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22. Juni 1622: Wofür ist ein Waffenstillstand gut?

Im Frühsommer setzte der englische König ein weiteres Mal auf Diplomatie. Ende Juni sollten in Brüssel Sondierungen über eine gütliche Einigung beginnen, bei der nicht nur die habsburgische und die pfälzische Seite als Repräsentanten der eigentlichen Konfliktparteien zugegen sein sollten. Ebenso sollte auch ein Vertreter der für den Pfälzer kämpfenden Söldnergenerale daran teilnehmen1. Schon im Vorfeld kursierten Ideen zu einem Waffenstillstand. Sie berührten nicht nur die politischen Zentren, sondern auch Tilly selbst wurde von einem englischen Gesandten zu diesem Thema angegangen. Der Generalleutnant hatte, … „22. Juni 1622: Wofür ist ein Waffenstillstand gut?“ weiterlesen

20. Juni 1622: Die Schlacht bei Höchst

Nach der Schlacht bei Wimpfen war für die kaiserliche Seite die Bedrohung durch die pro-pfälzischen Armeen Baden-Durlachs und auch Mansfelds erst einmal gebannt. Es blieb noch Christian von Braunschweig, der mit seinen Truppen bislang weiter im Norden operiert und dabei Territorien der Katholischen Liga bedrängt hatte. Nun aber war er auf dem Weg an den Mittelrhein. Die Nachricht über seinen Vormarsch an den Main alarmierte auch Tilly und die Spanier unter Cordoba. Sie orientierten sich ab Mitte Juni nicht mehr an den Operationen Mansfelds, … „20. Juni 1622: Die Schlacht bei Höchst“ weiterlesen

8. Juni 1622: Spanien und die Kurfrage – ein Bericht aus Madrid

Maximilian von Bayern tat sich vielfach schwer mit der politischen Ausrichtung der spanischen Habsburger. Dies zeigte sich konkret im Bereich der Kriegführung, auch in der Frage, wie mit den Generalstaaten umzugehen sei, und nicht zuletzt in der Kurfrage. Um so positiver müssen die Nachrichten gewirkt haben, die im Juni aus Madrid nach München kamen. Vom 8. Juni 1622 datiert ein Schreiben des kaiserlichen Gesandten am spanischen Hof Franz Christoph Graf von Khevenhüller an den bayerischen Fürsten1. In ihm berichtete der Diplomat von den Wirkungen … „8. Juni 1622: Spanien und die Kurfrage – ein Bericht aus Madrid“ weiterlesen

VERANSTALTUNGSEINLADUNG: 3. Archivexkursion für Student*innen (20.06.2022, 15:00)

Im Sommersemester 2022 bietet Maria Benauer BA MSc, Universitätsassistentin (pre-doc) am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, freiwillige außercurriculare Archiv-Exkursionen für Studierende des Masterstudiums Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft an. Die dritte Exkursion findet am Montag, 20….

Romantik in der Schulbibliothek II – Friedrich Schlegel zum 250. Geburtstag (10. März 1772)

Mit einiger Enttäuschung endete mein letzter Artikel angesichts des bedeutungslosen Bestandes der Schriften von Novalis in der Bibliothek des Ratsgymnasiums Bielefeld. Mein Weg ging erneut zum Zettelkatalog, um mich auf die Suche nach Zeugnissen eines anderen Romantikers zu machen, Karl Wilhelm Friedrich Schlegel. Vor 250 Jahren, am 10. März 1772, in ein traditionsbewusstes, protestantisches und kulturell ambitioniertes Pastorenhaus hineingeboren, schloss er während seines Studiums in Leipzig von 1791 bis 1793 Freundschaft mit Novalis und folgte 1796 seinem älteren Bruder August Wilhelm nach Jena, wo … Romantik in der Schulbibliothek II – Friedrich Schlegel zum 250. Geburtstag (10. März 1772) weiterlesen

VERANSTALTUNGSEINLADUNG: Communication in politics and knowledge: letters – languages – scripts and cyphers (01.07.2022, HYBRID)

Eine Veranstaltungseinladung, die für Student*innen, Absolvent*innen und Freund*innen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung von Interesse sein könnte: Geladen wird am Fr., 01.07.2022, von 09-16:00 zur hybriden Veranstaltung Communication in politics and knowledge: letters –…

readme.txt: Reformer als Wertegemeinschaften. Zur diskursiven Formierung einer sozialen Gruppe im spätangelsächsischen England (ca. 850–1050)

Lesen, Schreiben und Publizieren sind die Essenz von „Geisteswissenschaften als Beruf“. In der Rubrik readme.txt stellen wir die Publikationen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max Weber Stiftung vor. Vier kurze Fragen und Antworten machen…

2. Juni 1622: Die Ermordung des Sultans Osman

Politisch unruhig war es nicht nur im Heiligen Römischen Reich. Auch im Osmanischen Reich gärte es. Als ein besonders gefährlicher Faktor erwiesen sich die Janitscharen. Sie waren „wieder den grossen SVLTAN OSMAN auffgestanden“, hatten also in Konstantinopel eine Revolte ausgelöst. So berichtete es ein Flugblatt, das augenscheinlich verläßliche Informationen aus Ragusa (Dobrovnik) und Venedig erhalten hatte1. Auslöser waren die Planungen Sultan Osmans, eine Pilgerfahrt zu unternehmen, auf der ihn die Janitscharen begleiten sollten. Diesen wurden jedoch schnell klar, „was für eine lange / mancherley … „2. Juni 1622: Die Ermordung des Sultans Osman“ weiterlesen

Blickwechsel nach Fernost

Die Stadt Wladiwostok mit ihrem maritimen Flair gilt als Russlands Tor zum Pazifik. Die fernöstliche Metropole liegt mehr als 9.000 Kilometer von der russischen Hauptstadt entfernt. Sie ist einer der Endpunkte der legendären Transsibirischen Eisenbahn, die 1891 von Zar Nikolaus mit einem ersten Spatenstich auf die Schiene gesetzt wurde. Wer in Moskau einsteigt, fährt heute rund eine Woche mit dem Zug durch die Russische Föderation und erfasst dadurch die scheinbar unendliche Weite des Landes. Ankunftsort ist das Bahnhofsgebäude in bunter, neorussischer Bauweise, die den imperialen Herrschaftsanspruch versinnbildlicht.

Oswald Onghers

  Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte e.V.Reihe VIII Band 20 – Darstellungen aus der fränkischen Kunstgeschichte Oswald Onghers. Ein flämischer Künstler als Hofmaler in Franken. „seinen weith und breith all schon bekannten nahmen zur unsterblichkeit“   2022. Reihe 08 Band 20, ISBN 978-3-86652-821-5, eBook pdf …

PUBLIKATION: Diplomatische Studien zu den St. Galler Privaturkunden des frühen Mittelalters (ca. 720-980), B. ZELLER (MIÖG Erg. Bd. 66)

Bernhard Zeller Diplomatische Studien zu den St. Galler Privaturkunden des frühen Mittelalters (ca. 720–980) (Mitteilungen des Instituts für Österreichische GeschichtsforschungErgänzungsband 66)   2022, 632 S. 12 Abb., 24 x 17 cm, Gb.Preis: € 95.00ISBN 978-3-205-21487-8…

31. Mai 1622: Wer hat den Oberbefehl über die Armee der Liga?

Wenn man Maximilian von Bayern aus der Reserve locken wollte, gelang dies am besten, indem man ihm seine Vorrechte streitig zu machen und seine Befugnisse zu verkleinern versuchte. Dann reagierte der bayerische Herzog überdeutlich und stellte klar, wo eine Grenze überschritten worden war. Das war im Mai 1622 geschehen, als ihn aus Wien ein kaiserliches Schreiben erreichte. Darin informierte Ferdinand II. ihn nicht nur über zugesagte Truppenverstärkungen, sondern vor allem über die Berufung des Geronimo Carafa, Marchese de Montenegro, zum General-Feld-Leutnant. Er sollte namens … „31. Mai 1622: Wer hat den Oberbefehl über die Armee der Liga?“ weiterlesen

Die Rheinlande und die ‚Erfindung‘ der Katharer

Ketzer und deren Verfolgungen sind wesentlicher Bestandteil unseres Geschichtsbildes vom Mittelalter.[1] Dabei gelten heutzutage die, oftmals mit Südfrankreich assoziierten, Katharer als bekannteste Gruppe damaliger Häretiker. Dieses spezifische Geschichtsbild wurde von einer breit rezipierten wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Literatur vermittelt oder zumindest unterstützt.[2] Infragestellung des Geschichtsbildes der Katharer Die Häresieforschung hat in den letzten fünfundzwanzig Jahren diese Mehr »

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Vortrag: „Bilder neu verknoten. Das BMBF-Projekt ‘Annotated Corpus of Ancient West Asian Imagery: Cylinder Seals’ stellt sich vor” von JProf. Dr. E. Roßberger am Fr., 15.7.22, um 14-15 Uhr

Die Sektion „Kuratierung von Daten, Normdaten, Linked Open Data und Ontologien“ läd zum Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde am Fr., 15.7.22, um 14-15 Uhr ein. Juniorprofessorin Dr. Elisa Roßberger von der Universität Würzburg gibt in ihrem Vortrag: „Bilder neu verknoten. Das BMBF-Projekt ‘Annotated Corpus of Ancient West Asian Imagery: Cylinder Seals’ stellt sich vor” wertvolle Einsichten in die praktische Arbeit der Datengenerierung und -aufbereitung. Teilnehmen können sowohl Mitglieder der AG Objekte.Digitalität.Hochschulen als auch weitere Interessierte. Bei externen Gästen wird um eine frühe Anmeldung bis spätestens […]

Das Quartier Richelieu – Geschichte erlebbar machen

Zwischen Louvre und Börse, zwischen Architektur und kommerziellem Alltag: Der Aufarbeitung der Geschichte eines Pariser Viertels mitten im Herzen der Stadt in all seinen Facetten widmet sich ein Forschungsprojekt des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris) und weiterer Partnerinstitutionen. Die Entwicklung des Quartiers Richelieu soll über eine Online-Datenbank in ihrer ganzen Komplexität zugänglich und gleichermaßen verständlich gemacht werden. Der Direktor des DFK Paris, Thomas Kirchner, und Charlotte Duvette, die seit Februar 2021 Koordinatorin des Projekts am Institut National d’Histoire de l’Art (INHA) ist, berichten von den Zielen des Vorhabens sowie von den Herausforderungen, die die digitale Rekonstruktion der Geschichte des Quartiers birgt.

Konsequenzen aus Krisen und Unwetterkatastrophen für die Unterbringung von Pfarrarchiven (Dr. Joachim Oepen, Historisches Archiv des Erzbistums Köln)

Dr. Oepen erläutert, dass der Archivtypus der Pfarrarchive ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Historischen Archivs des Ersbistums Köln (AEK) ist. Basierende auf der KAO hat die AEK hier Zuständigkeit für eine Vielzahl von Pfarrarchivne (ca. 800 Archive mit etwa  … Weiterlesen

Renaissance bewährter Techniken? Bundessicherungsverfilmungen als Back-Up (Dr. Sarah Rudolf, LVR-AFZ)

Dr. Sarah Rudolf stellt einleitend die Grundlagen der Bundessicherungsverfilmung vor: 1954 wurde die Haager Konvention als völkerrechtlicher Vertrag ins Leben gerufen mit dem Ziel des Kulturgutschutzes, 1961 legte das Bundesarchiv die Weichen für die Bundessicherungsverfilmung, 1967 wurde die Haager Konvention … Weiterlesen

VERANSTALTUNGSEINLADUNG: 260. Institutsseminar ,,Handel, Verkehr und Landesherrschaft um 1200″, K. LOHRMANN (30.05.2022)

Eine Veranstaltungseinladung, die für Studierende, Absolvent*innen und andere Interessierte informativ sein könnte: Am 30. Mai 2022 findet das 260. Institutsseminar des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung im HS 2 (Tiefparterre, rathausseitig) statt. Es spricht Klaus…

Notfallbewältigung und Notfallvorsorge – Ein E-Learning Projekt (Anna-Katharina Fahrenkamp, LVR-AFZ; Christine Frick, Landesarchiv Saarland)

In Ihrem Vortrag stellen Anna-Katharina Fahrenkamp (LVR-AFZ) und Christine Frick (Landesarchiv Saarland) ein E-Learning Projekt zum Thema Bestandserhaltung vor, welches in den kommenden Monaten allen Interessierten zu Verfügung gestellt wird. Dies stelle neben der Vielfalt der Informationsmöglichkeiten zu Notfallvorsorge und … Weiterlesen