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Tag Archive for Artikel

7. August 1621: Die Bürger von Elbogen wollen nicht zahlen

Die Eroberung der nordböhmischen Städte vor allem durch ligistische Truppen lag nun schon einige Wochen zurück. Mitte Mai 1621 wurde Elbogen als letzter wichtiger Stützpunkt der Mansfelder in Böhmen von der Armee der Liga eingenommen und mit einer Garnison besetzt. Hier traten nun in der Folge derartige Spannungen auf, daß sich auch Tilly – eigentlich längst mit anderen Operationen befaßt – damit beschäftigen mußte. Am 7. August oder etwas später äußerte sich jedenfalls der ligistische Generalleutnant ausführlich zu Vorwürfen über Exzesse der Ligatruppen. Vor … „7. August 1621: Die Bürger von Elbogen wollen nicht zahlen“ weiterlesen

STELLENAUSSCHREIBUNG: Mitarbeiter*in Information und Dokumentation (m/w/d), Lichtenstein

Eine Stellenausschreibung, die für Absolvent*Innen sowie Mitglieder und Freunde des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung relevant sein kann: Im Amt für Kultur der Lichtensteinischen Landesverwaltung ist folgendes Stellenprofil ausgeschrieben: Mitarbeiter für Information und Dokumentation (m/w/d) Weitere Informationen…

Ein Sommer in Brühl

Im Sommer 1651 drohte der französische Erste Minister und Kardinal Jules Mazarin in ein besonders tiefes Sommerloch zu stürzen, als er aus Paris vertrieben wurde und ins Exil gehen musste. Nur mit wenigen Vertrauten unterwegs, hielt der italienischstämmige Kardinal aber regen Briefkontakt in ganz Europa, um seine Getreuen in Frankreich anzuweisen und seine baldige Rückkehr Mehr »

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VERANSTALTUNGSEINLADUNG: By Land & by Sea. Cultural and other Networks of Exchange in Mongol Eurasia and Beyond (13.-14.09.2021, HYBRID)

Eine Veranstaltungseinladung, die für Student*Innen, Absolvent*Innen sowie Mitglieder und Freunde des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung relevant sein kann: Das 5th Meeting of The Mongol Empire Spring Series steht heuer unter dem Motto „By Land and By…

WISSENSCHAFTLICHER PROJEKTMITARBEITER (M/W/D) ZUR ERFASSUNG UND ERSCHLIESSUNG HISTORISCHER FOTOSAMMLUNGEN

Im Deutschen Bergbau-Museum Bochum (DBM), Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen der DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH, ist im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) im Projekt zur „Bewahrung, Zugänglichmachung und Inwertsetzung des fotografischen Erbes des deutschen Bergbaus im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) des Deutschen Bergbau-Museums Bochum“, das mit Unterstützung des Fonds Roland Bartholomé der König-Baudouin-Stiftung durchgeführt werden soll, vorbehaltlich der Bewilligung zum frühestmöglichen Zeitpunkt die oben genannte Stelle in Teilzeit (19,25 Std./Wo.) zu besetzen. Die Stelle ist auf sechs Monate befristet. Ihre Aufgaben inhaltliche und formale Erschließung auf Sammlungsebene … WISSENSCHAFTLICHER PROJEKTMITARBEITER (M/W/D) ZUR ERFASSUNG UND ERSCHLIESSUNG HISTORISCHER FOTOSAMMLUNGEN weiterlesen

Juli/August 1621: Kämpfe bei Waidhaus/Roßhaupt

In der zweiten Julihälfte des Jahres 1621 intensivierten sich die Kämpfe zwischen den Truppen Mansfelds und Tillys. Ersterer hatte bei Waidhaus Position bezogen, während Tilly bei Roßhaupt in Stellung gegangen war. Eine Handelsstraße, die Nürnberg und Prag verband, führte genau hier über den Paß, das Gelände war insgesamt bergig und schwierig1: Mansfeld nutzte daher die geographischen Gelegenheiten und verschanzte sich am Grenzpaß, so gut es eben ging. Tillysche und Mansfeldische Einheiten waren in ziemlicher Nähe zueinander postiert und immer wieder in Kämpfe verwickelt. Dabei … „Juli/August 1621: Kämpfe bei Waidhaus/Roßhaupt“ weiterlesen

21. Juli 1621: Ein Rebell wehrt sich gegen Fake News

Militärisch und politisch stand es sehr schlecht um die böhmische Sache: Nun kamen auch noch Gerüchte in Umlauf, die über das Schicksal der vertriebenen Anhänger des geächteten Pfalzgrafen und exilierten Königs von Böhmen viel Unwahres berichteten. Grund genug für Heinrich Matthias von Thurn, einen der Köpfe der böhmischen Opposition gegen das Haus Habsburg, sich dagegen zu Wehr zu setzen. In einem ausführlichen Schreiben an einen österreichischen Adligen („Landherrn“) bemühte er sich daher, die Dingen klarzustellen und dabei den vielfältigen „Vnwarheiten / Cavillationes, vnnd Lästerungen“ … „21. Juli 1621: Ein Rebell wehrt sich gegen Fake News“ weiterlesen

13. Juli 1621: „Fürchtet Gott, ehret den König!“

Nichts war wichtiger als die gute Ordnung wiederherzustellen, gerade nach einem Krieg. So wurde es von einer Obrigkeit erwartet, und klare Verhältnisse zu schaffen war ganz im Sinne des Kurfürsten von Sachsen. Er hatte zugunsten des Kaisers in den böhmischen Krieg eingegriffen und für diese Parteinahme die Oberlausitz als Pfandbesitz erhalten. Zur Realisierung dieser Ansprüche gehörte auch, daß er sich von den Landständen dieses Territoriums huldigen ließ. Anders als in Schlesien war die militärische Situation längst bereinigt, in der Oberlausitz gab es auch keinen … „13. Juli 1621: „Fürchtet Gott, ehret den König!““ weiterlesen

STIPENDIENAUSSCHREIBUNG: Edith Saurer Fonds für promovierte Wissenschafter*innen

Eine Stipendienausschreibung, die für Absolvent*Innen, Mitglieder und Freund*innen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung relevant sein kann: Der Edith Saurer Fonds vergibt Forschungsstipendien an hervorragende in- und ausländische promovierte Wissenschafter*innen, die sich in Ihrer laufenden Arbeit speziell…

Tagungsbericht 2021 Arbeitskreis Ordensgeschichte 19/ 20. Jhd.

21. Wissenschaftliche Fachtagung des Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./20. Jahrhundert am 23. Januar 2021am Institut für Theologie und Geschichte religiöser Gemeinschaften (IRG) der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar In diesem Jahr waren 31 an der modernen Ordensgeschichte interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich, Belgien und…

10. Juli 1621: Der Tod eines Feldherrn

Prominente Militärs fanden nicht unbedingt in den großen Schlachten einen spektakulären Heldentod; oft waren es die kleinen Gefechte, die ganz furchtbar schief liefen. So auch am 10. Juli 1621, als der kaiserliche Feldherr Bucquoy die nun schon seit einigen Wochen belagerte Festung Neuhäusel inspizieren wollte1. So berichtete eine Flugschrift den Vorfall, derzufolge der Feldherr mit 50 bis 60 Mann zum „recognosciren“ ausritt2. Die im Dienst des Siebenbürgers Bethlen Gabor stehende Besatzung – die Flugschrift spricht von „Vngern“, also Ungarn – machte daraufhin einen Ausfall. … „10. Juli 1621: Der Tod eines Feldherrn“ weiterlesen

Umfrage zu den Verfahrensakten der Erbgesundheitsgerichte zwischen 1933 und 1945 gestartet

Text: Klaus A. Lankheit Das Stadtarchiv Mönchengladbach und das Archiv des Instituts für Zeitgeschichte haben eine Umfrage zu den Verfahrensakten der Erbgesundheitsgerichte zwischen 1933 und 1945 gestartet. Die „Rassenpolitik“ des Nationalsozialismus war einerseits nach außen gewandt, um die Durchmischung der eigenen „Rasse“ mit „Rassefremdem“ auszuschließen. Diese Stoßrichtung erreichte ihren grausamen Höhepunkt mit dem millionenfachen Mord an Juden und hunderttausendfachen Mord an Sinti und Roma im Machtbereich des Nationalsozialismus. Andererseits zielte eine Stoßrichtung nach innen, um vorgeblich ungesundes Erbgut innerhalb der eigenen „Rasse“ zu entfernen. … Umfrage zu den Verfahrensakten der Erbgesundheitsgerichte zwischen 1933 und 1945 gestartet weiterlesen

Rezension zu „Vom Arbeiterkind zur Professur. Sozialer Aufstieg in der Wissenschaft“ herausgegeben von Julia Reuter, Markus Gamer, Christian Möller und Frerk Blome. Verfasst von Stefanie Vochatzer und Anna Maria Kamenik

Spätestens nach dem sogenannten PISA-Schock im Jahr 2000 durchdringt das Schlagwort “Bildungsungleichheit” Diskussionen der bildungs- und erziehungswissenschaftlichen Forschungen. Und selbst im Jahr 2020 schockieren folgende Daten über universitäre Lau…

STELLENAUSSCHREIBUNG: Universitätsprofessur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Universität Wien)

Eine Stellenausschreibung, die für Absolvent*Innen sowie Mitglieder und Freunde des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung relevant sein kann: Am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte ist eine Universitätsprofessur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit zu besetzen….

ARCHIV-info 1/2021

Am 31. Mai 2021 ist der Leiter des Archivs des Deutschen Museums Dr. Wilhelm Füßl nach 30 Jahren im Deutschen Museum in den Ruhestand getreten. Zu diesem Anlass ist die neue Ausgabe von ARCHIV-info etwas früher als gewohnt erschienen. Ausnahmsweise blicken hierin externe Autorinnen und Autoren auf gemeinsame Projekte und die Zusammenarbeit mit Herrn Füßl und dem Archiv des Deutschen Museums zurück. Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre und beim Stöbern durch 30 Jahre Archivgeschichte(n) und Herrn Füßl alles Gute, viel Glück und … ARCHIV-info 1/2021 weiterlesen

STELLENAUSSCHREIBUNG: Doktorant*in am IHB der ÖAW (Job ID: IHB068DOC221)

Eine Stellenausschreibung, die für Absolvent*Innen sowie Mitglieder und Freunde des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung relevant sein kann: An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der größten außeruniversitären Einrichtung für Grundlagenforschung in Österreich, wird am Institut für…

Ende Juni 1621: Was macht eigentlich Mansfeld?

Die Korrespondenz zwischen Maximilian von Bayern und seinem Generalleutnant Tilly war auch im Juni 1621 gespickt mit Details über die allfälligen Schwierigkeiten der Armeeverwaltung: die Unterversorgung der Truppen, ausgefallene Offiziere, auch pflichtvergessene1, und die üblichen Ausschreitungen. Neben diesen Punkten drängte ein weiteres Thema in den Mittelpunkt: Was machte eigentlich der Feind? Konkret ging es um die Schritte, die Mansfeld weiter plante. Seit Anfang Mai, ungefähr kurz nach dem Fall Elbogens, entspann sich „eine Periode informeller Waffenruhe“ zwischen den Truppen Mansfelds und Tillys2. Beruhigen konnte … „Ende Juni 1621: Was macht eigentlich Mansfeld?“ weiterlesen

VERANSTALTUNGSEINLADUNG: „1221 – Erstes Wiener Stadtrecht“, Verein der Geschichte der Stadt Wien (18.10.2021, HYBRID)

Eine Veranstaltungseinladung, die für Student*Innen, Absolvent*Innen sowie Mitglieder und Freunde des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung relevant sein kann:   Vortrag: 1221 – Erstes Wiener Stadtrecht Der Weg zur Stadt in historisch-archäologischer Analyse Vortragende: Mag.a Heike Krause…

Qualität oder Quantität?

Für viele Dinge ist der Preis der maßgebliche Faktor, ob und wie häufig etwas angeschafft wird: Kauft man lieber ein teureres Exemplar in der Hoffnung, eine höhere Qualität zu erhalten, oder mehrere günstige Exemplare? Vor dieser nahezu alltäglichen Entscheidung stand auch die Bonner Lesegesellschaft im Jahr 1794. Bonn war gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine Mehr »

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