Planet History

Stadtarchive Nürnberg

Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542

Gastbeitrag von Melanie Rosen, Stadtarchiv Schweinfurt Neuerscheinung: Katalog zur Ausstellung „Anno 1542 alß das Wortt Gottes alhier auffkommen“ – Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542 Aus Anlass des 475jährigen Jubiläums der Einführung der Reformation in Schweinfurt präsentieren das Stadtarchiv Schweinfurt und die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt als Beitrag zur landesweiten Lutherdekade im Gunner-Wester-Haus die Ausstellung: „Anno 1542 alß das Wortt Gottes alhier auffkommen“ – Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542. Anhand von 40 zeitgenössischen Orginaldokumenten aus den Beständen des Stadtarchivs – darunter viele Lebenszeugnisse des Reformators Johannes Sutellius – wird der Prozess […]

Die Mumien vom Johannisfriedhof

Am 19. Juni 1811 machten Arbeiter auf dem Johannisfriedhof eine aufsehenerregende Entdeckung. Aus Anlass einer Reparatur in der Johanniskirche wurde das Starck’sche Begräbnis geöffnet, und zum Vorschein kamen zwei guterhaltene Mumien. Die Fundstücke wurden der Öffentlichkeit präsentiert, und gleich zwei gedruckte Nachrichtenblätter wurden hierüber veröffentlicht: eine Beschreibung mit Abbildung von Friedrich Campe (unten) und der links gezeigte, mit ausführlichen Erläuterungen versehene Kupferstich von Christoph Wilhelm Bock. Wer aber waren die beiden aufgefundenen Mumien? Leider widersprechen sich die beiden Berichte in dieser Frage. Einig sind sie sich in der Person der guterhaltenen männlichen Mumie: Es handelt sich um Johann Jakob Stark von und […]

Es geschah vor 175 Jahren: Mechanikus Konrad Georg Kuppler verstorben

Vor 175 Jahren, am 25. September 1842, ist in Nürnberg der Mechanikus Konrad Georg Kuppler verstorben. Der am 11. Juni 1790 in Nürnberg geborene Kuppler war Sohn des Orgel- und Instrumentenbauers Johann Georg Kuppler (1760–1840), der um 1785 aus Speyer nach Nürnberg zuwanderte. Seine Mutter Anna Maria, geborene Schwemmer, stammte aus Nürnberg. Sie verstarb 1825 im Haus L 1525 (ab etwa 1865: Unschlittplatz 8). Johann Georgs zweite Frau Elisabetha Wilhelmine verstarb 72-jährig 1868 im Heilig-Geist-Spital. Er selbst hatte zuletzt im Haus L 459 (ab etwa 1865: Breite Gasse 52) gelebt, wo er 1840 auch an Altersschwäche verstorben ist. Verheiratet war […]

Was wollt‘ uns Onkel Hans nur sagen?

Lesekurs für Handschriften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Stadtarchiv Lauf Wer beruflich oder privat mit Dokumenten älteren Datums zu tun hat, geschichtliche Wissenschaften oder Familienforschung betreibt oder ganz einfach einmal wissen möchte, welche Geheimnisse Tante Erna ihrem Kochbuch und Onkel Hans in seinen Lehr- und Dienstzeugnissen stehen hat, braucht Kenntnisse im Entziffern älterer Handschriften. Da nicht jedes Dokument zusammen mit dem Archivar entziffert werden kann, bietet das Laufer Stadtarchiv bereits seit mehreren Jahren in regelmäßigen Abständen „Hilfe zur Selbsthilfe“ in Form von Lesekursen für Handschriften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts an, die sich großer Beliebtheit erfreuen.  Dabei […]

Ein unbekannter Fotoschatz im Stadtarchiv Nürnberg: Die Bilder des Nürnberger Kaufmanns und Alpinisten Alfred Cohn

Als Alfred Cohn in den 1920er Jahren seine Touren in den Alpen unternahm, waren Bergsteigen und Hochgebirgswandern zwar noch kein Massensport, hatten aber schon lange an Exklusivität eingebüßt. Die Zeit der Erstbesteigungen der legendären Viertausender lag bereits über ein halbes Jahrhundert zurück. Dies trifft auch auf die Alpinfotografie zu: Ihre Ausübung stellte keine Pionierleistung mehr dar. Mit der Entwicklung leichterer und einfach handhabbarer Kameras sowie der Erfindung der Negativtrockenplatte wurde sie zu einem von Amateuren mit großer Begeisterung ausgeübten Hobby. Was unterscheidet Cohn von all den anderen, die damals in ihrer Freizeit, beim Wandern und auf Reisen, mit dem Fotoapparat […]

Textilkaufhaus S. Guttmann? – Noch nie gehört!

Es gibt wohl in Nürnberg nur noch sehr, sehr wenige Menschen, die mit der Firma „S. Guttmann“ und ihrem Tätigkeitsfeld etwas anfangen können. Dabei handelte es sich bei diesem Unternehmen, das mit seinem Angebotsspektrum lange Jahre zweifellos das „erste Haus am Platz“ war, um eines der bedeutendsten und angesehensten Textilwarenfachgeschäfte Nürnbergs – jedoch nur bis zur so genannten NS-Machtergreifung 1933, die zu einem baldigen Ende dieses renommierten Einzelhandelsfachgeschäfts führen sollte.     Die von dem aus Beuthen stammenden und aus Berlin in die Noris gekommenen Kaufmann Samuel Guttmann 1877 in Nürnberg gegründete Manufakturwarenhandlung expandierte nicht nur in der ehemaligen Reichsstadt binnen […]

Der Geiss-Ebner

Wir verdanken dem Nürnberger Geistlichen Georg Wolfgang (Franz) Panzer (1729 – 1805. Siehe: Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch, Nürnberg 1965, Nr. 983; Stadtlexikon Nürnberg, 2. verb. Aufl. hrsg. von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres, Nürnberg 2000) neben Arbeiten zur Druckgeschichte, insbesondere zur Geschichte der Bibeldrucke, die Veröffentlichung seiner Sammlung von Porträtstichen unter dem Titel: „Verzeichnis von Nürnbergischen Portraiten aus allen Staenden“, Nürnberg 1790; ein Werk, das noch zwei Fortsetzungen (1801 und – posthum – 1821) erfahren sollte. In der ersten Folge von 1790 erwähnt Panzer auf Seite 49 einen Stich mit dem merkwürdigen Titel: „Hr. C. A. E.“, von dem ein […]

Nürnbergs U-Bahn auf Abwegen

Vor einigen Jahren tauchten in Nürnbergs Untergrund weiß-blaue U-Bahnzüge auf, die die Münchner Verkehrsbetriebe der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) leihweise überlassen hatten, da in der Noris aufgrund von Wartungsarbeiten an den U-Bahnzügen Waggons fehlten. Schon vor 45 Jahren hatten die Nürnberger den Münchnern ausgeholfen, wie die Stadtchronik Nürnberg unter dem 15. August 1972 berichtete:   Auch in der Zeitgeschichtlichen Sammlung findet sich ein Bericht über den Einsatz der Nürnberger Waggons in München:  

Trümmerjahre, Wiederaufbau, Wirtschaftswunder

Mit diesen drei Begriffen lässt sich das Jahrzehnt zwischen 1950 und 1960 charakterisieren. Das Stadtarchiv Nürnberg widmet dieser Zeitspanne den druckfrisch erschienenen Fotokalender für das Jahr 2018. Die dreizehn, bislang unveröffentlichten Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen zeigen den weideraufbau der Stadt und vermitteln zugleich das mit dem wachsenden Wohlstand neu entstehende Lebensgefühl nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Kalender ist seit Anfang August im Buchhandel zum Preis von € 19,90 erhältlich. Bestellungen können auch direkt an den Verlag gerichtete werden: Verlag Ph. C. W. Schmidt, Nürnberger Str. 27-31, 91413 Neustadt/Aisch, Telefon: 09161/8860-0, Fax: 09161/8860-40 Weitere Informationen zum Kalender Zur Ausstellung „Auf dem Weg […]