Planet History

Tag Archive for Musik

Die Platte rappt

Seit seinem Album #DIY ist er nicht mehr aus der deutschen Hip Hop Szene wegzudenken. Er hat Erfolg – obwohl oder gerade, weil er anders ist als seine Kollegen. Das mag auch mit seiner Herkunft zu tun haben. Stefan Richter alias Trettmann ist 1973 geboren. In Karl-Marx-Stadt. Er wächst in bescheidenen Verhältnissen auf, bringt sich selbst das Tanzen und das Singen bei, engagiert sich in der Jugendarbeit und jobbt am Bau, um sich den Traum von der Musikkarriere zu finanzieren. Trettmanns Sozialisation – das zeigt Luigi … „Die Platte rappt“ weiterlesen

Flashback per Mausklick

Musik ist ein zeitgeschichtliches Dokument – und ein Teil des kollektiven Gedächtnisses. Sie kann spontane Erinnerungen und Gefühle auslösen, die rational kaum zu erschließen sind. Lukas Joas beleuchtet diesen affektiven Effekt von DDR-Hits als Beitrag zum „medialen Erbe der DDR“. Materialbasis sind Nutzerkommentare unter YouTube-Videos bekannter Bands. Die inhaltsanalytische Herangehensweise erlaubt eine Kategorisierung. Joas unterscheidet Kommentare, die historische Details liefern, nostalgische Gefühle auslösen oder die Erfahrungen mit Unterdrückung und Zensur thematisieren. Es zeigt sich, dass die Kommentare authentische Einblicke in das Leben und Denken … „Flashback per Mausklick“ weiterlesen

Weniger „Wir sind wir“, mehr „Honigfrauen“

Sara Ritterbach Ciuró hat keine Beziehung zur ehemaligen DDR. Wie das im Osten heute so ist, kann sie nur schwer beurteilen. Aber die Vorlesung zum „medialen Erbe der DDR“ hat ihr Interesse geweckt. An „Ost“-Liedern und an den Menschen aus dem Osten. An ihren Gefühlen, ihren Erinnerungen und ihren Blick auf Wende und Wiedervereinigung. Deshalb suchte die Studentin das Gespräch mit einer heute 50-jährigen ehemaligen DDR-Bürgerin. Und revidierte schließlich ihr ganz persönliches DDR-Bild – teilweise. Der Osten zweimal anders: in der Musik und der … „Weniger „Wir sind wir“, mehr „Honigfrauen““ weiterlesen

„Kummer“ über das Ostdeutsch-Sein

Kann ein (fast) Nach-Wende-Geborener Teil des „medialen Erbes der DDR“ sein? Ja. Felix von den Hoff zeigt anhand der Texte des Chemnitzer Künstlers „Kummer“ – Jahrgang 1989 – wie stark das Ostdeutsch-Seins das Bewusstsein einer ganzen Generation junger Bundesbürger geprägt hat. Wie sie darunter leiden und trotzdem ihre Heimat lieben. Wie sie um Akzeptanz kämpfen und gegen die unübersehbaren Fliehkräfte in ihrer eigenen Mitte. Im Fokus der Analyse stehen zwei Songs aus Kummers Debütalbum: „Schiff“ und „9010“. Beides Beispiele für „populäre Geschichtsrepräsentation“. Und dafür, … „„Kummer“ über das Ostdeutsch-Sein“ weiterlesen

Nochmal Techno, diesmal persönlich

„Ü“ oder „Ei“? Paul van Dyk hat diese Frage mitgeschleppt aus einer Jugend in der DDR, in der er noch Matthias Paul hieß und sich um die Aussprache von Namen keine Gedanken machen musste. Eisenhüttenstadt und der Osten Berlins haben der erfolgreichsten DJs der Welt hervorgebracht. Auch deshalb hat es Pauls Buch in diesen Blog geschafft, obwohl er eigentlich über seinen Unfall schreiben will und darüber, wie man selbst die härtesten Schläge des Schicksals verkraften kann, wenn man etwas Glück hat und vor allem … „Nochmal Techno, diesmal persönlich“ weiterlesen

Techno als DDR-Erbe?

In den Tagen nach dem Mauerfall schlug die Stunde des Techno. Die Begeisterung für diese elektronische Musikrichtung führte Jugendliche aus Ost und West zusammen, ließ sie gemeinsam von einer neuen Weltordnung, von Frieden und Grenzenlosigkeit träumen. Die Medien beschworen den Mythos vom „Sound der Wende“, Berlin entwickelte sich zur Welthauptstadt des Techno. Clara Löffler beschäftigte sich im Rahmen der Vorlesungsreihe „Das mediale Erbe der DDR“ mit dem „Freiheitstanz“.  Der Sound der Wende Von Clara Löffler In Zeiten, in denen Techno entweder der Kommerzialisierung oder … „Techno als DDR-Erbe?“ weiterlesen

Tout va très bien, madame la marquise

(von Eric VDB) (von Olivier Platteau) «Tout va très bien, madame la marquise est une chanson de 1935, paroles et musique de Paul Misraki, publiée aux éditions Ray Ventura ; c’est un des grands succès de l’orchestre de Ray Ventura et ses Collégiens avec Qu’est-ce qu’on attend pour être heureux ? et Ça vaut mieux que d’attraper la scarlatine. Tout va très bien Madame la Marquise …

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Wagner : Siegfried-Idyll kammermusikalisch (wie es sich gehört)

(von  ConjuntXXI!)  «Tribschener Idyll […] als Symphonischer Geburtstagsgruss. Seiner Cosima dargebracht von Ihrem Richard» und zwar am 25. Dezember 1870 im Treppenhaus von Tribschen, und darum in kleiner kammermusikalischer Besetzung. «Wie ich aufwachte, vernahm mein Ohr einen Klang, immer voller schwoll er an, nicht mehr im Traum durfte ich mich wähnen, Musik erschallte, und welche …

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