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Schlagwort: Musik

Wagners Musik und der Sound Hollywoods

Wagners Musik und der Sound Hollywoods

Auch heute noch finden sich in zahlreichen (Hollywood-)Filmen Zitate aus Richard Wagners Musikdramen. Wie genau die Musik des Komponisten Einzug auf der großen Leinwand fand erläutert Literaturwissenschaftler Steffen Vogt im Zuge der Ausstellung „Richard Wagner und das deutsche Gefühl“ auf dem Blog.

Stolzer Osten

Sido hat sie lange verheimlicht. Clueso spielt mit ihr. Trettmann kokettiert. Rammstein provoziert. Aber KRAFTKLUB geht in die Offensive. Die fünfköpfige Band ist stolz auf ihre ostdeutsche Herkunft, thematisiert Ost-Themen ohne Scheu oder Minderwertigkeitskomplex. Julian Hammerer zeigt, dass die Musiker damit ein neues Ost-Narrativ möglich machen. Sie sind ein Erbe der DDR, das sich nicht mehr selbst im Weg steht, sondern Perspektiven eröffnet. Für alle, die folgen. Chemnitz. Indie-Band. KRAFTKLUB – Ein mediales Erbe der DDR Von Julian Hammerer Als Felix Kummer, Till Kummer, … „Stolzer Osten“ weiterlesen

Sidos Ossi-Sein

Musik transportiert die Emotionen des Komponisten und Interpreten. Sie löst aber auch Gefühle aus, lässt Erinnerungen wachwerden. Unter YouTube-Clips stehen oft Tausende von Kommentaren, die zeigen, wie vielschichtig diese Erinnerungen sein können. Das gilt auch – oder gerade – für DDR-Bezüge. Lukas Dürr hat sich für seine Analyse von YouTube-Kommentaren bewusst einen Interpreten ausgesucht, den er selbst bis dato nicht mit der DDR in Verbindung gebracht hatte: Sido. Sido`s Video zum Hit „Hey Du!“ wurde insgesamt fast 18 Millionen mal aufgerufen. Ein Stück persönliche … „Sidos Ossi-Sein“ weiterlesen

Ost-West-Liebe, ganz neu

München 2022: Die DDR gibt es eigentlich nicht auf diesem Dokfest. Kein Hashtag für die Suche und schon gar keine eigene Sektion. Ein paar Titel klingen deutsch-deutsch (Volksvertreter, ein Film über AfD-Abgeordnete) oder sogar ostdeutsch (Kalle Kosmonaut, ein Porträt aus dem großen Berlin), taugen aber nur bedingt für diesen Blog. Die Ausnahme hat es dafür in sich: Sorry Genosse erzählt eine Geschichte, die es so noch nicht ins Kino geschafft hat. Vera Brückner, Jahrgang 1988, hat einfach ins echte Leben gegriffen. Sorry Genosse. Drehbuch … „Ost-West-Liebe, ganz neu“ weiterlesen

Programm der Unterfränkischen und Aschaffenburger Kulturtage, 30. Juni bis 10. Juli 2022, im Schönborner Hof und im Digitalladen

Die Unterfränkischen und Aschaffenburger Kulturtage werden vom 30. Juni bis 10. Juli in Aschaffenburg stattfinden. Wir vom Stadt- und Stiftsarchiv freuen uns, mitteilen zu dürfen, dass wir ebenfalls mit Veranstaltungen am Programm beteiligt sind. Am 3. Juli wird im Schönborner Hof ab 11:30 Uhr das Spessartbundfest stattfinden. Die Besucher erwartet ein vielseitiges Programm mit musikalischen, […]

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Rezension | Yordanova / Raggi / Biggi (eds.): Theatre Spaces for Music in 18th-Century Europe

Iskrena Yordanova, Giuseppina Raggi, Maria Ida Biggi (eds.): Theatre Spaces for Music in 18th-Century Europe (= Cadernos de Queluz 3 / Specula Spectacula 10), Wien: Hollitzer Verlag 2020. 660 S. ISBN 978-3-99012-771-1 Andrea Sommer-Mathis (Wien) Bei dem vorliegenden Sammelband handelt es sich um den dritten Band der Serie Cadernos de Queluz, die ihren Namen vom Palácio Nacional de Queluz bei Lissabon herleitet. Dort, in der ehemaligen Sommerresidenz des Königshauses von Braganza, finden seit 2014 alljährlich im Centro de Estudos Musicais Setecentistas de Portugal „Divino […]

Von den Scheuklappen der Geschichtswissenschaft

Nun als auch die „Heavys“: Die DDR-Forschung ist im wahrsten Sinne des Wortes „ganz unten“ angekommen – bei einer Jugendkultur, die erst in den 1980er Jahren Formen annahm und nur sporadisch sichtbar wurde, weil ihre Anhänger nicht sehr zahlreich waren und allenfalls in Kneipen, in der Deutschen Reichsbahn oder bei Konzerten auffielen. Nikolai Okunew baut dieser Szene ein wuchtiges Denkmal und macht dabei zugleich überdeutlich, welche Grenzen die Diktaturbrille der Geschichtsschreibung setzt. Nikolai Okunew: Red Metal. Die Heavy-Metal-Subkultur der DDR. Berlin: Ch. Links Verlag … „Von den Scheuklappen der Geschichtswissenschaft“ weiterlesen

Die Platte rappt

Seit seinem Album #DIY ist er nicht mehr aus der deutschen Hip Hop Szene wegzudenken. Er hat Erfolg – obwohl oder gerade, weil er anders ist als seine Kollegen. Das mag auch mit seiner Herkunft zu tun haben. Stefan Richter alias Trettmann ist 1973 geboren. In Karl-Marx-Stadt. Er wächst in bescheidenen Verhältnissen auf, bringt sich selbst das Tanzen und das Singen bei, engagiert sich in der Jugendarbeit und jobbt am Bau, um sich den Traum von der Musikkarriere zu finanzieren. Trettmanns Sozialisation – das zeigt Luigi … „Die Platte rappt“ weiterlesen

Flashback per Mausklick

Musik ist ein zeitgeschichtliches Dokument – und ein Teil des kollektiven Gedächtnisses. Sie kann spontane Erinnerungen und Gefühle auslösen, die rational kaum zu erschließen sind. Lukas Joas beleuchtet diesen affektiven Effekt von DDR-Hits als Beitrag zum „medialen Erbe der DDR“. Materialbasis sind Nutzerkommentare unter YouTube-Videos bekannter Bands. Die inhaltsanalytische Herangehensweise erlaubt eine Kategorisierung. Joas unterscheidet Kommentare, die historische Details liefern, nostalgische Gefühle auslösen oder die Erfahrungen mit Unterdrückung und Zensur thematisieren. Es zeigt sich, dass die Kommentare authentische Einblicke in das Leben und Denken … „Flashback per Mausklick“ weiterlesen

Weniger „Wir sind wir“, mehr „Honigfrauen“

Sara Ritterbach Ciuró hat keine Beziehung zur ehemaligen DDR. Wie das im Osten heute so ist, kann sie nur schwer beurteilen. Aber die Vorlesung zum „medialen Erbe der DDR“ hat ihr Interesse geweckt. An „Ost“-Liedern und an den Menschen aus dem Osten. An ihren Gefühlen, ihren Erinnerungen und ihren Blick auf Wende und Wiedervereinigung. Deshalb suchte die Studentin das Gespräch mit einer heute 50-jährigen ehemaligen DDR-Bürgerin. Und revidierte schließlich ihr ganz persönliches DDR-Bild – teilweise. Der Osten zweimal anders: in der Musik und der … „Weniger „Wir sind wir“, mehr „Honigfrauen““ weiterlesen

„Kummer“ über das Ostdeutsch-Sein

Kann ein (fast) Nach-Wende-Geborener Teil des „medialen Erbes der DDR“ sein? Ja. Felix von den Hoff zeigt anhand der Texte des Chemnitzer Künstlers „Kummer“ – Jahrgang 1989 – wie stark das Ostdeutsch-Seins das Bewusstsein einer ganzen Generation junger Bundesbürger geprägt hat. Wie sie darunter leiden und trotzdem ihre Heimat lieben. Wie sie um Akzeptanz kämpfen und gegen die unübersehbaren Fliehkräfte in ihrer eigenen Mitte. Im Fokus der Analyse stehen zwei Songs aus Kummers Debütalbum: „Schiff“ und „9010“. Beides Beispiele für „populäre Geschichtsrepräsentation“. Und dafür, … „„Kummer“ über das Ostdeutsch-Sein“ weiterlesen