetzt werden. Das Mehr »

Der Aachener Kongress 1818

Der renommierte Historiker Heinz Duchhardt bedient mit seinem Band zum Aachener Kongress von 1818 zwei aktuelle gesellschaftliche Tendenzen: die Logik der Jubiläen sowie das gesteigerte öffentliche Interesse an Friedensprozessen. Im Mittelpunkt steht der wenig bekannte Kongress von Aachen als erster „Folgekongress“ des berühmten Wiener Kongresses von 1815. Dabei eröffnet Duchhardt ein breites politisches, gesellschaftliches und Mehr »