Planet History

Tag Archive for Blog

Wie ein „Führer der Hochschule“ ausgewählt wurde: Der Karlsruher Rektoratswechsel von 1935

Am 21. August 1933 erging ein Erlass des badischen Kultusministers Otto Wacker an die Rektoren und Senate der Universitäten Freiburg und Heidelberg sowie der Technischen Hochschule Karlsruhe, der den für die bisherige Geschichte der Universitäten zentralen Grundsatz der akademischen Selbstverwaltung mit einem Federstrich beseitigte. Der Kern des Erlasses war sein erster Abschnitt, in dem der

Die pädagogische Mobilmachung – Schule in Baden im Zeichen des Nationalsozialismus

Ingeborg Wiemann-Stöhr hat im vergangenen Jahr ihre Doktorarbeit über die „pädagogische Mobilmachung“ in Baden im „Dritten Reich“ veröffentlicht. Ihre Arbeit bietet zahlreiche thematische Anknüpfungspunkte zu kultur- und bildungsgeschichtlichen Fragestellungen, die auch in unserem Forschungsprojekt eine Rolle spielen, und wir freuen uns deshalb, dass Frau Wiemann-Stöhr ihre Arbeit an dieser Stelle selbst knapp porträtiert. Die vorliegende

Tagungsband über die deutsch-französischen Besatzungsbeziehungen im 20. Jahrhundert erschienen

Allen, die schon länger darauf gewartet haben, und auch jenen, die noch nicht wissen, was sie im neuen Jahr lesen sollen, können wir die erfreuliche Mitteilung machen, dass der Tagungsband zu unserer Projektveranstaltung vom Frühjahr 2016, die den deutsch-französischen Besatzungsbeziehungen im 20. Jahrhundert gewidmet war, jetzt erschienen ist. Im Mittelpunkt der im Generallandesarchiv Karlsruhe in

Annotated Bibliography Theme: Swift Synopsis & Composing Strategies

Annotated Bibliography Theme: Swift Synopsis & Composing Strategies An annotated bibliography subject areas listing can be a webpage conveying sources of information you’ve been referring with ahead of performing researching. Annotated bibliographies will be either part of a complicated investigation cardstock or simply a split project. Commonly when compared with … Weiterlesen

Die „fürsorgerische Überwachung“ von „Personen, die dringend verdächtig sind, geschlechtskrank zu sein und die Geschlechtskrankheit weiter zu verbreiten“ – Zur Tätigkeit der Gesundheitsbehörden in Karlsruhe und Stuttgart

Das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten vom 18. Februar 1927 hielt in seinem dritten Paragrafen Folgendes fest: „Die Durchführung der aus diesem Gesetz erwachsenden gesundheitlichen Aufgaben ist Gesundheitsbehörden zu übertragen“. Den Gesundheitsbehörden, die in der Folge Sektionen der Städtischen Gesundheitsämter bildeten – oftmals aber auch als dem Gesundheitsamt gleichbedeutend zu verstehen waren – oblag also

„Das Sondergericht der damaligen Zeit hatte mit politischen Prozessen kaum etwas zu tun“: Die Lügen des Richters Alfred Hanemann vor der Spruchkammer und der Fall Blümel

Nach der Einrichtung der Sondergerichte am 21. März 1933 urteilten sie jene Strafbestände ab, die die Nationalsozialisten zur Durchsetzung ihrer Herrschaft und Unterdrückung gegnerischer Parteien sowie zur Kriminalisierung parteiunliebsamer Aussagen und Handlungen installiert hatten. Der ehemals deutschnationale Reichstagsabgeordnete Alfred Hanemann wurde zum ersten Vorsitzenden des in Mannheim eingerichteten Sondergerichtes bestellt. Während seines Spruchkammerverfahrens leugnete er

Gratulation zum 300.

Seit über vier Jahren gibt es den Sparkassengeschichtsblog. Das Historische Archiv des Ostdeutschen Sparkassenverbandes hat ihn nach meiner Empfehlung der interessierten Öffentlichkeit am Weltspartag 2014 zur Verfügung gestellt. Viele Beiträge zur Historie der verschiedensten Ecken des OSV-Gebiets wurden seither präsentiert und selbstverständlich reichlich bebildert. Dabei ist nicht nur der Geburtstag einer Sparkasse ein schöner Anlass […]

Badische Ministerialbeamte und Angestellte in französischer Internierungshaft: Die Folgen der späten Räumung des Kultusministeriums in Straßburg am 22. und 23. November 1944

In der Spruchkammerakte Paul Schmitthenners, dessen Nachkriegslebensweg an dieser Stelle schon mehrfach (Siehe Beitrag vom 28.06.2018, sowie Beitrag vom 28.05.2017) beleuchtet worden ist, findet sich als jüngstes Schriftstück eine am 3. Dezember 1954, dreieinhalb Jahre nach der Einstellung seines Verfahrens, angefertigte Aktennotiz aus der Hand eines pensionierten Ministerialrats, der die Frage geprüft hatte, ob das Spruchkammerverfahren

Lediglich nominelles Mitglied der NSDAP oder „ehrlicher Anhänger des Führers“? Zur Parteimitgliedschaft des Gymnasialdirektors Kurt Jacki

Die Bewertung der NSDAP-Parteimitgliedschaft von Beamten ist – worüber der Verfasser dieser Zeilen und mit ihm alle anderen Projektbeteiligten ausgiebige Klagen führen könnten – ein ungemein schwieriges Geschäft, da die Quellen es nur in seltenen Fällen ermöglichen, klare Aussagen über die Motive des Parteieintritts zu treffen. Von den Betroffenen selbst liegen hierzu zumeist nur retrospektive

Vertreibung durch den Gauleiter oder Selbstopferung aus Spargründen? Der Rücktritt des Leiters des badischen Justizministeriums Johannes Rupp nach fünfwöchiger Amtszeit im April 1933

Über die Vorgeschichte und die Begleitumstände der Bildung der kommissarischen Regierung, deren Einsetzung am 11. März 1933 das Schlüsselereignis der nationalsozialistischen Machtübernahme war, liegen nur spärliche zeitgenössische Quellen vor. Wem die kommissarische Leitung des Justizministeriums zufallen sollte, war, glaubt man der viel später entstandenen politischen Autobiographie des Vorsitzenden der NSDAP-Landtagsfraktion und kommissarischen Leiters des Finanzministeriums

Ein vorbestrafter Nicht-Jurist als Justizminister: Otto Wackers Ernennung zum Leiter des badischen Justizministeriums im April 1933

Auf die seit jeher schwierige Frage, welcher fachlichen Qualifikationen es zur Übernahme eines Ministeramtes bedurfte, ließen sich seit der Demokratisierung der politischen Systeme in der Weimarer Republik kaum noch klare Antworten geben. Von der Öffnung der politischen Spitzenämter für Kandidaten nur nach ihren Parteimeriten blieben lediglich die Justizministerien weitgehend ausgenommen. Hier galt, wenn man auf

Blog der AG DH-RSE: Was könnte eine AG DH-RSE im DHd leisten?

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen. Aus dieser Reihe wurde jetzt der sechste Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht: Stefan Dumont, Stephan Janosch, […]

Bloggen vom Dreißigjährigen Krieg

Wer in der Frühen Neuzeit „blockte“, der arbeitete laut Grimms-Wörterbuch „wie ein Klotz“ und vollbrachte Schwerstarbeit.[1] Nicht nur meine südwestdeutsche Konsonantenverweichung führt mich vom „blocken“ allzu leicht zum „bloggen“. Auch dem – zugegeben: konstruierten – semantischen Zusammenhang von Blog und Schwerstarbeit ist einiges abzugewinnen, nimmt doch das Bloggen als berufliche Betätigung unter wissenschaftlich arbeitenden HistorikerInnen Mehr »

Schaufenster in die Blogosphäre: Einladung zur offenen Session beim Historikertag in Münster 2018

Beim letzten Historikertag in Hamburg vor zwei Jahren war die Geschichtsblogosphäre groß und bunt! Ist sie nun größer und bunter? Das wollen wir am Donnerstag, den 27.9.2016 von 13h30-14h30 im Praxislabor beim Historikertag in Münster herausfinden. Wie beim letzten Historikertag sind Bloggende herzlich eingeladen, sich und ihr Blog in zwei Minuten-Kurzpräsentationen vorzustellen. Mit dieser analogen Geschichts-Blogroll soll die Bandbreite des geschichtswissenschaftlichen Bloggens deutlich werden. Ganz nebenbei handelt es sich außerdem um ein informelles Bloggendentreffen, bei dem es um Austausch und Kontakteknüpfen gehen wird. Wir … „Schaufenster in die Blogosphäre: Einladung zur offenen Session beim Historikertag in Münster 2018“ weiterlesen

Blog der AG DH-RSE: Institutionelle Kulturen und Workflows der Softwareentwicklung – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen. Aus dieser Reihe wurde jetzt der fünfte Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht: Annette van Dyck-Hemming, Andrea […]

Blogparade: Comino ein kleines Paradies im Mittelmeer #DHMMeer

Comino – ein kleines Paradies im Mittelmeer

Die nur 3,5 Quadratkilometer große Insel Comino ist für mich und meine Familie in den vergangenen Jahren ein paradiesischer Rückzugsort geworden. Wir verbringen dieses Jahr zum neunten Mal unseren Sommerurlaub auf dem Eiland, seit 2011 waren wir jedes Jahr hier. Dieser Beitrag zu #DHMMeer ist eine Liebeserklärung an dieses Kleinod im Mittelmeer, mit einem leider auch schalen Beigeschmack.

Blogparade: Comino ein kleines Paradies im Mittelmeer #DHMMeer

Comino – ein kleines Paradies im Mittelmeer

Die nur 3,5 Quadratkilometer große Insel Comino ist für mich und meine Familie in den vergangenen Jahren ein paradiesischer Rückzugsort geworden. Wir verbringen dieses Jahr zum neunten Mal unseren Sommerurlaub auf dem Eiland, seit 2011 waren wir jedes Jahr hier. Dieser Beitrag zu #DHMMeer ist eine Liebeserklärung an dieses Kleinod im Mittelmeer, mit einem leider auch schalen Beigeschmack.

„Die Partei vor eigensüchtige Wünsche spannen“ – Das Karrierestreben einer Karlsruher Lehramtsassessorin und die Widerstände des Kultusministeriums dagegen

Die 1933 in die Schlüsselstellen der Ministerialbürokratie gelangten Nationalsozialisten waren zwar mit den NSDAP-Parteistellen in den politischen Zielen einig, gerieten aber mitunter mit jenen in Konflikt über die Wege, auf denen diese Ziele erreicht werden sollten. Der Verfasser dieser Zeilen hat eine solche Konstellation vor einigen Wochen in einem Blogartikel beleuchtet, der einen Streit zwischen

Blogparade: Die PEKING und das Meer #DHMMeer

Die PEKING und das Meer

Momentan dreht sich in meinem Kopf, wenn ich an das Thema „Meer“ denke, alles um die PEKING. Damit ist jetzt nicht die Stadt im fernen Osten gemeint, sondern der Flying P-Liner. Dieses Museumsschiff, das zuletzt in New York lag und im vergangenen Jahr (2017) über den Atlantik in die Werft nach Wewelsfleth gebracht wurde. Genau dieses Schiff schippert in meinem Kopf herum.

Blogparade: Die PEKING und das Meer #DHMMeer

Die PEKING und das Meer

Momentan dreht sich in meinem Kopf, wenn ich an das Thema „Meer“ denke, alles um die PEKING. Damit ist jetzt nicht die Stadt im fernen Osten gemeint, sondern der Flying P-Liner. Dieses Museumsschiff, das zuletzt in New York lag und im vergangenen Jahr (2017) über den Atlantik in die Werft nach Wewelsfleth gebracht wurde. Genau dieses Schiff schippert in meinem Kopf herum.

Blogparade: Auf Kogge und Co. über die Meere Europas

Auf Kogge und Co. über die Meere Europas

Dass das Meer für die Kaufleute der Hansezeit eine besondere Rolle gespielt hat, ist wohl kein Geheimnis. Mutig bezwangen sie mit ihren Schiffen im Mittelalter die wogenden Wellen der Ostsee und anderer Gewässer, um ihre Waren auf dem schnellsten Weg zu ihren Handelspartnern zu bringen. Für die tägliche Arbeit der Kaufleute waren ihre Schiffe dabei unverzichtbare Begleiter: Auf Kogge, Holk oder Kraweel fand zum Beispiel Lüneburger Salz von Lübeck aus seinen Weg nach Brügge sowie ins russische Nowgorod, und wurde dort gegen erlesene Tuche oder Pelze eingetauscht. Im Mittelpunkt dieses Beitrags für #DHMMeer soll daher die Bedeutung der See als frühhansischer Transportweg stehen – und die Suche nach drei legendären Wassergefährten der Hansezeit.

Blogparade: Auf Kogge und Co. über die Meere Europas

Auf Kogge und Co. über die Meere Europas

Dass das Meer für die Kaufleute der Hansezeit eine besondere Rolle gespielt hat, ist wohl kein Geheimnis. Mutig bezwangen sie mit ihren Schiffen im Mittelalter die wogenden Wellen der Ostsee und anderer Gewässer, um ihre Waren auf dem schnellsten Weg zu ihren Handelspartnern zu bringen. Für die tägliche Arbeit der Kaufleute waren ihre Schiffe dabei unverzichtbare Begleiter: Auf Kogge, Holk oder Kraweel fand zum Beispiel Lüneburger Salz von Lübeck aus seinen Weg nach Brügge sowie ins russische Nowgorod, und wurde dort gegen erlesene Tuche oder Pelze eingetauscht. Im Mittelpunkt dieses Beitrags für #DHMMeer soll daher die Bedeutung der See als frühhansischer Transportweg stehen – und die Suche nach drei legendären Wassergefährten der Hansezeit.

Blog der AG DH-RSE: Ausbildung, Training, Software Carpentry: Situation, Fallbeispiele und Initiativen

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen. Aus dieser Reihe wurde jetzt der vierte Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht: Sviatoslav Drach, Marjam Mahmoodzada, […]

Blog der AG DH-RSE: Welche institutionsübergreifenden Infrastrukturen brauchen wir für eine professionelle Softwareentwicklung in den digitalen Geisteswissenschaften?

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen. Aus dieser Reihe wurde jetzt der dritte Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht: Fabian Steeg, Sophie Schneider, […]

Blogparade: Das Meer als Heimat und Erinnerung #DHMMeer

Das Meer als Heimat und Erinnerung

Unergründlich, unberechenbar und abgrundtief. So gewaltig sind die Meere, so schön und furchterregend. Sie prägten das Weltbild, versenkten Landmassen, trockneten aus und als ob ihnen das Formen der Erde nicht genügt hätte, nahmen sie Einfluss auf die Geschichte. Sie veränderten die Welt und machten sie zu der, die wir heute kennen. Aus Meeren wurden Weiden und aus Bergen wurden Inseln. Ihr Tun ist beständig und kennt kein Ende.

Blogparade: Das Meer als Heimat und Erinnerung #DHMMeer

Das Meer als Heimat und Erinnerung

Unergründlich, unberechenbar und abgrundtief. So gewaltig sind die Meere, so schön und furchterregend. Sie prägten das Weltbild, versenkten Landmassen, trockneten aus und als ob ihnen das Formen der Erde nicht genügt hätte, nahmen sie Einfluss auf die Geschichte. Sie veränderten die Welt und machten sie zu der, die wir heute kennen. Aus Meeren wurden Weiden und aus Bergen wurden Inseln. Ihr Tun ist beständig und kennt kein Ende.

„Im Zusammenhang mit den Abwehrmaßnahmen gegen die Greuel-Propaganda sind unbedingt auch dauernde Massregeln erforderlich“: Die Forderung Alfred Hanemanns nach Entlassung jüdischer Beamter in Baden

In seinem Beitrag zur badischen Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in Baden konnte der Autor skizzenhaft aufzeigen, dass die badischen Deutschnationalen im Gegensatz zu den Parteikollegen auf Reichsebene aufgrund ihrer Schwäche und der daraus resultierenden oppositionellen Stellung im Land nicht zu einer regierungsfähigen Partei avancieren konnten, sondern sich vor allem ab 1929 ins Schlepptau der Nationalsozialisten nehmen